JSWD Architekten
Maternusplatz 11
D-50996 Köln
T +49 (0)221 93 55 50 0
F +49 (0)221 93 55 50 55
info@jswd-architekten.de
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ThyssenKrupp Quartier, Essen
Bauherr: ThyssenKrupp AG
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et Associés, Paris
1. Preis, November 2006
Fertigstellung 2010
Schon im Auslobungstext zum Architektenwettbewerb für das neue ThyssenKrupp Quartier wurde dessen Leitidee mit dem Begriff des „konsistenten Gebäudeensembles“ umschrieben. Nicht eine solitäre, symbolhaft in die Höhe strebende Gebäudemasse, sondern eher eine flächige Struktur, flexibel genug, um auf dynamische Veränderungsprozesse innerhalb des Konzerns zu reagieren, stand im Fokus der Erwartung. Aufgrund der eindeutigen Vorgabe in der Auslobung war es vom Begriff des „konsistenten Gebäudeensembles“ zur Idee einer Campusarchitektur nur ein kleiner, aber konsequenter Schritt.
Das im Entwurf formulierte Konzept verschiedener, auf einem „grünen Teppich“ aus Bäumen, Wegen und kleinen Plätzen angeordneter Einzelgebäude wird unverändert umgesetzt. Das gilt auch für die zentrale, alles ordnende Achse mit dem großen Wasserbecken und die Allee der Welten, in deren hinterem Drittel, abgerückt von der Altendorfer Straße, das neue Headquarter liegt.
Neben diesen übergeordneten städtebaulichen Merkmalen kommt der architektonischen Durcharbeitung des einzelnen Gebäudes große Bedeutung für die künftige Wirkung des Quartiers auf Besucher und Mitarbeiter zu. Ziel ist es, diesem ein möglichst kompaktes und homogenes architektonisches Erscheinungsbild zu geben. Das Vorhandensein einer durchgehenden Architekturhaltung, die einem klaren Leitbild folgt, wird die Qualität des neuen Quartiers ausmachen. Dieses Bild einer starken Einheit wird sich dem Betrachter mitteilen. Im besten Fall wird er es in Zusammenhang mit der Marke ThyssenKrupp bringen und sich einprägen.
Das Prinzip „Schale - Kern“ verbindet als Leitmotiv alle Gebäude auf dem Campus. Städtebaulich umschließen die verschiedenen Gebäude mit ihren Volumina immer eine gemeinsame Mitte. Diese Volumina haben eine Fassade in Richtung der Grünanlagen des Campus und eine in Richtung der Höfe bzw. der Atrien. Dem Prinzip „Schale - Kern“ entsprechend statten wir die Innen- und Außenseiten der Höfe mit zwei verschiedenen Fassadensystemen aus, die in ihrem architektonischen Ausdruck kontrastieren.
Auf dem künftigen Campus dominieren vertikale Fassadenstrukturen. Das heißt, dass Fensteröffnungen oder auch die Teilung fest verglaster Fassaden immer stehende Formate haben. Das Grundmodul bildet dabei das Maß von 1,35 Metern oder ein Segment dieses Maßes. Dieses Raster ist ein gängiges (weil wirtschaftliches) Modulmaß für moderne Arbeitswelten. Es kann und soll auch auf andere Gebäude übertragen werden.
Ein weiteres Mittel zur Stärkung der homogenen Campusarchitektur ist die Verwendung von metallischen Baustoffen in Verbindung mit Glas bei allen Fassadenkonstruktionen. Hier wird aus der Produktpalette des Konzerns geschöpft. Verwendete Materialien sind Edelstahl, Stahl und Titan. Der starke architektonische Auftritt wird somit auch zum Markenauftritt.
Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung: "Die hervorragenden innen- wie außenräumlichen Qualitäten, die in der städtebaulichen Organisation des Entwurfes begründet sind, hebt ihn deutlich über das Niveau der restlichen Arbeiten....Als große Qualität wird die Staffelung der bebauten und unbebauten Flächen erkannt, die eine Verflechtung aller Gebäudestandorte auf dem Campus mit ihren unmittelbaren Freiräumen sowie mit dem zentralen Flanierboulevard ermöglicht...Eine städtebaulich vertraute Struktur erhält durch die großzügige Wasserachse und das Gebäude für das ThyssenKrupp Headquarter eine eigenständige Adresse als städtischer Erlebnisraum. Das Ensemble wird durch die eigenständige, prägnante Form des Headquarters ein „Landmark“ von angemessener Dimension im Zentrum – zum Bild und Ausdruck für ThyssenKrupp. Zusammenfassend weist der Entwurf die notwendigen Stärken auf, um die Grundtypen einer herausstechenden Architektur als Symbol für die Innovationskraft eines Weltkonzerns zu bilden."
