KSP Jürgen Engel Architekten
Hanauer Landstraße 287-289
D-60314 Frankfurt am Main
T +49 (0) 69. 94 43 94-0
F +49 (0) 69. 94 43 94-38
sekretariat@f.ksp-architekten.de
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Chinesische Nationalbibliothek, Peking
Peking, ChinaEin internationaler Wettbewerb mit neun vorausgewählten Teilnehmern aus China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA. Aufgabe ist die Erweiterung der bestehenden Bibliothek um einen zweiten Bauabschnitt mit einer Fläche von 77.000m² für ca. 12 Mio. Bücher. Ein wichtiger zukunftsweisender Bestandteil der Erweiterung der bestehenden Bibliothek ist die "Digitale Bibliothek". Von historisch und kulturell jedoch kaum zu übertreffender Bedeutung ist die "Si Ku Quan Shu" - Sammlung, die ebenfalls im neuen Bau untergebracht werden soll. Der Entwurfsbeitrag von KSP Engel und Zimmermann gliedert sich sowohl architektonisch als auch inhaltlich in drei wesentliche Bereiche:
• der erhöhte Sockel - die klassische Bibliothek mit der historischen "Si Ku Quan Shu"
- die Vergangenheit
• die Säulen - eine Zone zur Interaktion des Volkes mit dem kulturhistorischen Erbe
- die Gegenwart
• das schwebende Dach - die digitale Bibliothek
- die Zukunft.
Die drei Elemente - der erhöhte Sockel, die Säulen und das Dach - sind auch in der chinesischen Bauhistorie stilistische Elemente die ursprünglich bedeutenden, meist öffentlichen Bauten vorbehalten waren. So greift der Entwurf diese Elemente in Form einer zeitgenössischen Interpretation bewußt auf und stellt das Gebäude so auch formal in den seiner Funktion angemessenen historischen Zusammenhang.
Daten
Bauherr National Library of China
BGF 78.000m²
Wettbewerb 07/2003, 1.Platz
Fertigstellung 06/2008
Fotograf Hans Schlupp, KSP Engel und Zimmermann
Ein internationaler Wettbewerb mit neun vorausgewählten Teilnehmern aus China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA. Aufgabe ist die Erweiterung der bestehenden Bibliothek um einen zweiten Bauabschnitt mit einer Fläche von 77.000 m2 für ca. 12 Mio. Bücher. Ein wichtiger zukunftsweisender Bestandteil der Erweiterung der bestehenden Bibliothek ist die “Digitale Bibliothek”. Von historisch und kulturell jedoch kaum zu übertreffender Bedeutung ist die “Si Ku Quan Shu” - Sammlung, die ebenfalls im neuen Bau untergebracht werden soll. Der Entwurfsbeitrag von KSP Engel und Zimmermann gliedert sich sowohl architektonisch als auch inhaltlich in drei wesentliche Bereiche:
• der erhöhte Sockel – die klassische Bibliothek mit der historischen “Si Ku Quan Shu” – die Vergangenheit
• die Säulen – eine Zone zur Interaktion des Volkes mit dem kulturhistorischen Erbe – die Gegenwart
• das schwebende Dach – die digitale Bibliothek – die Zukunft.
Die drei Elemente – der erhöhte Sockel, die Säulen und das Dach – sind auch in der chinesischen Bauhistorie stilistische Elemente die ursprünglich bedeutenden, meist öffentlichen Bauten vorbehalten waren. So greift der Entwurf diese Elemente in Form einer zeitgenössischen Interpretation bewußt auf und stellt das Gebäude so auch formal in den seiner Funktion angemessenen historischen Zusammenhang
• der erhöhte Sockel - die klassische Bibliothek mit der historischen "Si Ku Quan Shu"
- die Vergangenheit
• die Säulen - eine Zone zur Interaktion des Volkes mit dem kulturhistorischen Erbe
- die Gegenwart
• das schwebende Dach - die digitale Bibliothek
- die Zukunft.
Die drei Elemente - der erhöhte Sockel, die Säulen und das Dach - sind auch in der chinesischen Bauhistorie stilistische Elemente die ursprünglich bedeutenden, meist öffentlichen Bauten vorbehalten waren. So greift der Entwurf diese Elemente in Form einer zeitgenössischen Interpretation bewußt auf und stellt das Gebäude so auch formal in den seiner Funktion angemessenen historischen Zusammenhang.
