Levin Monsigny Landschaftsarchitekten
Brunnenstraße 181
D-10119 Berlin
T +49 30.4405 3184
F +49 30.4405 3175
mail@levin-monsigny.com
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Carlebach Park - Stadtteilpark im Hochschulstadtteil, Lübeck
Auftraggeber: Hochschulstadtteil Entwicklungsgesellschaft mbH
Wettbewerb: 1. Preis, Januar 2003
Fertigstellung: September 2005
Die historisch gewachsene Symmetrie der Krankenhausanlage ist Ausgangspunkt des Hochschulstadtteils Lübecks. Ihre Achse ist Referenz und Formgeber der zentralen Quartiersfläche, des neuen Stadtteilparks. Er verbindet die Patientenhäuser des Krankenhauses, den Campus und das angrenzende Quartier und wird so zur Schnittstelle und zum gemeinsamen Mittelpunkt für die Menschen, die sich hier aufhalten. Diese Überlagerung und Nutzungsvielfalt ist beste Voraussetzung für einen lebendigen Freiraum.
Wesentliches Merkmal des neuen Parks ist die differenzierte Verwendung von Bäumen. Als zentrale Raumbildner thematisieren und inszenieren sie die prägnante städtebauliche Figur der Parkachse. Dabei reagieren sie auf Einflüsse, „Störungen“ des Umfeldes, Asymmetrien von Raumkanten und Nutzungsintensitäten der angrenzenden Bebauung.
Durch ihre Anordnung gliedern sie die große Fläche des Parks in nachvollziehbare Einheiten. Sie erzeugen unterschiedliche Situationen der Dichte und der Leere, die auch unterschiedliche Nutzungen suggerieren.
Es entsteht eine Folge von vertrauten klassischen Freiraumtypen, darunter: die großzügige städtische Esplanade auf der Nordseite des Stadtparks mit dem Gegenüber der Promenade, dazwischen der weitläufige Boulingrin mit seiner vielseitig nutzbaren Rasenfläche; der baumbestandene Campus des lebendigen Universitätsquartiers und der ruhige, kontemplative Krankenhauspark im Osten der Anlage.
Vor allem aber führen die Bäume den Park über seine gesamte Länge zu einem untrennbaren räumlichen Kontinuum zusammen: Mit ihren vielfältigen räumlichen und funktionalen Wechselbeziehungen bilden die beschriebenen Freiräume gemeinsam die Identität des neuen Stadtteilparks. Die Kombination der Freiräume untereinander und die Form ihrer Durchgestaltung ergibt – trotz der Verwendung traditioneller Elemente – eine unverkennbar zeitgemäße Antwort auf die vielfältigen Ansprüche.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
Wettbewerb: 1. Preis, Januar 2003
Fertigstellung: September 2005
Die historisch gewachsene Symmetrie der Krankenhausanlage ist Ausgangspunkt des Hochschulstadtteils Lübecks. Ihre Achse ist Referenz und Formgeber der zentralen Quartiersfläche, des neuen Stadtteilparks. Er verbindet die Patientenhäuser des Krankenhauses, den Campus und das angrenzende Quartier und wird so zur Schnittstelle und zum gemeinsamen Mittelpunkt für die Menschen, die sich hier aufhalten. Diese Überlagerung und Nutzungsvielfalt ist beste Voraussetzung für einen lebendigen Freiraum.
Wesentliches Merkmal des neuen Parks ist die differenzierte Verwendung von Bäumen. Als zentrale Raumbildner thematisieren und inszenieren sie die prägnante städtebauliche Figur der Parkachse. Dabei reagieren sie auf Einflüsse, „Störungen“ des Umfeldes, Asymmetrien von Raumkanten und Nutzungsintensitäten der angrenzenden Bebauung.
Durch ihre Anordnung gliedern sie die große Fläche des Parks in nachvollziehbare Einheiten. Sie erzeugen unterschiedliche Situationen der Dichte und der Leere, die auch unterschiedliche Nutzungen suggerieren.
Es entsteht eine Folge von vertrauten klassischen Freiraumtypen, darunter: die großzügige städtische Esplanade auf der Nordseite des Stadtparks mit dem Gegenüber der Promenade, dazwischen der weitläufige Boulingrin mit seiner vielseitig nutzbaren Rasenfläche; der baumbestandene Campus des lebendigen Universitätsquartiers und der ruhige, kontemplative Krankenhauspark im Osten der Anlage.