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et Associés, Paris
1. Preis, November 2006
Fertigstellung 2010
Schon im Auslobungstext zum Architektenwettbewerb für das neue ThyssenKrupp Quartier wurde dessen Leitidee mit dem Begriff des „konsistenten Gebäudeensembles“ umschrieben. Nicht eine solitäre, symbolhaft in die Höhe strebende Gebäudemasse, sondern eher eine flächige Struktur, flexibel genug, um auf dynamische Veränderungsprozesse innerhalb des Konzerns zu reagieren, stand im Fokus der Erwartung. Aufgrund der eindeutigen Vorgabe in der Auslobung war es vom Begriff des „konsistenten Gebäudeensembles“ zur Idee einer Campusarchitektur nur ein kleiner, aber konsequenter Schritt.
Das im Entwurf formulierte Konzept verschiedener, auf einem „grünen Teppich“ aus Bäumen, Wegen und kleinen Plätzen angeordneter Einzelgebäude wird unverändert umgesetzt. Das gilt auch für die zentrale, alles ordnende Achse mit dem großen Wasserbecken und die Allee der Welten, in deren hinterem Drittel, abgerückt von der Altendorfer Straße, das neue Headquarter liegt.
Neben diesen übergeordneten städtebaulichen Merkmalen kommt der architektonischen Durcharbeitung des einzelnen Gebäudes große Bedeutung für die künftige Wirkung des Quartiers auf Besucher und Mitarbeiter zu. Ziel ist es, diesem ein möglichst kompaktes und homogenes architektonisches Erscheinungsbild zu geben. Das Vorhandensein einer durchgehenden Architekturhaltung, die einem klaren Leitbild folgt, wird die Qualität des neuen Quartiers ausmachen. Dieses Bild einer starken Einheit wird sich dem Betrachter mitteilen. Im besten Fall wird er es in Zusammenhang mit der Marke ThyssenKrupp bringen und sich einprägen.
Das Prinzip „Schale - Kern“ verbindet als Leitmotiv alle Gebäude auf dem Campus. Städtebaulich umschließen die verschiedenen Gebäude mit ihren Volumina immer eine gemeinsame Mitte. Diese Volumina haben eine Fassade in Richtung der Grünanlagen des Campus und eine in Richtung der Höfe bzw. der Atrien. Dem Prinzip „Schale - Kern“ entsprechend statten wir die Innen- und Außenseiten der Höfe mit zwei verschiedenen Fassadensystemen aus, die in ihrem architektonischen Ausdruck kontrastieren.
Auf dem künftigen Campus dominieren vertikale Fassadenstrukturen. Das heißt, dass Fensteröffnungen oder auch die Teilung fest verglaster Fassaden immer stehende Formate haben. Das Grundmodul bildet dabei das Maß von 1,35 Metern oder ein Segment dieses Maßes. Dieses Raster ist ein gängiges (weil wirtschaftliches) Modulmaß für moderne Arbeitswelten. Es kann und soll auch auf andere Gebäude übertragen werden.
Ein weiteres Mittel zur Stärkung der homogenen Campusarchitektur ist die Verwendung von metallischen Baustoffen in Verbindung mit Glas bei allen Fassadenkonstruktionen. Hier wird aus der Produktpalette des Konzerns geschöpft. Verwendete Materialien sind Edelstahl, Stahl und Titan. Der starke architektonische Auftritt wird somit auch zum Markenauftritt.
Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung: "Die hervorragenden innen- wie außenräumlichen Qualitäten, die in der städtebaulichen Organisation des Entwurfes begründet sind, hebt ihn deutlich über das Niveau der restlichen Arbeiten....Als große Qualität wird die Staffelung der bebauten und unbebauten Flächen erkannt, die eine Verflechtung aller Gebäudestandorte auf dem Campus mit ihren unmittelbaren Freiräumen sowie mit dem zentralen Flanierboulevard ermöglicht...Eine städtebaulich vertraute Struktur erhält durch die großzügige Wasserachse und das Gebäude für das ThyssenKrupp Headquarter eine eigenständige Adresse als städtischer Erlebnisraum. Das Ensemble wird durch die eigenständige, prägnante Form des Headquarters ein „Landmark“ von angemessener Dimension im Zentrum – zum Bild und Ausdruck für ThyssenKrupp. Zusammenfassend weist der Entwurf die notwendigen Stärken auf, um die Grundtypen einer herausstechenden Architektur als Symbol für die Innovationskraft eines Weltkonzerns zu bilden."
Luxembourg - gare un quartier de ville
Auftraggeber: Stadt Luxemburg
Internationaler, städtebaulicher Ideenwettbewerb
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et associés, Paris
1. Preis, 2005
Wettbewerbsgebiet: 57 ha
BGF: 464.000 m²
Der städtebauliche Ideenwettbewerb „Luxemburg Bahnhof – ein Stadtviertel“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Atelier d`architecture Chaix & Morel et associés, Paris gewonnen. Die Gesamtkonzeption für den Bahnhof Luxemburg sieht eine vollständige Überdeckung des Gleiskörpers vor. Auf der Oberfläche dieses „Deckels“ soll eine mit öffentlichen Bauten belegte, artifizielle Parklandschaft entstehen. Ein dichtes Wegenetz „vernäht“ die durch die breiten Gleistrassen getrennten Stadtteile Bonnevoie und das Bahnhofviertel. Beide Stadtteile rücken mit ihrer Bebauung an den Park heran und stellen ihn als öffentlichen, identitätsstiftenden Stadtraum frei. Das historische Empfangsgebäude bleibt Hauptzugang und wird mit der neuen zentralen Verteilerhalle auf dem Park-Plateau zum spannungsvollen und leistungsstarken Bahnhofsensemble.