Daten
Bauherr National Library of China
BGF 78.000m²
Wettbewerb 07/2003, 1.Platz
Fertigstellung 06/2008
Fotograf Hans Schlupp, KSP Engel und Zimmermann
Ein internationaler Wettbewerb mit neun vorausgewählten Teilnehmern aus China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA. Aufgabe ist die Erweiterung der bestehenden Bibliothek um einen zweiten Bauabschnitt mit einer Fläche von 77.000 m2 für ca. 12 Mio. Bücher. Ein wichtiger zukunftsweisender Bestandteil der Erweiterung der bestehenden Bibliothek ist die “Digitale Bibliothek”. Von historisch und kulturell jedoch kaum zu übertreffender Bedeutung ist die “Si Ku Quan Shu” - Sammlung, die ebenfalls im neuen Bau untergebracht werden soll. Der Entwurfsbeitrag von KSP Engel und Zimmermann gliedert sich sowohl architektonisch als auch inhaltlich in drei wesentliche Bereiche:
• der erhöhte Sockel – die klassische Bibliothek mit der historischen “Si Ku Quan Shu” – die Vergangenheit
• die Säulen – eine Zone zur Interaktion des Volkes mit dem kulturhistorischen Erbe – die Gegenwart
• das schwebende Dach – die digitale Bibliothek – die Zukunft.
Die drei Elemente – der erhöhte Sockel, die Säulen und das Dach – sind auch in der chinesischen Bauhistorie stilistische Elemente die ursprünglich bedeutenden, meist öffentlichen Bauten vorbehalten waren. So greift der Entwurf diese Elemente in Form einer zeitgenössischen Interpretation bewußt auf und stellt das Gebäude so auch formal in den seiner Funktion angemessenen historischen Zusammenhang
WestendDuo, Frankfurt/Main
Das WestendDuo an der Bockenheimer Landstraße ist gemessen an seiner Höhe von nur 96 Metern eher eines der kleineren Hochhäuser in Frankfurt, doch ist es durch seine schlichte Eleganz ein neuer Höhepunkt in der Skyline der Mainmetropole. 2001 durch einen Wettbewerb entschieden, realisierte KSP Engel und Zimmermann das Haus in einer der besten Lagen Frankfurts zwischen der Alten Oper und dem Palmengarten.
Spannungsreich nehmen die beiden schlanken Türme des Doppelhochhauses die unterschiedlichen Stadtraster auf. Der Südturm stellt sich parallel zur Bockenheimer Landstraße, während der Nordturm orthogonal zum Stadtraster des Westens steht. Durch diese Verdrehung öffnet sich das Haus zur Alten Oper. Die leicht konvexen Fassaden erzeugen eine dynamische Wirkung entlang der Gebäudelängsachse. Der Blick gleitet so über die Fassaden zu den Ecken und verkürzt perspektivisch deren Länge. Die aufrecht stehenden Fassadenelemente fassen zwei Stockwerke zu einer Einheit und lassen die Türme schlank und elegant wirken.
Das Erdgeschoss als öffentlicher Raum mit Foyer, Bars und Restaurant setzt sich in Beziehung zu seiner Umgebung und sorgt für eine Aufwertung des Stadtraums. Die historische Miquel Villa sowie der alte Baumbestand auf dem Vorplatz zur Bockenheimer Landstraße blieben unberührt und Empfangen die Besucher des Hauses auf einem parkähnlichen Grundstück.
Die Erschließung der oberen Geschosse erfolgt von dem zentralen Foyer im ersten Obergeschoß. Von hier aus können über die zwischen den Bürohausscheiben gelegenen Fahrstühle die darüber liegenden 24 Etagen des Hochhauses sowie die zentrale Konferenzeinheit im östlichen Sockelbau erreicht werden.
Um flexibel auf zukünftige Nutzerwünsche eingehen zu können, ist das Haus für verschiedene Mietkonstellationen konzipiert. Gefaltete Betondecken ermöglichen eine stützenfreie Raumdisposition und minimieren die Bauhöhe, sodass ein Geschoss mehr geplant werden konnte als für die Gebäudehöhe üblich. Das energetisch-ökologische Gesamtkonzept minimiert die Emissionen und den Nettoenergiebedarf.
Spannungsreich nehmen die beiden schlanken Türme des Doppelhochhauses die unterschiedlichen Stadtraster auf. Der Südturm stellt sich parallel zur Bockenheimer Landstraße, während der Nordturm orthogonal zum Stadtraster des Westens steht. Durch diese Verdrehung öffnet sich das Haus zur Alten Oper. Die leicht konvexen Fassaden erzeugen eine dynamische Wirkung entlang der Gebäudelängsachse. Der Blick gleitet so über die Fassaden zu den Ecken und verkürzt perspektivisch deren Länge. Die aufrecht stehenden Fassadenelemente fassen zwei Stockwerke zu einer Einheit und lassen die Türme schlank und elegant wirken.
