Depot.

Denken, Entwickeln, Produzieren, Optimieren, Testen

Isabell Ruschmeier / Technische Universität Dortmund
Innovation ist der Motor für Wachstum und Fortschritt. Darum ist es wichtig ein besonderes Augenmerk auf die Förderung junger Unternehmen zu legen und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, sich auf dem schnelllebigen Markt zu integrieren. 

Den Rahmen dafür bildet ein großes, nicht betriebsnotwendiges Grundstück der Siemens AG in Duisburg. Dort soll das DEPOT, ein Forschungs-, Experimentier- und Testzentrum entstehen, welches Start-Ups aus den Bereichen Maschinenbau, Logistik, Elektro- und Chemietechnik einen Ort zum fortschrittsorientierten Arbeiten gibt. Eingebunden in die Strukturen eines Work-Life-Balance- und eines Education-Centers, steht das DEPOT Duisburg für einen innovativen Entwicklungscampus.

Das Herzstück des Campus ist eine 180m lange Werkhalle, die sich an den vorhandenen Siemens-Hallen orientiert und entlang der „Industrieachse“ ausrichtet. Parallel dazu spannt sich ein Platz auf, der als Gelenk bzw. Verteiler zu den einzelnen Gebäuden fungiert.
Im Norden begrenzt ein Bürokubus als direktes Gegenüber zu den Siemens Gebäuden den Platz. An diesen schließt ein Büroriegel an, der mit der Wand der Werkhalle verschmilzt. Durch Öffnungen und Austritte über Emporen in die Halle wird der Austausch zwischen Praxis und Büroarbeit gestärkt.
Östlich begrenzt das Work-Life-Balance-Center mit Mensa-, Sport- und Schwimmhalle den Platz, südlich wird er durch ein Unigebäude tangiert. Dieses wird von der Uni Duisburg-Essen genutzt und beinhaltet mehrere Hörsäle, eine Bibliothek und studentische Arbeitsplätze, um potentiellen Nachwuchs schon während des Studiums an die Arbeit heranzuführen. Weiterer Teil des Education-Centers sind eine KiTa und eine Grundschule auf einem nebenliegenden Grundstück. 

Um eine angenehme Erreichbarkeit zum Campus zu ermöglichen und den Verkehr sowie Parkplätze zu minimieren, wird eine neue Bus- und U-Bahn-Linie vom Duisburger Hbf ausgehend realisiert. Innerhalb von max. 6 Min. können von der neuen Haltestelle aus alle Gebäude erreicht werden.

Nördlich der Haltestelle befindet sich eine Zufahrt zum UG, welches unterirdisch alle Gebäude miteinander verbindet und den Zugang zu Lager, Technik und Anlieferung für Mensa und Supermarkt sowie die Müllentsorgung ermöglicht.

Die nördliche Spitze des Grundstücks wird von einem Hotel besetzt, welches den Hochpunkt zwischen Siemens-Turm und den Industrietürmen bildet. Die angrenzenden Parkdecks und der sich im Erdgeschoss befindende Supermarkt ermöglichen einen direkten Zugang zum Hotel bzw. ein Einkaufen kurz vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend.

Das Tragwerk der Werkhalle setzt sich aus 24 Fachwerkriegeln zusammen. Das Bild von 3 höheren Hallenbereichen, getrennt durch niedrige Bereiche, ist sowohl von außen als auch von innen klar ablesbar. Jeweils ein hoher Bereich gehört zu einem der Arbeitsschwerpunkte auf dem Campus: Forschung, Experimente und Entwicklung/Testen. Die niedrigen Zwischenbereiche bilden die Erschließung der Halle und die werksinternen Verkehrswege ab.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2020

Facts

Hochschule:
Technische Universität Dortmund

Lehrstuhl:
Grundlagen und Theorie der Baukonstruktion // Prof. Dr.-Ing. Arch. Paul Kahlfeldt

Präsentation:
19.03.2019

Abschluss:
Master

Rubrik:
Hybride Nutzung

Software:
Allplan, Blender, Photoshop, InDesign

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