Internationaler, städtebaulicher Ideenwettbewerb
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et associés, Paris
1. Preis, 2005
Wettbewerbsgebiet: 57 ha
BGF: 464.000 m²
Der städtebauliche Ideenwettbewerb „Luxemburg Bahnhof – ein Stadtviertel“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Atelier d`architecture Chaix & Morel et associés, Paris gewonnen. Die Gesamtkonzeption für den Bahnhof Luxemburg sieht eine vollständige Überdeckung des Gleiskörpers vor. Auf der Oberfläche dieses „Deckels“ soll eine mit öffentlichen Bauten belegte, artifizielle Parklandschaft entstehen. Ein dichtes Wegenetz „vernäht“ die durch die breiten Gleistrassen getrennten Stadtteile Bonnevoie und das Bahnhofviertel. Beide Stadtteile rücken mit ihrer Bebauung an den Park heran und stellen ihn als öffentlichen, identitätsstiftenden Stadtraum frei. Das historische Empfangsgebäude bleibt Hauptzugang und wird mit der neuen zentralen Verteilerhalle auf dem Park-Plateau zum spannungsvollen und leistungsstarken Bahnhofsensemble.
Nach der Wettbewerbsentscheidung wurde die Büros JSWD Architekten und Chaix & Morel von der Stadt Luxemburg mit einer städtebaulichen Masterplanung („Plan Directeur“) beauftragt. Grundlage hierfür war eine vorangegangene technische Machbarkeitsstudie, wie die rund 8 Hektar Gleisfläche bei vertretbarem finanziellem Aufwand, laufendem Zugbetrieb und mit einer technisch ausgereiften Konstruktion überbaut werden kann.
Die Studie sowie die städtebaulichen Planungen sind inzwischen mit positivem Ergebnis abgeschlossen. Die Stadt Luxemburg verfolgt das Projekt mit großem Enthusiasmus, nach aktuellen Abstimmungen der politischen Gremien, der Stadtverwaltung und der luxemburgischen Bahn steht der Start der weiteren Planungen kurz bevor.
Die Studie sowie die städtebaulichen Planungen sind inzwischen mit positivem Ergebnis abgeschlossen. Die Stadt Luxemburg verfolgt das Projekt mit großem Enthusiasmus, nach aktuellen Abstimmungen der politischen Gremien, der Stadtverwaltung und der luxemburgischen Bahn steht der Start der weiteren Planungen kurz bevor.
Constantin Höfe Köln - Deutz
Auftraggeber: Hochtief Projektentwicklung GmbH
Hauptnutzer: Atradius Kreditversicherung
BFG: 22.000 m² + 7.000 m² TG
Baukosten: ca. 28,0 Mio. Euro
Fertigstellung: 2006
Im Zentrum der rechtsrheinischen Stadtentwicklung Kölns, in direkter Nachbarschaft zum Stadthaus und dem geplanten ICE - Terminal Köln Messe / Deutz, entsteht ein mäanderförmiger Neubau: die Constantinhöfe. Das Gebäude wendet sich nach Süden der kleinteiligen Deutzer Stadtstruktur zu. Der geplante Constantinplatz, mit Handel und Gastronomie besetzt, bildet den logischen Abschluss einer vorhandenen Verkehrsader aus dem Deutzer Zentrum heraus. Zwei großzügige, adressbildende Atrien öffnen sich nach Norden zu den großmaßstäblichen Nachbarn Bahnhof, Stadthaus und Koelnmesse. Zwei gläserne Wände schützen die begrünten Atrien vor den Emissionen der vorbeiführenden Straße. Ost - und Westseite der Constantinhöfe flankieren die neu definierten Stadträume vor dem Bahnhof und dem Stadthaus.
Hauptnutzer: Atradius Kreditversicherung
BFG: 22.000 m² + 7.000 m² TG
Baukosten: ca. 28,0 Mio. Euro
Fertigstellung: 2006
Im Zentrum der rechtsrheinischen Stadtentwicklung Kölns, in direkter Nachbarschaft zum Stadthaus und dem geplanten ICE - Terminal Köln Messe / Deutz, entsteht ein mäanderförmiger Neubau: die Constantinhöfe. Das Gebäude wendet sich nach Süden der kleinteiligen Deutzer Stadtstruktur zu. Der geplante Constantinplatz, mit Handel und Gastronomie besetzt, bildet den logischen Abschluss einer vorhandenen Verkehrsader aus dem Deutzer Zentrum heraus. Zwei großzügige, adressbildende Atrien öffnen sich nach Norden zu den großmaßstäblichen Nachbarn Bahnhof, Stadthaus und Koelnmesse. Zwei gläserne Wände schützen die begrünten Atrien vor den Emissionen der vorbeiführenden Straße. Ost - und Westseite der Constantinhöfe flankieren die neu definierten Stadträume vor dem Bahnhof und dem Stadthaus.