Vor allem aber führen die Bäume den Park über seine gesamte Länge zu einem untrennbaren räumlichen Kontinuum zusammen: Mit ihren vielfältigen räumlichen und funktionalen Wechselbeziehungen bilden die beschriebenen Freiräume gemeinsam die Identität des neuen Stadtteilparks. Die Kombination der Freiräume untereinander und die Form ihrer Durchgestaltung ergibt – trotz der Verwendung traditioneller Elemente – eine unverkennbar zeitgemäße Antwort auf die vielfältigen Ansprüche.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
Repräsentanz der Bertelsmann AG - Ehemalige Stadtkommandantur, Unter den Linden 1, Berlin –Mitte
Auftraggeber: Bertelsmann AG, Zentrale Bauabteilung, Gütersloh
Gutachterverfahren: 1. Preis, April 2003
Fertigstellung: Juni 2004
Mit der Rekonstruktion der alten Kommandantur wurde in direkter Nachbarschaft zum alten Schlossplatz ein wesentlicher Baustein des Forum Fridericianum wiederhergestellt und ein bedeutendes Ensemble im historischen Stadtraum Berlins weiter vervollständigt. Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Innovation gehen in der rekonstruierten Kommandantur eine Symbiose ein: baulich aber auch inhaltlich. Denn der einstige Wohn- und Arbeitssitz des Berliner Militärkommandanten fungiert nun als Repräsentanz des international agierenden Medienunternehmens Bertelsmann.
Der im öffentlichen Gehweg gelegene Vorgarten stellte von Anfang an eine Ausnahme im Verlauf des Prachtboulevards Unter den Linden dar. Diese so eigenwillige wie liebenswerte Besonderheit war Berechtigung genug, das freiräumliche Thema des Vorgartens zusammen mit dem Gebäude wieder entstehen zu lassen.
Mit Bezug auf historische Kartenwerke Karl Friedrich Schinkels – der wie kein anderer diesen Stadtraum geprägt hat – wird der Vorgarten der Kommandantur in Form zweier Halbkreise gebildet. Tatsächlich geben diese auf den ersten Blick ortsfremden Figuren der Halbkreise eine angemessene Antwort auf die gestellten Ansprüche: Sie verjüngen mit ihrer weichen Form den breiten Gehweg des Boulevards auf den Verlauf der Schlossbrücke und lenken so die Bewegung der Passanten; gleichzeitig geleiten sie mit großzügiger Geste zum Eingang der Kommandantur. Auch fügen sie sich in ihrer klaren Geometrie in die strenge, „preußische“ Architektursprache des Gebäudes.
Die Grundfläche der Gärten wird aus einem hell leuchtenden Kies gebildet und stellt so den Bezug zur Farbgestaltung der Vorderfassade her. Niedrige, metallene Einfassungen nehmen gleichsam assoziativ das Material eines Vorgartenzauns auf und rythmisieren immergrüne Buchsbaumhecken in jeweils unterschiedlich farbigen Sorten.
Aus klassischen Elementen eines repräsentativen Vorgartens bestehend, variiert der Entwurf vertraute Zutaten und findet so zu einer eigenen und unverkennbar zeitgenössischen Interpretation dieses gärtnerischen Themas.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
Gutachterverfahren: 1. Preis, April 2003
Fertigstellung: Juni 2004
Mit der Rekonstruktion der alten Kommandantur wurde in direkter Nachbarschaft zum alten Schlossplatz ein wesentlicher Baustein des Forum Fridericianum wiederhergestellt und ein bedeutendes Ensemble im historischen Stadtraum Berlins weiter vervollständigt. Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Innovation gehen in der rekonstruierten Kommandantur eine Symbiose ein: baulich aber auch inhaltlich. Denn der einstige Wohn- und Arbeitssitz des Berliner Militärkommandanten fungiert nun als Repräsentanz des international agierenden Medienunternehmens Bertelsmann.
Der im öffentlichen Gehweg gelegene Vorgarten stellte von Anfang an eine Ausnahme im Verlauf des Prachtboulevards Unter den Linden dar. Diese so eigenwillige wie liebenswerte Besonderheit war Berechtigung genug, das freiräumliche Thema des Vorgartens zusammen mit dem Gebäude wieder entstehen zu lassen.
