Gedruckte Mammutbäume
Kiosk am Berliner Gleisdreieck
Eröffnet ist der erste Abschnitt des Parks am Berliner Gleisdreieck schon eine Weile (siehe BauNetz-Meldung vom 30. August 2011), nun gibt es dort auch endlich etwas zu trinken. Am östlichen Haupteingang des Parks haben die beiden Architekten Grischa Leifheit und Jörg Wessendorf einen kleinen Pavillon errichtet, der neben einem Kiosk auch öffentliche Toiletten beherbergt.
Passend zum weithin sichtbaren Ort haben die Architekten ein Volumen entwickelt, das sich spielerisch einer eindeutigen Wahrnehmung entzieht. Aus manchen Perspektiven erscheint es scharf geschnitten wie ein Schiffsbug, aus anderen eher asymmetrisch skulptural oder gedrungen schwer mit Satteldach. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die geschlossene Oberfläche, die, außer Verkaufsklappen und Toilettentüren keinerlei Details erkennen lässt.
Das eigentliche Geheimnis des kleinen Gebäudes kommt aber so offensichtlich daher, dass es zunächst kaum auffällt. Denn was nach rohen Holzbrettern aussieht, müsste der Maserung nach schon von riesigen Mamutbäumen stammen. Erst der Tastsinn bringt Klarheit: Die Oberfläche besteht aus Hochpresslaminat-Platten, die mit einem hochskalierten Holzmuster versehen wurden. Der natürlichen Rohstoffquelle wird so Referenz erwiesen, die Künstlichkeit des Materials aber nicht versteckt.
vielleicht sollten Sie sich einmal mit dem begriff der inklusion beschäftigen. wie es auch viele andere (architektInnen) tun sollten!
Das dritte WC ist lediglich barrierefrei/behindertengerecht
Deine Sorge wegen des Dachüberstandes ist unbegründet. Welches Material hat die Fassade?? Na...na....???