Hotel Quai de Seine – Hotel und Jugendherberge am Bassin de la Villette in Paris
Auftraggeber: Cofitem-Cofimur
Realisierungswettbewerb, 1. Preis 2004, Fertigstellung 2008
In Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et associés, Paris
Das neu errichtete Gebäude wird als Hotel, Jugendherberge und Restaurant genutzt und steht direkt am Bassin de la Villette im 19. Pariser Arrondissement. Dessen Bewohner schätzen das 700 m lange und 70 m breite Bassin ob seiner Weitläufigkeit und der umgebenden Grünanlagen. Im Sommer sind die Ufer des Beckens dicht bevölkert mit Spaziergängern und Picknick-Gruppen. Das Bassin de la Villette entstand zwischen 1802 und 1808 als repräsentative Aufweitung eines Schifffahrtskanals, der den Nordwesten von Paris durchzieht.
Das von Chaix & Morel und JSWD Architekten für das Unternehmen Cofitem-Cofimur geplante Hotel steht unmittelbar an der Stirnseite des großen Beckens, und zwar an der Stelle eines 1990 abgebrannten historischen Speichergebäudes.
Um 1850 gemeinsam mit einem weiteren, in den Proportionen identischen Getreidespeicher errichtet, beherrschte der Vorgängerbau die Nordwestseite des Bassin de la Villette. Diese als Magasins Généraux bezeichneten Zwillingsbauten waren Teil einer klassizistischen Anlage, die bis zur 1784 errichteten Rotunde, einem von Claude-Nicolas Ledoux entworfenen Zollhaus, an der gegenüberliegenden Seite des Beckens reicht. Durch den Brand von 1990 wurde die Symmetrie des Ensembles zerstört. 2001 kündigte die Stadt Paris an, es wiederherzustellen – eingebettet in eine Gesamtplanung zur Aufwertung des Bassin de la Villette. Mit der Fertigstellung des Hotels in der Kubatur des einstigen Speichers wurde dieses Ziel Wirklichkeit.
Chaix & Morel und JSWD entschieden sich jedoch dagegen, das aus Holz, Stein und Ziegel konstruierte Gebäude in der alten Gestalt zu rekonstruieren. Vielmehr zeichnet ihr im Wettbewerb von 2004 erstplatzierter Entwurf die ursprüngliche Kubatur in Form eines von horizontalen Bändern gefassten Gehäuses aus eloxiertem Aluminium nach.
Innerhalb dieses als Körper transparenten, in seiner Präsenz aber wirksam angedeu-teten Gebäudes befindet sich als „Haus im Haus“ das eigentliche Gebäude. Die räumliche Tiefe der doppelten Fassade lässt Raum für einen Gang, der als Wartungsgang, aber auch als Balkon genutzt werden kann. Zugleich dienen die in einem horizontalen Wellenmuster angeordneten Aluminiumpaneele als Sonnenschutz. Nachts wird die architektonische Hülle farbig hinterleuchtet, und zwar orangerot an den Seiten und in wechselnder Farbe an den Giebelseiten. Die Fassade schimmert dann farbig im Wasser des Beckens.
An seiner Kanalseite wird das Parterre als Restaurant genutzt, im Keller befindet sich eine Diskothek. Die innere Fassade besteht aus vertikalen Holzschalungen.
Bei der Jugendherberge wie auch beim Hotel liegen nahezu alle Zimmer an der Au-ßenseite, an der Hofseite befinden sich vor allem Korridore und Nebenräume.
Mit ihren sechs Etagen umschließen die Gebäude einen länglichen Hof, der sich zum Becken hin öffnet. Diese Idee ist wohl das bemerkenswerteste architektonische Motiv des Gebäudes: Der Binnenraum des schmalen, von hohen Wänden begrenzten Hofes verlängert sich visuell in die Weite der nahen Wasserfläche. Im Zusammenwirken mit der äußeren Gebäudehülle entsteht so ein reizvolles Wechselverhältnis zwischen Innen- und Außenraum. Der in der ersten Etage gelegene Frühstücksraum des Ho-tels öffnet sich ebenerdig zum Garten des Hotels. Von hier aus wie auch aus den Panoramafahrstühlen, mit denen die Hotelgäste ihre Zimmer erreichen, genießt man den Blick über das weite Becken.
Realisierungswettbewerb, 1. Preis 2004, Fertigstellung 2008
In Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et associés, Paris
Das neu errichtete Gebäude wird als Hotel, Jugendherberge und Restaurant genutzt und steht direkt am Bassin de la Villette im 19. Pariser Arrondissement. Dessen Bewohner schätzen das 700 m lange und 70 m breite Bassin ob seiner Weitläufigkeit und der umgebenden Grünanlagen. Im Sommer sind die Ufer des Beckens dicht bevölkert mit Spaziergängern und Picknick-Gruppen. Das Bassin de la Villette entstand zwischen 1802 und 1808 als repräsentative Aufweitung eines Schifffahrtskanals, der den Nordwesten von Paris durchzieht.