Mit Bezug auf historische Kartenwerke Karl Friedrich Schinkels – der wie kein anderer diesen Stadtraum geprägt hat – wird der Vorgarten der Kommandantur in Form zweier Halbkreise gebildet. Tatsächlich geben diese auf den ersten Blick ortsfremden Figuren der Halbkreise eine angemessene Antwort auf die gestellten Ansprüche: Sie verjüngen mit ihrer weichen Form den breiten Gehweg des Boulevards auf den Verlauf der Schlossbrücke und lenken so die Bewegung der Passanten; gleichzeitig geleiten sie mit großzügiger Geste zum Eingang der Kommandantur. Auch fügen sie sich in ihrer klaren Geometrie in die strenge, „preußische“ Architektursprache des Gebäudes.
Die Grundfläche der Gärten wird aus einem hell leuchtenden Kies gebildet und stellt so den Bezug zur Farbgestaltung der Vorderfassade her. Niedrige, metallene Einfassungen nehmen gleichsam assoziativ das Material eines Vorgartenzauns auf und rythmisieren immergrüne Buchsbaumhecken in jeweils unterschiedlich farbigen Sorten.
Aus klassischen Elementen eines repräsentativen Vorgartens bestehend, variiert der Entwurf vertraute Zutaten und findet so zu einer eigenen und unverkennbar zeitgenössischen Interpretation dieses gärtnerischen Themas.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
„Akademieplatz“ an der Rudower Chaussee, Berlin - Adlershof
Auftraggeber: BAAG Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft mbH
Gutachterverfahren: 1. Preis, Sept. 2001
Fertigstellung: Juni 2004
Der „Akademieplatz“ ist Teil des Grünsystems im neuen Stadtteil Adlershof, dem modernen Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlins. Von Norden kommend liegt der Platz in der Sichtachse der Rudower Chaussee; er wird zum Orientierungspunkt und grünen Bild innerhalb des Stadtraums. Gleichzeitig ist seine Fläche Bestandteil des denkmalgeschützten Gebäudeensembles der ehemaligen Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, dessen regelmäßige Fassadengestaltung den Charakter des Umfeldes prägt. Mit einem modernen Informationspavillon des heutigen Nutzers wurde am Platzrand ein weiterer Akzent geschaffen: Der Akademieplatz wird zum repräsentativen Eingang des Ensembles.
Im Zuge der Umgestaltung wird die Fläche des Akademieplatzes aus den Materialien des denkmalgeschützten Areals hergestellt. Rasen, Pflanzungen und Wegedecken aus hellem Kalksteinpflaster wechseln sich ab: Ihre Anordnung differenziert den Platz in einen öffentlicheren Bereich um den Informationspavillon und einen ruhigeren Bereich, der in den L-förmigen Baukörper der ehemaligen Versuchsanstalt eingebettet ist. So blickt man aus dem Haus in einen grünen Raum: Frei stehende Ebereschen strukturieren die offene Rasenfläche und bilden lebendige Raumfolgen. Ihre lockere Anordnung und ihr transparent gefiedertes Laub belassen wechselnde Durchblicke zwischen Straße und Gebäude. Die Blüte, der prächtige Fruchtschmuck und die orange-rote Herbstfärbung der Blätter bilden farbige Akzente in den verschiedenen Jahreszeiten.
Um den Informationspavillon herum entsteht eine kleine Platzfläche aus hellem Kalksteinpflaster. Kleine „Zierfenster“ liegen auf dieser steinernen Fläche, führen auf den Rasen und verbinden beide Bereiche miteinander. Ihre Materialität nimmt Bezug auf die Grundfläche des Pavillons, Gliederung und Proportion entsprechen wiederum den Fenstern der alten Gebäude. Setzt man sich auf die benachbarten Bänke, so erblickt man Seltsames: Niedrige Pflanzen und metallene Zeichen finden sich in den dunklen Füllungen der „Zierfenster“. Die Gedanken schweifen ab zu Sinn und Bedeutung dieser rätselhaften wissenschaftlichen Symbole.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
Gutachterverfahren: 1. Preis, Sept. 2001
Fertigstellung: Juni 2004
Der „Akademieplatz“ ist Teil des Grünsystems im neuen Stadtteil Adlershof, dem modernen Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlins. Von Norden kommend liegt der Platz in der Sichtachse der Rudower Chaussee; er wird zum Orientierungspunkt und grünen Bild innerhalb des Stadtraums. Gleichzeitig ist seine Fläche Bestandteil des denkmalgeschützten Gebäudeensembles der ehemaligen Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, dessen regelmäßige Fassadengestaltung den Charakter des Umfeldes prägt. Mit einem modernen Informationspavillon des heutigen Nutzers wurde am Platzrand ein weiterer Akzent geschaffen: Der Akademieplatz wird zum repräsentativen Eingang des Ensembles.
