Retro-Römerberg
Nachzügler beim Wettbewerb in Frankfurt
Die Dom-Römer GmbH in Frankfurt meldet, dass im Wettbewerb „Dom-Römer-Bebauung“ nun auch die Preisträger für die beiden Parzellen Markt 40 sowie Markt 7 feststehen. Die Preisträger sind:
Markt 40
1. Preis: Jordi & Keller Architekten, Berlin
2. Preis: Eingartner Khorrami Architekten, Leipzig
Anerkennung: Walter A. Noebel Architekt, Berlin
Markt 7
2. Preis: dreibund architekten , Bochum
2. Preis: Helmut Riemann Architekten, Lübeck
Anerkennung: Michael A. Landes Architekt, Frankfurt
In der ersten Entscheidungsrunde des Wettbewerbs im März dieses Jahres wurden 36 Preise an 23 Preisträger vergeben (siehe BauNetz-Meldung vom 24. März 2011). Für die beiden Parzellen Markt 40 und 7 konnte jedoch keiner der eingereichten Entwürfe überzeugen. In einem zweiten Schritt wurden deshalb alle Preis- und Anerkennungsträger aufgefordert, Entwürfe für die beiden ausstehenden Parzellen zu entwickeln. Per Los wurde ihnen eine der beiden Parzellen zugeordnet. 20 Architekturbüros reichten bis zum Stichtag ihre Entwürfe ein, sodass dem Preisgericht unter Vorsitz von Christoph Mäckler jeweils zehn Entwürfe für die Neubauten Markt 40 und 7 vorlagen.
In beiden Fällen handelt es sich um Parzellen an prominenter Stelle. Markt 40 markiert den „Eingang“ zum Dom-Römer-Areal. Es wird als erstes Gebäude des neu gestalteten Quartiers vom Römerberg aus zu sehen sein. Die besondere Schwierigkeit bei der Gestaltung des Gebäudes ergab sich auch daraus, dass das Haus keinen einzigen rechten Winkel aufweist. Das Haus Markt 7 ist ein Nachbargebäude der Goldenen Waage und übernimmt als Erschließungsgebäude eine wichtige Schlüsselfunktion.
Nach der Entscheidung des Preisgerichtes werden die politischen Entscheidungsträger für Parzellen, für die es mehr als einen Preisträger gibt, einen auswählen und mit der weiteren Planung beauftragen. Die Dom-Römer GmbH erwartet eine Entscheidung im Frühjahr 2012. Ab 2013 könnten die ersten Neubauten entstehen.
Die ausgewählten Entwürfe werden auf der Internetseite www.domroemer.de vorgestellt. Eine öffentliche Ausstellung ist Ende des Jahres geplant.
lieblich, verkitscht, retro, ja- darüber kann man sich streiten. aber sie entsprechen ziemlich genau dem, was ein normaler deutschlandbesucher oder -bewohner als "hübsch" bezeichnen würde. ist das grundsätzlich verkehrt, "hübsch" zu bauen?
die grundrisse sind gekonnt gelöst, die wohnungen werden sicher angenehm. und dämmputz sucht man zum glück vergebens. auch den einbau der spolien beim jordi+keller-gebäude kann man loben. weniger langeweile in der architektur, mehr regionale ortsbezüge. mut zu ausdrucksstarker architektur! und dächer, wie habe ich steildächer vermisst in der aktuellen deutschen architektur, wo wir doch so eine schöne dachtradition haben.