Das Erdgeschoss als öffentlicher Raum mit Foyer, Bars und Restaurant setzt sich in Beziehung zu seiner Umgebung und sorgt für eine Aufwertung des Stadtraums. Die historische Miquel Villa sowie der alte Baumbestand auf dem Vorplatz zur Bockenheimer Landstraße blieben unberührt und Empfangen die Besucher des Hauses auf einem parkähnlichen Grundstück.
Die Erschließung der oberen Geschosse erfolgt von dem zentralen Foyer im ersten Obergeschoß. Von hier aus können über die zwischen den Bürohausscheiben gelegenen Fahrstühle die darüber liegenden 24 Etagen des Hochhauses sowie die zentrale Konferenzeinheit im östlichen Sockelbau erreicht werden.
Um flexibel auf zukünftige Nutzerwünsche eingehen zu können, ist das Haus für verschiedene Mietkonstellationen konzipiert. Gefaltete Betondecken ermöglichen eine stützenfreie Raumdisposition und minimieren die Bauhöhe, sodass ein Geschoss mehr geplant werden konnte als für die Gebäudehöhe üblich. Das energetisch-ökologische Gesamtkonzept minimiert die Emissionen und den Nettoenergiebedarf.
Dokumentationszentrum Bergen-Belsen
Die Geschichte des Ortes des ehemaligen Lagergeländes Bergen-Belsen ist aufgrund seiner Vielschichtigkeit sowohl vor als auch nach dem 15. April 1945 in sehr differenzierter Weise zu betrachten. Vom Kriegsgefangenenlager unter freiem Himmel bis zum vielfach zonierten Konzentrationslagerkomplex ist das Gelände Zeugnis der während des nationalsozialistischem Terrorregimes verübten Greueltaten. In der Bestandssituation ist das ehemalige Lagergelände überhaupt nicht ablesbar. Um dies zu ändern wird aus dem Gehölzbestand mit einer präzisen Kontur entlang des ehemaligen Lagerzaunes die einstige Lagerfläche herausgearbeitet. Der umgebende Wald wird von allen Laubbäumen bereinigt, sodass die Lagergrenze als klare Kiefernwaldkante ablesbar ist. Der verbleibende Gehölzbestand auf dem Gelände wird behutsam ausgedünnt und von Unterholz befreit, sodass das Lagergelände als Ganzes deutlich lesbar ist. Als weiteren Schritt wird das alte System von Wegen und Barackenstandorten wieder lesbar gemacht und mit der vorhandenen Wegeführung der Nachkriegsplanung überlagert. Ein neuer Zugang über das Dokumentations- und Informationszentrum führt direkt auf den Appellplatz und gibt der Anlage als Gesamtes einen neuen Schwerpunkt. Der Weg dorthin ist als einziger wirklich neuer Weg im Material des Gebäudes (Beton) gehalten und liegt durch eine Aufkantung leicht erhöht auf dem Gelände auf. Die heutige Gestaltung (Gebäude und Weg) liegt also als neue Schicht über der historischen Substanz.
Daten
Bauherr Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten
BGF 6.165m²
BRI 29.880m³
Wettbewerb 02/2003, 1. Preis
Fertigstellung 10/2007
Fotograf Klemens Ortmeyer
Daten
Bauherr Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten
BGF 6.165m²
BRI 29.880m³
Wettbewerb 02/2003, 1. Preis
Fertigstellung 10/2007
Fotograf Klemens Ortmeyer
Carl-Zeiss-Oberschule, Berlin
Das Bildungszentrum ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, der 1995 vom Land Berlin ausgelobt wurde. Eine Stadtbibliothek, Volkshochschule sowie ein Jugendfreizeitclub sind mit der Entscheidung zur Realisierung des Schulgebäudes im Jahr 2002 dem Rotstift zum Opfer gefallen. Unter Beibehaltung des stimmigen städtebaulichen Konzepts wurde die viergeschossige Baumasse um ein Vollgeschoss reduziert. Ein kompakter, ortsbildprägender Baukörper, der sich mäanderförmig um einen zentralen Innenhof entwickelt, fügt sich in das heterogene Umfeld ein. Schüler und Besucher gelangen durch eine große offene Halle, die auf Säulen ruht, in den schmalen Innenhof, das Herz des neuen Baukomplexes. Dieser Hof ist Treff- und Orientierungspunkt. Von hier erschließt sich die gesamte Anlage. Der aufgeständerte Riegel, der die Klassenräume der Oberstufe beherbergt, ist eine rahmende Geste. Im Inneren bildet die durch ein Oberlicht belichtete doppelläufige Treppe den zentralen Knotenpunkt zwischen den separaten Bereichen der einzelnen Jahrgangsstufen. Im Erdgeschoss ist die Aula so angeordnet, dass sie von außen direkt erschlossen werden kann. Zuschaltbare Räume machen die Klassenzimmer erweiterbar und flexibel nutzbar. Die zurückhaltende, sachliche Architektur nimmt auf die Merkmale strenger und klarer Schulbauten der 60er Jahre Bezug und zitiert mit der Farbigkeit der Fassaden die klassische Backsteinarchitektur öffentlicher Berliner Schulen.