Im Zuge der Umgestaltung wird die Fläche des Akademieplatzes aus den Materialien des denkmalgeschützten Areals hergestellt. Rasen, Pflanzungen und Wegedecken aus hellem Kalksteinpflaster wechseln sich ab: Ihre Anordnung differenziert den Platz in einen öffentlicheren Bereich um den Informationspavillon und einen ruhigeren Bereich, der in den L-förmigen Baukörper der ehemaligen Versuchsanstalt eingebettet ist. So blickt man aus dem Haus in einen grünen Raum: Frei stehende Ebereschen strukturieren die offene Rasenfläche und bilden lebendige Raumfolgen. Ihre lockere Anordnung und ihr transparent gefiedertes Laub belassen wechselnde Durchblicke zwischen Straße und Gebäude. Die Blüte, der prächtige Fruchtschmuck und die orange-rote Herbstfärbung der Blätter bilden farbige Akzente in den verschiedenen Jahreszeiten.
Um den Informationspavillon herum entsteht eine kleine Platzfläche aus hellem Kalksteinpflaster. Kleine „Zierfenster“ liegen auf dieser steinernen Fläche, führen auf den Rasen und verbinden beide Bereiche miteinander. Ihre Materialität nimmt Bezug auf die Grundfläche des Pavillons, Gliederung und Proportion entsprechen wiederum den Fenstern der alten Gebäude. Setzt man sich auf die benachbarten Bänke, so erblickt man Seltsames: Niedrige Pflanzen und metallene Zeichen finden sich in den dunklen Füllungen der „Zierfenster“. Die Gedanken schweifen ab zu Sinn und Bedeutung dieser rätselhaften wissenschaftlichen Symbole.
Fotos: Claas Dreppenstedt, Berlin
Öffentliche Räume auf der Museumsinsel,Berlin – Mitte
Auftraggeber: Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Wettbewerb: 1. Preis, Februar 2001
Phase: 2-8
Bearbeitung: seit Januar 2002
Nach Instandsetzung und Ergänzung der prächtigen Bauten auf Basis des „Masterplanes Museumsinsel“ wird die Vision Friedrich Wilhelms VI. endlich Realität: Die alte Spree-Insel mit ihren bedeutenden Sammlungen entwickelt sich zu einer „Freistätte für Kunst und Wissenschaften“. Ihre Freiräume – teils große Höfe, teils schmale Gassen – werden vollständig öffentlich begehbar sein. Inmitten der Metropole Berlin entsteht ein Areal mit vielen Orten, die zum Verweilen und Flanieren, zum Träumen und Entdecken einladen.
Die Außenanlagen werden in drei Kategorien gegliedert, die unterschiedlichen gestalterischen Regeln folgen: Straßenräume als funktionale Elemente des Stadtraums, Freiräume der Insel als „Orte der Entrückung“ sowie der Verlauf der Stadtbahn als Einschnitt in das Stadtgefüge.
Der Straßenraum wird in Geometrie, Material und Ausstattung ortsüblich und funktional hergestellt. Die Freiräume der Insel jedoch werden aus einem sandfarbenen Naturstein belegt – dem Grundgestein der Insel. Alle erforderlichen Einbauten entwickeln sich aus diesem Stein, kommen gleichsam aus ihm hervor – so auch die Vegetation. Variationen dieses Gedankens reagieren auf Stimmungen der einzelnen Orte und verstärken sie: Es entsteht der Domgarten neben dem Alten Museum, der Platz am Kupfergraben mit dem neuen, gläsernen Eingangsgebäude, der Skulpturengarten an der Alten Nationalgalerie, der Platz hinter dem Pergamonmuseum bis hin zur Inselspitze am Bodemuseum.
