Haus der Sinne

Residenz für Kunstschaffende in Portugal

Julián Bustamante Escalante / Technische Universität München
In seinem Roman „Die Stadt der Blinden“ erzählt José Saramago (1922–2010) über den utopischen Ausbruch einer „Blindheitsepidemie“. Insbesondere geht der portugiesische Autor auf die Schwierigkeiten der Protagonisten ein, die sich, plötzlich erblindet, zurechtfinden müssen. Allmählich schärfen sich jedoch die verbliebenen Sinne der Betroffenen: Haptik und Tastsinn dienen zur Fortbewegung, Geruchs- und Hörsinn, um andere Präsenzen zu spüren und um Personen und Orte zu identifizieren. Kann man also Räume entwerfen, so die Ausgangsfrage der Arbeit, welche mit allen Sinnen wahrnehmbar sind?
 
Das Projekt ist ein Refugium und Residenz für Kunstschaffende in einer kargen Klippenlandschaft südlich von Lissabon im Naturpark von Arrábida. Die unberührte Natur und die Abgeschiedenheit des Ortes, abgeschirmt von der Stadt, Lärm, Gesellschaft und Medien, schaffen den idealen Ort und das Potenzial, die menschlichen Sinne zu schärfen. Drei Bewohner verfügen während ihres Aufenthaltes über Ateliers inmitten der Natur, welche ihnen Inspiration für kreatives Schaffen ermöglichen soll. Die Kunstschaffenden können sich dabei durch die Materialtexturen des lokalen nachhaltig hergestellten sowie gut dämmenden Korkbeton durch das Gebäude orientieren. Das Haus und die drei Ateliers verfügen über variierende Lichtsituationen, die unterschiedliche Arbeitsbedingungen ermöglichen solle.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2019

Facts

Hochschule:
Technische Universität München

Präsentation:
10.10.2018

Abschluss:
Master

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
ArchiCAD und Rhino

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