Daten
Bauherr Land Berlin
BGF 13.000m²
BRI 50.126m³
Wettbewerb 02/1995, 1. Preis
Fertigstellung 12/2006
Fotograf Klemens Ortmeyer
Daten
Bauherr Land Berlin
BGF 13.000m²
BRI 50.126m³
Wettbewerb 02/1995, 1. Preis
Fertigstellung 12/2006
Fotograf Klemens Ortmeyer
Tianjin Sports Arena
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der renommierten Tianjin Universität wurde die Tianjin Sports Arena eröffnet. Die Tianjin Sports Arena ist Austragungsstätte für universitäre und nationale Sportwettbewerbe und bietet Platz für ca. 5000 Zuschauer. Sie wurde im Auftrag des Tianjin University Department of Campus Construction and Planning nach den Plänen von KSP Jürgen Engel Architekten, Peking/China und in Kooperation mit dem chinesischen Partnerbüro Academy of Architectural Design and Research of Tianjin University errichtet.
Markantes Erkennungszeichen der Sports Arena ist die transluzente Hülle aus gold-farbenen Lochblechpaneelen, die sich zu einer rautenförmigen Struktur fügen und die dynamische Form der Sportarena betonen. Die Leichtigkeit der metallischen Fassade wird durch einen besonderen Effekt nochmals betont: auf die Außenwand der Sportarena, die sich vier Meter hinter der transluzenten Hülle befindet, ist die Struktur des Lochblechs als Schwarz-Weiß Print aufgebracht.
Die zwei Ebenen sind so angelegt, dass durch ihre Überlagerung ein Moiré Effekt entsteht. Die Sports Arena öffnet sich mit zwei großzügigen Foyers in Richtung Hochschulgelände und in Richtung Stadtmitte von Tianjin. An der Kreuzung zwischen Campus und Stadtzentrum stellt der Neubau mit seinen Abmessungen von 120 Metern auf 58 Metern ein wichtiges Bindeglied im städtebaulichen Gefüge dar.
Die beiden Eingangshallen sind jeweils über Eck in die Außenhaut eingeschnitten und erschließen das Gebäude über die Schmalseiten. Die großflächige Verglasung der Foyers erstreckt sich fast über die gesamte Gebäudehöhe von 24 Metern. An den Längsseiten zeichnen die Glasfassaden die Neigung der Zuschauertribünen nach. Auf diese Weise ist die Geometrie des Halleninnenraums auch von Außen ablesbar. Die Wände der Eingangshallen sind in kräftigem Orange gehalten und bilden einen spannungsreichen Kontrast zu den Treppenläufen aus Sichtbeton, die vom Foyer direkt hinauf auf die Zuschauertribünen mit insgesamt rund 4000 Plätzen führen. Weitere 1000 temporäre Zuschauerplätze können an den Längsseiten des Spielfelds eingerichtet werden.
Die Zuschauerränge, deren Bestuhlung in Orange und Grau gehalten ist und mit der Farbgebung der Foyers korrespondiert, flankieren ein 24m x 44m großes Basketball- oder Handballspielfeld. Die Fläche kann auch in kleinere Spielfelder unterteilt werden. Sämtliche Nebenräume wie z.B. Umkleiden sind in den Ebenen unterhalb der Tribünenränge untergebracht.
Der Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten für die Tianjin Sports Arena in Tianjin ist nach verschiedenen Kulturbauten wie z.B. der Chinesischen Nationalbibliothek in Peking, dem Kunstmuseum der Provinz Jiangsu in Nanjing und dem neuen Kunstmuseum in Tianjin, das sich zur Zeit in Planung befindet, der erste Hochschul- bzw. Sportbau, den KSP Jürgen Engel Architekten in China realisieren konnten.