Die Fläche unter der Stadtbahn wird aus Metall nachgezeichnet. In jedem Pfeilersegment wird – als Option für temporäre Installationen – eine Glas-Vitrine in das Material eingelassen. Ihre wechselnden Geometrien finden sich als Metallscheiben unter der Decke der Gleise wieder. Ein fremdes Licht dringt aus den Einschnitten der Grundfläche und der Decke und betont das Fremdartige dieser Räume.
Gläserne Blickpunkte im Verlauf der „Archäologischen Promenade“, dem geplanten unterirdischen Verbindungsgang der Museen, und transparente Balkone - kleine Neugierden – als Endpunkte der schmalen Museumsgassen am Kupfergraben bilden weitere neue Akzente auf der Insel.
vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Wettbewerb: 1. Preis, Februar 2001
Phase: 2-8
Bearbeitung: seit Januar 2002
Nach Instandsetzung und Ergänzung der prächtigen Bauten auf Basis des „Masterplanes Museumsinsel“ wird die Vision Friedrich Wilhelms VI. endlich Realität: Die alte Spree-Insel mit ihren bedeutenden Sammlungen entwickelt sich zu einer „Freistätte für Kunst und Wissenschaften“. Ihre Freiräume – teils große Höfe, teils schmale Gassen – werden vollständig öffentlich begehbar sein. Inmitten der Metropole Berlin entsteht ein Areal mit vielen Orten, die zum Verweilen und Flanieren, zum Träumen und Entdecken einladen.
Die Außenanlagen werden in drei Kategorien gegliedert, die unterschiedlichen gestalterischen Regeln folgen: Straßenräume als funktionale Elemente des Stadtraums, Freiräume der Insel als „Orte der Entrückung“ sowie der Verlauf der Stadtbahn als Einschnitt in das Stadtgefüge.
Der Straßenraum wird in Geometrie, Material und Ausstattung ortsüblich und funktional hergestellt. Die Freiräume der Insel jedoch werden aus einem sandfarbenen Naturstein belegt – dem Grundgestein der Insel. Alle erforderlichen Einbauten entwickeln sich aus diesem Stein, kommen gleichsam aus ihm hervor – so auch die Vegetation. Variationen dieses Gedankens reagieren auf Stimmungen der einzelnen Orte und verstärken sie: Es entsteht der Domgarten neben dem Alten Museum, der Platz am Kupfergraben mit dem neuen, gläsernen Eingangsgebäude, der Skulpturengarten an der Alten Nationalgalerie, der Platz hinter dem Pergamonmuseum bis hin zur Inselspitze am Bodemuseum.
Die Fläche unter der Stadtbahn wird aus Metall nachgezeichnet. In jedem Pfeilersegment wird – als Option für temporäre Installationen – eine Glas-Vitrine in das Material eingelassen. Ihre wechselnden Geometrien finden sich als Metallscheiben unter der Decke der Gleise wieder. Ein fremdes Licht dringt aus den Einschnitten der Grundfläche und der Decke und betont das Fremdartige dieser Räume.
Gläserne Blickpunkte im Verlauf der „Archäologischen Promenade“, dem geplanten unterirdischen Verbindungsgang der Museen, und transparente Balkone - kleine Neugierden – als Endpunkte der schmalen Museumsgassen am Kupfergraben bilden weitere neue Akzente auf der Insel.
Lianghzu Culture Museum, Hangzhou - China
Auftraggeber: Zhejiang Narada Real Estate Group Co., Ltd.
Architektur: David Chipperfield Architects, Berlin
Bearbeitung: seit Mai 2004
Ungefähr 200 Kilometer südlich von Shanghai, unweit von Hangzhou – der Stadt am unvergleichlich schönen Westsee (Xi Hu) – entsteht Liangzhu Cultural Village. Namenspate dieser neuen Stadt ist die bedeutende Liangzhu-Kultur, die 3.300 bis 2.250 v. Chr. in dieser fernöstlichen Region beheimatet war.
Als » History District« wird ein benachbartes Tal zu einer großflächigen künstlichen Parklandschaft umgestaltet, in die Veranstaltungsorte und öffentliche Institutionen integriert werden. Den Endpunkt des Tales bildet das Lianghzu Culture Museum.