Das von Chaix & Morel und JSWD Architekten für das Unternehmen Cofitem-Cofimur geplante Hotel steht unmittelbar an der Stirnseite des großen Beckens, und zwar an der Stelle eines 1990 abgebrannten historischen Speichergebäudes.
Um 1850 gemeinsam mit einem weiteren, in den Proportionen identischen Getreidespeicher errichtet, beherrschte der Vorgängerbau die Nordwestseite des Bassin de la Villette. Diese als Magasins Généraux bezeichneten Zwillingsbauten waren Teil einer klassizistischen Anlage, die bis zur 1784 errichteten Rotunde, einem von Claude-Nicolas Ledoux entworfenen Zollhaus, an der gegenüberliegenden Seite des Beckens reicht. Durch den Brand von 1990 wurde die Symmetrie des Ensembles zerstört. 2001 kündigte die Stadt Paris an, es wiederherzustellen – eingebettet in eine Gesamtplanung zur Aufwertung des Bassin de la Villette. Mit der Fertigstellung des Hotels in der Kubatur des einstigen Speichers wurde dieses Ziel Wirklichkeit.
Chaix & Morel und JSWD entschieden sich jedoch dagegen, das aus Holz, Stein und Ziegel konstruierte Gebäude in der alten Gestalt zu rekonstruieren. Vielmehr zeichnet ihr im Wettbewerb von 2004 erstplatzierter Entwurf die ursprüngliche Kubatur in Form eines von horizontalen Bändern gefassten Gehäuses aus eloxiertem Aluminium nach.
Innerhalb dieses als Körper transparenten, in seiner Präsenz aber wirksam angedeu-teten Gebäudes befindet sich als „Haus im Haus“ das eigentliche Gebäude. Die räumliche Tiefe der doppelten Fassade lässt Raum für einen Gang, der als Wartungsgang, aber auch als Balkon genutzt werden kann. Zugleich dienen die in einem horizontalen Wellenmuster angeordneten Aluminiumpaneele als Sonnenschutz. Nachts wird die architektonische Hülle farbig hinterleuchtet, und zwar orangerot an den Seiten und in wechselnder Farbe an den Giebelseiten. Die Fassade schimmert dann farbig im Wasser des Beckens.
An seiner Kanalseite wird das Parterre als Restaurant genutzt, im Keller befindet sich eine Diskothek. Die innere Fassade besteht aus vertikalen Holzschalungen.
Bei der Jugendherberge wie auch beim Hotel liegen nahezu alle Zimmer an der Au-ßenseite, an der Hofseite befinden sich vor allem Korridore und Nebenräume.
Mit ihren sechs Etagen umschließen die Gebäude einen länglichen Hof, der sich zum Becken hin öffnet. Diese Idee ist wohl das bemerkenswerteste architektonische Motiv des Gebäudes: Der Binnenraum des schmalen, von hohen Wänden begrenzten Hofes verlängert sich visuell in die Weite der nahen Wasserfläche. Im Zusammenwirken mit der äußeren Gebäudehülle entsteht so ein reizvolles Wechselverhältnis zwischen Innen- und Außenraum. Der in der ersten Etage gelegene Frühstücksraum des Ho-tels öffnet sich ebenerdig zum Garten des Hotels. Von hier aus wie auch aus den Panoramafahrstühlen, mit denen die Hotelgäste ihre Zimmer erreichen, genießt man den Blick über das weite Becken.
Transferzentrum Adaptronik , Fraunhofer LBF Darmstadt
Bauherr: Fraunhofer-Gesellschaft, 80686 München
Nutzer: Fraunhofer–Institut LBF
BGF: 2.290 m²
Planung: 2007-2009
Fertigstellung: 2010
Das neue Gebäude des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt ist als kompakter, quaderförmiger Baukörper konzipiert, der sich in die städtebauliche Struktur des Institutscampus einfügt. Seine 1.148 m² Nutzfläche verteilen sich auf drei Ebenen.
Bei der Adaptronik handelt es sich um eine innovative Strukturtechnologie, durch die mechanische Systeme in die Lage versetzt werden, aktiv auf veränderte Betriebsanforderungen zu reagieren.
Das Transferzentrum Adaptronik repräsentiert einen Forschungsstandort neuen Typs, der von der intensiven Kommunikation wechselnder Arbeits-gruppen geprägt sein wird. Labore, Versuchs- und Prüfkapazitäten, Arbeitsplätze, Kommunikations-, Show- und Seminarbereiche bilden zwar je eigenständige Nutzungsbereiche, sind aber räumlich so miteinander verzahnt, dass die Partner des Kompetenzzentrums sie als funktionale Einheit erleben – die Grenzen sind fließend, und damit bestehen beste räumliche Voraussetzungen für den Transfer von Wissen und Ideen zwischen Wissenschaftlern und Technikern, zwischen Technologieanbietern und Auftraggebern.