Daten
Bauherr: Tianjin University Department of campus construction and planning
China Partnerbüro: Academy of architectural design and city planning Tianjin University
China Grundstück: ca. 19.620 m² BGF: ca. 13.835m² (davon 13.006m² oberirdisch)
Wettbewerb: 05/2006, 1. Preis
Fertigstellung: 09/2010
Markantes Erkennungszeichen der Sports Arena ist die transluzente Hülle aus gold-farbenen Lochblechpaneelen, die sich zu einer rautenförmigen Struktur fügen und die dynamische Form der Sportarena betonen. Die Leichtigkeit der metallischen Fassade wird durch einen besonderen Effekt nochmals betont: auf die Außenwand der Sportarena, die sich vier Meter hinter der transluzenten Hülle befindet, ist die Struktur des Lochblechs als Schwarz-Weiß Print aufgebracht.
Die zwei Ebenen sind so angelegt, dass durch ihre Überlagerung ein Moiré Effekt entsteht. Die Sports Arena öffnet sich mit zwei großzügigen Foyers in Richtung Hochschulgelände und in Richtung Stadtmitte von Tianjin. An der Kreuzung zwischen Campus und Stadtzentrum stellt der Neubau mit seinen Abmessungen von 120 Metern auf 58 Metern ein wichtiges Bindeglied im städtebaulichen Gefüge dar.
Die beiden Eingangshallen sind jeweils über Eck in die Außenhaut eingeschnitten und erschließen das Gebäude über die Schmalseiten. Die großflächige Verglasung der Foyers erstreckt sich fast über die gesamte Gebäudehöhe von 24 Metern. An den Längsseiten zeichnen die Glasfassaden die Neigung der Zuschauertribünen nach. Auf diese Weise ist die Geometrie des Halleninnenraums auch von Außen ablesbar. Die Wände der Eingangshallen sind in kräftigem Orange gehalten und bilden einen spannungsreichen Kontrast zu den Treppenläufen aus Sichtbeton, die vom Foyer direkt hinauf auf die Zuschauertribünen mit insgesamt rund 4000 Plätzen führen. Weitere 1000 temporäre Zuschauerplätze können an den Längsseiten des Spielfelds eingerichtet werden.
Die Zuschauerränge, deren Bestuhlung in Orange und Grau gehalten ist und mit der Farbgebung der Foyers korrespondiert, flankieren ein 24m x 44m großes Basketball- oder Handballspielfeld. Die Fläche kann auch in kleinere Spielfelder unterteilt werden. Sämtliche Nebenräume wie z.B. Umkleiden sind in den Ebenen unterhalb der Tribünenränge untergebracht.
Der Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten für die Tianjin Sports Arena in Tianjin ist nach verschiedenen Kulturbauten wie z.B. der Chinesischen Nationalbibliothek in Peking, dem Kunstmuseum der Provinz Jiangsu in Nanjing und dem neuen Kunstmuseum in Tianjin, das sich zur Zeit in Planung befindet, der erste Hochschul- bzw. Sportbau, den KSP Jürgen Engel Architekten in China realisieren konnten.
Daten
Bauherr: Tianjin University Department of campus construction and planning
China Partnerbüro: Academy of architectural design and city planning Tianjin University
China Grundstück: ca. 19.620 m² BGF: ca. 13.835m² (davon 13.006m² oberirdisch)
Wettbewerb: 05/2006, 1. Preis
Fertigstellung: 09/2010
KfW Bank, Frankfurt-Bockenheim
Der sechsgeschossige Neubau an der Senckenberganlage befindet sich unmittelbar gegenüber des Gründungsstandortes des Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Das Grundstück ist städtebaulich durch die Villenstruktur des Frankfurter Westends sowie durch die gegenüberliegenden, großen Baukörper des Universitätsgeländes geprägt. Der Neubau soll zwischen den großen Hochschulbauten und der kleinteiligeren Wohnbebauung vermitteln. Als Neuinterpretation und Fortführung des gründerzeitlichen Stadtgrundrisses gliedern vertikale Einschnitte den Gebäuderiegel an der Senckenberganlage in einzelne Baukörper, die in ihren Proportionen die Struktur der Wohnbebauung aufgreifen. Durch seine Höhenstaffelung reagiert der Bürobau auf die unterschiedlichen Gebäudehöhen der Bestandsbebauung.
Die flexible Gebäudestruktur, eine Dreibundanlage, soll neben Einzel- und Zweipersonenbüros ebenso offenere Bürolandschaften wie Kombi- oder Großraumbüros ermöglichen. Einschnitte schaffen eine interessante Raumfolge und bringen Tageslicht ins Innere, insbesondere in den zentralen Bereich, in dem sich die Haupterschließung, Besprechungsräume und Aufenthaltsräume mit Teeküchen befinden.
