Ideenschmiede

Ein Impuls für die unterschätzte Metropole Rhein-Ruhr

Fabian P. Dahinten, Katharina Körber / Hochschule Darmstadt
Die unterschätze Metropolregion
Das Ruhrgebiet ist allseits bekannt. Vergleichsweise unbekannt ist jedoch die Metropolregion Rhein-Ruhr, ein Zusammenschluss aus 73 Städten, mit dem Ziel den Strukturwandel gemeinsam positiv zu bewältigen. Das geschieht durch die Stärkung der Mobilität und den Fokus auf spezifische wirtschaftliche Zweige. Köln ist bereits heute mit den meisten Start-Ups das deutsche Silicon Valley. Durch die wirtschaftliche Neuausrichtung geht auch ein Imagewechsel einher. Daher benötigt die Region und in diesem Fall Köln sichtbare bauliche Signale.

Räume für Ideen schaffen
Die Gründerszene benötigt einen Ort an dem Vernetzung stattfinden kann und flexible Büroflächen für junge Ideen zur Verfügung stehen. Daher ist ein Inkubator für Start-Ups Teil des Konzepts durch eine Aufstockung auf das bestehende Parkhaus am Zoo. Die Funktionen werden in ein Vortrags-, Seminar- und Veranstaltungsraum und flexible Arbeitsplätze aufgeteilt.

Grünraum verbinden
Um die Kölner Innenstadt verläuft ein Grüngürtel mit Freizeit und Erholungsaktivitäten. Um diesen mit dem Rheinpark zu verbinden schlagen wir einen Brückenschlag zwischen den beiden Uferseiten. Durch das Aufbringen einer zweiten Ebene ausschließlich für Fuß- und Radfahrende wird aus der Zoobrücke als Autobahn ein qualitativ hochwertiger Stadtraum.

Stadtraum für den Menschen
Die Innenstadt ist vom Autoverkehrn verstopft und auch der ÖPNV kommt zu Messezeiten mit 100.000 Besuchern/Tag an seine Kapazitätsgrenze. Unser Mobilitätskonzept sieht daher die konsequente Rückeroberung der Stadt durch den Menschen vor. Dazu soll eine Ringbahn um den Stadtkern errichtet werden, mit ihr ausreichend Parkmöglichkeiten. Die Innenstadt wird nur für Anwohner und Lieferverkehr offen gehalten.
Zusätzlich verbindet eine Seilbahn Hauptbahnhof, Messe und Zoo um täglich bis zu 70.000 Menschen über den Alltagsverkehr der Stadt hinweg zu tragen.

Internationales Signal
Um ein starkes Signal zu setzen schaffen wir einen Hochpunkt für die Gründerszene der öffentlich zugänglich ist. Gründer leben von der Innovation, daher ergibt die Nähe zur Messe große Synergien. Speziell für die flexiblen Anforderungen von Aufenthalten über mehrere Wochen sind hier Wohn- und Arbeitsformen geschaffen. Das Gebäude ist am Sockel am öffentlichsten und entwickelt sich nach oben ins Private. Daher ist die Büronutzung im unteren Teil des Hochhauses angesiedelt, im Oberen befindet sich das Hotel und dazwischen eine Kombination aus Mietapartments, die mit Openspace Arbeitsbereichen verbunden sind. Beide werden von einer gemeinsamen Lobby aus erschlossen. Die Lobby für das Hotel und die Apartments sind durch einen Einschnitt in der Fassade ablesbar, ebenso wie die öffentliche Ebene der Büronutzungen, wo neben einem Konferenzbereich auch die Seilbahnstation angesiedelt ist. Der dritte Einschnitt im oberen Teil des Gebäudes gehört zum Dachgarten. Die Einschnitte sind an die wichtigen Bezüge im Umfeld ausgerichtet: dem Zoo, dem Rhein und dem Dom.

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Facts

Hochschule:
Hochschule Darmstadt

Lehrstuhl:
Mathias Lengfeld

Präsentation:
14.01.2020

Abschluss:
Master

Rubrik:
Städtebau

Software:
Vektorworks, Rhino, Archicad, Illustrator, InDesign, Photoshop

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