Das Gebäude ist quer zu seiner Hauptachse in drei Nutzungszonen aufgeteilt: Die Versuchshalle mit ihren Nebenräumen, eine Zone für die Erschließung und Mitarbeiterräume sowie schließlich der Kommunikations-, Show- und Seminarbereich.
Gold-bronzen schimmernde Messingbondplatten, so genannte Bond Brass-Tafeln des Herstellers KME bilden die Fassade. Ihre Oberfläche wird einem unregelmäßigen Raster quadratischer Öffnungen unterbrochen. Diese Perforation der Hülle gibt der einfachen Kubatur des Gebäudes eine filigrane Textur und zugleich räumliche Tiefe. Die Fenster sind von fest stehenden Schwertern gefasst, die im Material identisch sind mit der Fassade.
Die vorpatinierten Sandwichelemente bewirken durch ihre Oberflächenstruktur und ihre changierende Farbwirkung ein Fassadenbild, das abhängig vom Wechsel des Lichts, der Tages- und Jahreszeit unterschiedliche Eindrücke erzeugt und das komplexe Wissenschaftsgebiet der Adaptronik sinnbildlich auf seine Grundaspekte reduziert: Aktion und Reaktion.
Durch die Kombination von Sandwichelemente und Messingplatten entstand ein neuartiges Produkt, die Verwendung in Darmstadt hatte daher Pilotcharakter. Bei der Entwicklung der Fassadenhülle arbeiteten JSWD Architekten eng mit dem Unternehmen KME Germany zusammen, das die Produktlinie TECU vertreibt. Im Kontrast zur lebendigen Außenhülle steht das von einer klaren, fast puristischen Architektursprache bestimmte Innere: Weiß ist die beherrschende Farbe, glatte Putzflächen, Glas und Bambusparkett bilden das reduzierte Materialspektrum der Räume.
Bei aller Komplexität der technischen Anforderung war den Architekten an größtmöglichen Aufenthaltsqualitäten für die Nutzer des Gebäudes gelegen – seinen Mittelpunkt bildet ein flexibel möblierter Kommunikationsbereich, der dem informellen Austausch und den Pausen der Mitarbeiter vorbehalten ist. Insbesondere für die Büros wurde Wert auf gute natürliche Belichtung gelegt.
Showroom, Kommunikations- und Seminarbereich stehen in enger visueller und räumlicher Beziehung miteinander. Weil alle wichtigen Räume des Hauses zwei Geschosse umfassen, ergeben sich durch gläserne Wände seitwärts und zwischen den Ebenen reizvolle Blickbeziehungen und Raumfolgen, alles wirkt durchlässig. Wie die Versuchshalle wird auch der Showroom von den plastischen Quadratfeldern einer Kassettendecke überspannt.
Die technisch-energetische Ausstattung des Gebäudes zielt auf einen nachhaltigen Betrieb: Eine Betonkerntemperierung regelt sowohl das Heizen als auch die Kühlung der Räume.
Nutzer: Fraunhofer–Institut LBF
BGF: 2.290 m²
Planung: 2007-2009
Fertigstellung: 2010
Das neue Gebäude des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt ist als kompakter, quaderförmiger Baukörper konzipiert, der sich in die städtebauliche Struktur des Institutscampus einfügt. Seine 1.148 m² Nutzfläche verteilen sich auf drei Ebenen.
Bei der Adaptronik handelt es sich um eine innovative Strukturtechnologie, durch die mechanische Systeme in die Lage versetzt werden, aktiv auf veränderte Betriebsanforderungen zu reagieren.
Das Transferzentrum Adaptronik repräsentiert einen Forschungsstandort neuen Typs, der von der intensiven Kommunikation wechselnder Arbeits-gruppen geprägt sein wird. Labore, Versuchs- und Prüfkapazitäten, Arbeitsplätze, Kommunikations-, Show- und Seminarbereiche bilden zwar je eigenständige Nutzungsbereiche, sind aber räumlich so miteinander verzahnt, dass die Partner des Kompetenzzentrums sie als funktionale Einheit erleben – die Grenzen sind fließend, und damit bestehen beste räumliche Voraussetzungen für den Transfer von Wissen und Ideen zwischen Wissenschaftlern und Technikern, zwischen Technologieanbietern und Auftraggebern.
Das Gebäude ist quer zu seiner Hauptachse in drei Nutzungszonen aufgeteilt: Die Versuchshalle mit ihren Nebenräumen, eine Zone für die Erschließung und Mitarbeiterräume sowie schließlich der Kommunikations-, Show- und Seminarbereich.
Gold-bronzen schimmernde Messingbondplatten, so genannte Bond Brass-Tafeln des Herstellers KME bilden die Fassade. Ihre Oberfläche wird einem unregelmäßigen Raster quadratischer Öffnungen unterbrochen. Diese Perforation der Hülle gibt der einfachen Kubatur des Gebäudes eine filigrane Textur und zugleich räumliche Tiefe. Die Fenster sind von fest stehenden Schwertern gefasst, die im Material identisch sind mit der Fassade.