Die Fassade greift in ihrer Materialität – Naturstein und Glas – Baustoffe der angrenzenden Bestandsgebäude auf. Drei Ebenen gliedern die Fassade: Vertikale Glasfugen teilen das Baukörpervolumen in kleine Einheiten. Horizontale und vertikale Natursteinbänder fassen ein- und zweigeschossige Fassadenbereiche visuell zusammen und verleihen ihnen räumliche Tiefe. Als dritte Ebene sollen das dunkle Eloxal der Profile und Öffnungsflügel sowie des hellen Muschelkalks ein spannungsreiches Fassadenbild erzeugen.
Die flexible Gebäudestruktur, eine Dreibundanlage, soll neben Einzel- und Zweipersonenbüros ebenso offenere Bürolandschaften wie Kombi- oder Großraumbüros ermöglichen. Einschnitte schaffen eine interessante Raumfolge und bringen Tageslicht ins Innere, insbesondere in den zentralen Bereich, in dem sich die Haupterschließung, Besprechungsräume und Aufenthaltsräume mit Teeküchen befinden.
Die Fassade greift in ihrer Materialität – Naturstein und Glas – Baustoffe der angrenzenden Bestandsgebäude auf. Drei Ebenen gliedern die Fassade: Vertikale Glasfugen teilen das Baukörpervolumen in kleine Einheiten. Horizontale und vertikale Natursteinbänder fassen ein- und zweigeschossige Fassadenbereiche visuell zusammen und verleihen ihnen räumliche Tiefe. Als dritte Ebene sollen das dunkle Eloxal der Profile und Öffnungsflügel sowie des hellen Muschelkalks ein spannungsreiches Fassadenbild erzeugen.
Erweiterungsbau Gymnasium Martino-Katharineum, Braunschweig
Städtebauliche Situation | Neubau im historischen Stadtkern von Braunschweig
Das Grundstück ist gekennzeichnet durch seine prominente Lage in direkter Nähe zum Altstadtmarkt im historischen Stadtkern Braun-schweigs. Die unmittelbare Umgebung des Schulgeländes wird durch ein heterogenes Umfeld aus historischer Bebauung und Bauten aus der Zeit des Wiederaufbaus geprägt. Das Gymnasiums Martino – Katharineum besteht an diesem Standort seit 1869 und blickt auf eine insgesamt 600-jährige Tradition zurück. Berühmte Persönlichkeiten wie Carl Friedrich Gauß, Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Louis Spohr sind aus dieser Schule hervor gegangen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde in den
1950er Jahren das Hauptgebäude, die Aula mit der Turnhalle und das Hausmeistergebäude wieder aufgebaut.
Der dreigeschossige Neubau ergänzt das Ensemble und versteht sich als weiterer Baustein im Stadtgefüge. Er respektiert den Bestand, greift stadträumliche Bezüge auf und gibt sich zugleich als Vertreter der Gegenwartsarchitektur zu erkennen.
Der Erweiterungsbau setzt in seiner Kubatur und in Verlängerung der Aula die Bebauung entlang der Breite Straße fort. Stadträumliche Kanten und Höhenbezüge werden aufgenommen, die Gebäudetiefe korrespondiert mit der Tiefe des benachbarten Aulagebäudes. Das zuvor dort gelegene Hausmeistergebäude, das sich nicht für die geplante Nutzung eignete, wurde durch den Neubau ersetzt. Durch den Abbruch des Hausmeisterhauses konnte innerhalb des vorgegebenen Budgets das Raumprogramm sogar um ein drittel erweitert werden. Darüber hinaus wurde der Erweiterungsbau so positioniert, dass das Gebäudeensemble des Martino - Katharineums bei Bedarf um einen weiteren Neubau entlang der Breite Straße ergänzt werden kann.
Die Zugangssituation zum Schulgelände zwischen Aula und Erweiterungsbau wird nun deutlich formuliert und neu gefasst. Der Schulhof wird durch diese Ergänzung gegenüber der Breite Straße abgeschirmt und es entsteht eine geschützte, dreiseitig gerahmte Hofsituation.
Innere Organisation | Nutzungen
Der kubische Baukörper des Neubaus entwickelt sich auf nahezu quadratischem Grundriss. Während der Neubau zur Straße hin eine eher geschlossene Fassade hat und somit die Mauer, welche den Schulhof als Begrenzung einfasst, fortsetzt, öffnet sich das Gebäude zum Schulhof und zur neuen Eingangssituation hin. Das zweigeschossige Foyer ist über die gesamte Höhe zum Schulhof hin verglast. Von dort gelangt man in den Veranstaltungssaal, das sogenannte Forum, das für Konzerte und Veranstaltungen (aller Art) mit einer Bühne ausgestattet ist und eine Bestuhlung mit bis zu 100 Sitzplätzen fasst. Im Erdgeschoss befinden sich überdies Nebenräume wie Toilettenanlagen, Technikräume und ein Stuhllager.