Der ca. 8 Hektar große Museumspark entwickelt sich aus der neu angelegten Landschaft: Zwischen den bewaldeten Hügelketten verlaufen sanft modellierte Rasenflächen. Einzelne Baumgruppen bilden wechselnde Raumfolgen und akzentuieren Sichtbeziehungen. Sie verdichten sich am Parkrand zu einem geschlossenen Waldsaum, um die in der Nachbarschaft verbliebenen Gewerbeflächen auszublenden. Ein naturhaft geschwungener Flusslauf bildet das Zentrum des langgestreckten Tales. Um den Baukörper des Museums weitet er sich zu einer seeartigen Wasserfläche auf.
Auf der Grundfläche des Parks – so die entwurfliche Fiktion – suchen Forscher heute immer noch Zeugnisse der längst untergegangenen Lianghzu-Kultur, die einst aus einer hochentwickelten Zivilisation mit großen handwerklichen Fähigkeiten hervorging. Die Archäologen graben die Erde behutsam Schicht für Schicht ab, bis sie auf Fundstücke dieser Epoche stoßen. Sie finden Waffen, Werkzeuge und Schmuckstücke, zumeist gefertigt aus Jade.
So kann der Besucher des Museums auch verschiedene introvertierte Gartenräume für sich entdecken, die in die Topographie des großen Parks eingebettet sind. Durch schmale, scheinbar provisorische Zugänge erreicht man kleine, verwunschene Orte mit variierenden Steinfiguren. Auf dem Erdreich dieser Abgrabungen ist inzwischen eine besondere Pflanzenwelt entstanden, die Wände sind zu schräg gelagerten Bändern aus Travertin versteinert. Bereits geborgene Fundstücke wurden von den Ausgrabungsstätten zum Museum transportiert und dort gründlich gereinigt. Sie werden nun in den Höfen des Gebäudes der Öffentlichkeit präsentiert.
Architektur: David Chipperfield Architects, Berlin
Bearbeitung: seit Mai 2004
Ungefähr 200 Kilometer südlich von Shanghai, unweit von Hangzhou – der Stadt am unvergleichlich schönen Westsee (Xi Hu) – entsteht Liangzhu Cultural Village. Namenspate dieser neuen Stadt ist die bedeutende Liangzhu-Kultur, die 3.300 bis 2.250 v. Chr. in dieser fernöstlichen Region beheimatet war.
Als » History District« wird ein benachbartes Tal zu einer großflächigen künstlichen Parklandschaft umgestaltet, in die Veranstaltungsorte und öffentliche Institutionen integriert werden. Den Endpunkt des Tales bildet das Lianghzu Culture Museum.
Der ca. 8 Hektar große Museumspark entwickelt sich aus der neu angelegten Landschaft: Zwischen den bewaldeten Hügelketten verlaufen sanft modellierte Rasenflächen. Einzelne Baumgruppen bilden wechselnde Raumfolgen und akzentuieren Sichtbeziehungen. Sie verdichten sich am Parkrand zu einem geschlossenen Waldsaum, um die in der Nachbarschaft verbliebenen Gewerbeflächen auszublenden. Ein naturhaft geschwungener Flusslauf bildet das Zentrum des langgestreckten Tales. Um den Baukörper des Museums weitet er sich zu einer seeartigen Wasserfläche auf.
Auf der Grundfläche des Parks – so die entwurfliche Fiktion – suchen Forscher heute immer noch Zeugnisse der längst untergegangenen Lianghzu-Kultur, die einst aus einer hochentwickelten Zivilisation mit großen handwerklichen Fähigkeiten hervorging. Die Archäologen graben die Erde behutsam Schicht für Schicht ab, bis sie auf Fundstücke dieser Epoche stoßen. Sie finden Waffen, Werkzeuge und Schmuckstücke, zumeist gefertigt aus Jade.
So kann der Besucher des Museums auch verschiedene introvertierte Gartenräume für sich entdecken, die in die Topographie des großen Parks eingebettet sind. Durch schmale, scheinbar provisorische Zugänge erreicht man kleine, verwunschene Orte mit variierenden Steinfiguren. Auf dem Erdreich dieser Abgrabungen ist inzwischen eine besondere Pflanzenwelt entstanden, die Wände sind zu schräg gelagerten Bändern aus Travertin versteinert. Bereits geborgene Fundstücke wurden von den Ausgrabungsstätten zum Museum transportiert und dort gründlich gereinigt. Sie werden nun in den Höfen des Gebäudes der Öffentlichkeit präsentiert.





