Klingberghof

Kontorhaus Hamburg

Lhezil Franke / Technische Hochschule Mittelhessen
Charakteristisch für Hamburg ist sein denkmalgeschütztes Kontorhausviertel. Das Viertel ist geprägt durch seine einzigartigen Kontorhaeuser im Stil des Klinkerexpressionismus des frühen 20. Jahrhunderts. Die Bedeutung des Viertels mit dem von Fritz Höger errichteten Chilehaus (1922-1924) spiegelt sich auch in der Ernennung zum UNESCO Welterbe wider. Der einzigartige Charme des Kontorhausviertels wird in diesem Entwurf aufgegriffen und mit modernen Elementen verschmolzen.

STÄDTEBAU
Um die Altstadt wieder mit der Speicherstadt entlang einer Nord-Süd-Achse zu verbinden, wird an historischer Stelle die Wandrahmsbrücke wiederhergestellt. Der Vorplatz, der durch den vorgestellten Entwurf entsteht, wird durch einen Kopfbau gefasst und ist trichterförmig in Richtung Speicherstadt ausgerichtet, um diese Achse städtebaulich zu betonen. Die konkav gewölbten Backsteinwände des gegenüberliegenden Meßberghofes werden als „negativer Abdruck“ in Form von konvex abgerundeten Ecken thematisiert. Die Straßenflucht der auf der Rückseite gelegenen Depenau Straße und der Versprung des Chilehauses am Klingberg werden aufgenommen. Wie das dahinterliegende Chilehaus besteht der Klingberghof aus mehreren Baukörpern.

GRUNDRISSE / NUTZUNGEN
Der vordere Baukörper zum Meßberg beherbergt eine Ausstellung und Büroflächen. Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Geschosse mit einer repräsentativen Treppe und ist als Rundweg konzipiert. Die Raumtiefen in den Büros sind in zwei verschiedene Varianten ausgeführt, wodurch variable Gruppenräume und Zellen ausgebildet werden können. Die Bürogrößen lassen sich durch die Positionierung der Medien im Kern flexibel gestalten. Der hintere Gebäudeteil an der Verlängerung der Depenau Straße ist für Wohnnutzung vorgese-hen. Der Wohnungsbau ist als Dreispänner geplant, wobei die mittlere Wohnung als „Schaltwohnung“ zu einer Wohnung flexibel vergrößert werden kann. Im inneren Kern befinden sich die Erschließungen, Lagerräume sowie die Medien. 

FASSADE
Dem Bürogebäude ist ein Fensterraster von 2,30 m zugrunde gelegt, das die Fassade gliedert. Lisenen betonen die vertikale Gliederung der Fassade. Die Außenwand ist eine zweischalige Konstruktion mit Luftschicht. Die dunkel-braun-violetten Klinker im Dünnformat werden mit grauem Mauermörtel verbaut. 

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2019

Facts

Hochschule:
Technische Hochschule Mittelhessen

Lehrstuhl:
Prof. Alexander Pellnitz / Städtebau und Stadttheorie

Präsentation:
27.03.2019

Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Allplan, Photoshop, InDesign

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