Große, bodentiefe Fensteröffnungen und Türen schaffen im Erdgeschoss eine visuelle und räumliche Verbindung zwischen Neubau und Schulgelände und einen Dialog zwischen Innen- und Außen. Alle Fensteröffnungen sind so gestaltet, dass sie jeweils einen gerahmten Ausblick in die unmittelbare und weitere Umgebung eröffnen und wichtige (stadt-)räumliche Bezüge auch im Inneren erlebbar machen. Sie erleichtern darüber hinaus auch die Orientierung innerhalb des Neubaus.
Eine offene, dynamische Treppe führt vom Foyer hinauf in die Obergeschosse - ein weiteres, notwendiges Treppenhaus dient als zweiter Fluchtweg. Hier befinden sich im ersten Obergeschoss die Mediothek, ein Gruppen- und Sammlungsraum. Im zweiten Obergeschoss befinden sich zwei Musikräume, zwei weitere Gruppenräume sowie ein Sammlungsraum.
Fassade | Materialität und Farbe
Auch in der Materialität und Farbigkeit werden Bezüge hergestellt. Die Fassade des in Stahlbetonbauweise errichteten Schulgebäudes ist ebenso wie die traufständigen Häuser entlang der Breite Straße ver-putzt. Der sandfarbene Putz ist durch seinen Auftrag im groben Besenstrich sehr haptisch gestaltet und bekommt somit eine eigene „Handschrift“. Die zurückhaltende Farbigkeit des Neubaus korres-pondiert mit den hellen Sandsteinfassaden am Altstadtmarkt und den Putzfassaden entlang der Breite Straße. Kontrastierend hierzu sind die Fensteröffnungen sehr präzise durch sogenannte Faschen eingefasst. Die weißen, scharfkantigen Faschen sind auf die Putzfassade aufgesetzt und akzentuieren die unregelmäßige Anordnung der Fensteröffnungen, die jeweils einen besonderen Ausblick rahmen.
Auch im Inneren werden einzelne Elemente farbig akzentuiert. So sind die Treppenhauswand sowie Einbauten wie Garderoben- und Aufbewahrungsschränke und weitere untergeordnete Bauteile in Rot gehalten.
Die leicht zur quadratischen Grundfläche verdrehte Organisation der Innenräume orientiert sich an der Diagonalen Sichtachse zum Portal des Hauptgebäudes und schafft auf diese Weise nicht nur eine spannungsvolle Raumfolge im Inneren, sondern zugleich einen subtilen Bezug zum Bestandsgebäude.
Daten
Bauherr: Stadt Braunschweig, Fachbereich Gebäudemanagement
Nutzer: Gymnasium Martino Katharineum, Braunschweig
Architekt: KSP Jürgen Engel Architekten, Braunschweig
Aufgabe: Erweiterung des Ganztagsbereiches am Gymnasi-um
Martino Katharineum im Zuge des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung
BGF (oberirdisch) ca. 985 m²
Baubeginn 5/ 2010
Fertigstellung 8/ 2011
Eröffnung 8.9.2011
Das Grundstück ist gekennzeichnet durch seine prominente Lage in direkter Nähe zum Altstadtmarkt im historischen Stadtkern Braun-schweigs. Die unmittelbare Umgebung des Schulgeländes wird durch ein heterogenes Umfeld aus historischer Bebauung und Bauten aus der Zeit des Wiederaufbaus geprägt. Das Gymnasiums Martino – Katharineum besteht an diesem Standort seit 1869 und blickt auf eine insgesamt 600-jährige Tradition zurück. Berühmte Persönlichkeiten wie Carl Friedrich Gauß, Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Louis Spohr sind aus dieser Schule hervor gegangen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde in den
1950er Jahren das Hauptgebäude, die Aula mit der Turnhalle und das Hausmeistergebäude wieder aufgebaut.
Der dreigeschossige Neubau ergänzt das Ensemble und versteht sich als weiterer Baustein im Stadtgefüge. Er respektiert den Bestand, greift stadträumliche Bezüge auf und gibt sich zugleich als Vertreter der Gegenwartsarchitektur zu erkennen.
Der Erweiterungsbau setzt in seiner Kubatur und in Verlängerung der Aula die Bebauung entlang der Breite Straße fort. Stadträumliche Kanten und Höhenbezüge werden aufgenommen, die Gebäudetiefe korrespondiert mit der Tiefe des benachbarten Aulagebäudes. Das zuvor dort gelegene Hausmeistergebäude, das sich nicht für die geplante Nutzung eignete, wurde durch den Neubau ersetzt. Durch den Abbruch des Hausmeisterhauses konnte innerhalb des vorgegebenen Budgets das Raumprogramm sogar um ein drittel erweitert werden. Darüber hinaus wurde der Erweiterungsbau so positioniert, dass das Gebäudeensemble des Martino - Katharineums bei Bedarf um einen weiteren Neubau entlang der Breite Straße ergänzt werden kann.