Die vorpatinierten Sandwichelemente bewirken durch ihre Oberflächenstruktur und ihre changierende Farbwirkung ein Fassadenbild, das abhängig vom Wechsel des Lichts, der Tages- und Jahreszeit unterschiedliche Eindrücke erzeugt und das komplexe Wissenschaftsgebiet der Adaptronik sinnbildlich auf seine Grundaspekte reduziert: Aktion und Reaktion.
Durch die Kombination von Sandwichelemente und Messingplatten entstand ein neuartiges Produkt, die Verwendung in Darmstadt hatte daher Pilotcharakter. Bei der Entwicklung der Fassadenhülle arbeiteten JSWD Architekten eng mit dem Unternehmen KME Germany zusammen, das die Produktlinie TECU vertreibt. Im Kontrast zur lebendigen Außenhülle steht das von einer klaren, fast puristischen Architektursprache bestimmte Innere: Weiß ist die beherrschende Farbe, glatte Putzflächen, Glas und Bambusparkett bilden das reduzierte Materialspektrum der Räume.
Bei aller Komplexität der technischen Anforderung war den Architekten an größtmöglichen Aufenthaltsqualitäten für die Nutzer des Gebäudes gelegen – seinen Mittelpunkt bildet ein flexibel möblierter Kommunikationsbereich, der dem informellen Austausch und den Pausen der Mitarbeiter vorbehalten ist. Insbesondere für die Büros wurde Wert auf gute natürliche Belichtung gelegt.
Showroom, Kommunikations- und Seminarbereich stehen in enger visueller und räumlicher Beziehung miteinander. Weil alle wichtigen Räume des Hauses zwei Geschosse umfassen, ergeben sich durch gläserne Wände seitwärts und zwischen den Ebenen reizvolle Blickbeziehungen und Raumfolgen, alles wirkt durchlässig. Wie die Versuchshalle wird auch der Showroom von den plastischen Quadratfeldern einer Kassettendecke überspannt.
Die technisch-energetische Ausstattung des Gebäudes zielt auf einen nachhaltigen Betrieb: Eine Betonkerntemperierung regelt sowohl das Heizen als auch die Kühlung der Räume.
Halle 11, Rheinauhafen Köln
Die Umgestaltung des Kölner Rheinauhafens in einen Arbeits- und Wohnstandort am Wasser nähert sich 2008 ihrem Abschluss. Neben Neubauten wie den markanten Kranhäusern war die Umnutzung einer Reihe denkmalgeschützter Speichergebäude fester Bestandteil des Konzepts. Dazu zählt auch die Halle 11, ein Ende des 19. Jahrhunderts als Zollhalle errichtetes Speichergebäude.
An die einstige Bedeutung des Kölner Rheinauhafens erinnert das repräsentative, mit gelben und roten Klinkern ausgemauerte Kreuzrippengewölbe in seinem Erdgeschoss – ein früher Stahlbetonbau. Bei dem 2003 vom Bauherren, der PARETO GmbH/ Provinzial Rheinland Versicherung AG ausgelobten Wettbewerb für den Umbau und die Rekonstruktion des Speichers ging der erste Preis an das Konzept von JSWD Architekten.
Besonderes Augenmerk galt beim Umbau des im Krieg beschädigten und später vereinfacht wieder aufgebauten Speichers dem Grundrisskonzept: Mit seiner Tiefe von 21 m erhält der Speicher insbesondere in seiner Mittelzone nur wenig natürliches Licht. In der hier entwickelten Grundrisslösung ist das Thema der Belichtung daher zentral. Oberhalb des Erdgeschosssockels wurde ein neuer, zur Rheinseite weitgehend verglaster Kubus in den bestehenden Baukörper eingefügt. Zur Stadtseite und auch an den Stirnseiten bleiben die denkmalgeschützten Fassaden erhalten. Die großzügige Verglasung zur Rheinseite erlaubt eine ausreichend Belichtung der Wohn- und Büronutzungen bis in die Tiefe des Gebäudes.
Im Speicher entstanden 68 Wohnungen, die mit großzügigen Balkonen und Wintergärten Logenplätze am Rhein bieten. Den kleineren Teil der rund 13.000 Quadratmeter Nutzfläche bilden Büros (3.700 qm) sowie Gewerbeflächen im EG (2000 qm) im fast feierlichen Ambiente des alten Gewölbes. Für ein angenehmes Klima sorgen eine Bauteilaktivierung im Bereich der Büros sowie eine Fußbodenkühlung in den Penthäusern.
In der Rheinfassade entsteht somit der Eindruck eines „gläsernen Implantates“, das als transparenter, in sich eigenständiger Körper den Altbau durchdringt und sich an dessen Außenmauern anschmiegt.
So modern sich der neue Speicher zum Fluss hin präsentiert, an den seitlichen Giebelfassaden wie auch an Fassade zum Hafenbecken bleibt seine ursprüngliche Gestalt erhalten. Den gelben Tuffstein und den Lavabasalt der Bestandsfassade griff man bei den zeitgenössischen Ergänzungen auf, wodurch alt und neu auch in Farbe und Material korrespondieren. Zwei Staffelgeschosse wurden auf die vier bestehenden Etagen aufgesetzt und stellen die Dimensionen des Gebäudes wieder her. Die umlaufenden Zinnen, die früher die Fassade bekrönten, wurden entsprechend dem historischen Vorbild rekonstruiert.