Die Zugangssituation zum Schulgelände zwischen Aula und Erweiterungsbau wird nun deutlich formuliert und neu gefasst. Der Schulhof wird durch diese Ergänzung gegenüber der Breite Straße abgeschirmt und es entsteht eine geschützte, dreiseitig gerahmte Hofsituation.
Innere Organisation | Nutzungen
Der kubische Baukörper des Neubaus entwickelt sich auf nahezu quadratischem Grundriss. Während der Neubau zur Straße hin eine eher geschlossene Fassade hat und somit die Mauer, welche den Schulhof als Begrenzung einfasst, fortsetzt, öffnet sich das Gebäude zum Schulhof und zur neuen Eingangssituation hin. Das zweigeschossige Foyer ist über die gesamte Höhe zum Schulhof hin verglast. Von dort gelangt man in den Veranstaltungssaal, das sogenannte Forum, das für Konzerte und Veranstaltungen (aller Art) mit einer Bühne ausgestattet ist und eine Bestuhlung mit bis zu 100 Sitzplätzen fasst. Im Erdgeschoss befinden sich überdies Nebenräume wie Toilettenanlagen, Technikräume und ein Stuhllager.
Große, bodentiefe Fensteröffnungen und Türen schaffen im Erdgeschoss eine visuelle und räumliche Verbindung zwischen Neubau und Schulgelände und einen Dialog zwischen Innen- und Außen. Alle Fensteröffnungen sind so gestaltet, dass sie jeweils einen gerahmten Ausblick in die unmittelbare und weitere Umgebung eröffnen und wichtige (stadt-)räumliche Bezüge auch im Inneren erlebbar machen. Sie erleichtern darüber hinaus auch die Orientierung innerhalb des Neubaus.
Eine offene, dynamische Treppe führt vom Foyer hinauf in die Obergeschosse - ein weiteres, notwendiges Treppenhaus dient als zweiter Fluchtweg. Hier befinden sich im ersten Obergeschoss die Mediothek, ein Gruppen- und Sammlungsraum. Im zweiten Obergeschoss befinden sich zwei Musikräume, zwei weitere Gruppenräume sowie ein Sammlungsraum.
Fassade | Materialität und Farbe
Auch in der Materialität und Farbigkeit werden Bezüge hergestellt. Die Fassade des in Stahlbetonbauweise errichteten Schulgebäudes ist ebenso wie die traufständigen Häuser entlang der Breite Straße ver-putzt. Der sandfarbene Putz ist durch seinen Auftrag im groben Besenstrich sehr haptisch gestaltet und bekommt somit eine eigene „Handschrift“. Die zurückhaltende Farbigkeit des Neubaus korres-pondiert mit den hellen Sandsteinfassaden am Altstadtmarkt und den Putzfassaden entlang der Breite Straße. Kontrastierend hierzu sind die Fensteröffnungen sehr präzise durch sogenannte Faschen eingefasst. Die weißen, scharfkantigen Faschen sind auf die Putzfassade aufgesetzt und akzentuieren die unregelmäßige Anordnung der Fensteröffnungen, die jeweils einen besonderen Ausblick rahmen.
Auch im Inneren werden einzelne Elemente farbig akzentuiert. So sind die Treppenhauswand sowie Einbauten wie Garderoben- und Aufbewahrungsschränke und weitere untergeordnete Bauteile in Rot gehalten.
Die leicht zur quadratischen Grundfläche verdrehte Organisation der Innenräume orientiert sich an der Diagonalen Sichtachse zum Portal des Hauptgebäudes und schafft auf diese Weise nicht nur eine spannungsvolle Raumfolge im Inneren, sondern zugleich einen subtilen Bezug zum Bestandsgebäude.
Daten
Bauherr: Stadt Braunschweig, Fachbereich Gebäudemanagement
Nutzer: Gymnasium Martino Katharineum, Braunschweig
Architekt: KSP Jürgen Engel Architekten, Braunschweig
Aufgabe: Erweiterung des Ganztagsbereiches am Gymnasi-um
Martino Katharineum im Zuge des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung
BGF (oberirdisch) ca. 985 m²
Baubeginn 5/ 2010
Fertigstellung 8/ 2011
Eröffnung 8.9.2011