Die Umnutzung der Halle 11 zeigt anschaulich, dass auch ein Gebäude, das „nur“ umgebaut werden soll, nach einer übergeordneten Entwurfsidee verlangt. Nur so kann am Ende spannungsvolle Architektur stehen, bei der Altes und Neues zu einer überzeugenden gestalterische Einheit finden.
Standort: Rheinauhafen Köln
Architekten: JSWD Architekten, Köln
Bauherr: Halle 11 GmbH
Initiator: PLB PARETO Immobilien GmbH
Planungszeit: 2006-2008
Fertigstellung: Ende 2008
An die einstige Bedeutung des Kölner Rheinauhafens erinnert das repräsentative, mit gelben und roten Klinkern ausgemauerte Kreuzrippengewölbe in seinem Erdgeschoss – ein früher Stahlbetonbau. Bei dem 2003 vom Bauherren, der PARETO GmbH/ Provinzial Rheinland Versicherung AG ausgelobten Wettbewerb für den Umbau und die Rekonstruktion des Speichers ging der erste Preis an das Konzept von JSWD Architekten.
Besonderes Augenmerk galt beim Umbau des im Krieg beschädigten und später vereinfacht wieder aufgebauten Speichers dem Grundrisskonzept: Mit seiner Tiefe von 21 m erhält der Speicher insbesondere in seiner Mittelzone nur wenig natürliches Licht. In der hier entwickelten Grundrisslösung ist das Thema der Belichtung daher zentral. Oberhalb des Erdgeschosssockels wurde ein neuer, zur Rheinseite weitgehend verglaster Kubus in den bestehenden Baukörper eingefügt. Zur Stadtseite und auch an den Stirnseiten bleiben die denkmalgeschützten Fassaden erhalten. Die großzügige Verglasung zur Rheinseite erlaubt eine ausreichend Belichtung der Wohn- und Büronutzungen bis in die Tiefe des Gebäudes.
Im Speicher entstanden 68 Wohnungen, die mit großzügigen Balkonen und Wintergärten Logenplätze am Rhein bieten. Den kleineren Teil der rund 13.000 Quadratmeter Nutzfläche bilden Büros (3.700 qm) sowie Gewerbeflächen im EG (2000 qm) im fast feierlichen Ambiente des alten Gewölbes. Für ein angenehmes Klima sorgen eine Bauteilaktivierung im Bereich der Büros sowie eine Fußbodenkühlung in den Penthäusern.
In der Rheinfassade entsteht somit der Eindruck eines „gläsernen Implantates“, das als transparenter, in sich eigenständiger Körper den Altbau durchdringt und sich an dessen Außenmauern anschmiegt.
So modern sich der neue Speicher zum Fluss hin präsentiert, an den seitlichen Giebelfassaden wie auch an Fassade zum Hafenbecken bleibt seine ursprüngliche Gestalt erhalten. Den gelben Tuffstein und den Lavabasalt der Bestandsfassade griff man bei den zeitgenössischen Ergänzungen auf, wodurch alt und neu auch in Farbe und Material korrespondieren. Zwei Staffelgeschosse wurden auf die vier bestehenden Etagen aufgesetzt und stellen die Dimensionen des Gebäudes wieder her. Die umlaufenden Zinnen, die früher die Fassade bekrönten, wurden entsprechend dem historischen Vorbild rekonstruiert.
Die Umnutzung der Halle 11 zeigt anschaulich, dass auch ein Gebäude, das „nur“ umgebaut werden soll, nach einer übergeordneten Entwurfsidee verlangt. Nur so kann am Ende spannungsvolle Architektur stehen, bei der Altes und Neues zu einer überzeugenden gestalterische Einheit finden.
Standort: Rheinauhafen Köln
Architekten: JSWD Architekten, Köln
Bauherr: Halle 11 GmbH
Initiator: PLB PARETO Immobilien GmbH
Planungszeit: 2006-2008
Fertigstellung: Ende 2008
Bâtiment Jean Monnet 2, Plateau de Kirchberg, Luxemburg
1. Preis Realisierungswettbewerb, Dezember 2010
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et Associés, Paris und a+a Bertrand Schmit, Luxemburg
Auslober: Le Ministère du Developpement Durable et des Infrastructures; Administration des Bâtiments Publics in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Fond d´ Urbanisation et d´ Aménagement du Plateau de Kirchberg
Das Bâtiment Jean Monnet 2 folgt den Leitgedanken des Masterplanes für das Gebiet des Plateau de Kirchberg. Die 6-8 Geschosse hohe Bebauung des 1. Bauabschnitts schafft dabei große Qualitäten hinsichtlich der Gestaltung des öffentlichen Raumes. Der 24 - geschossige Hochpunkt und der 8 – geschossige gegenüberliegende Baukörper wird im 2. Bauabschnitt realisiert. Vor dieser Kulisse entsteht ein großzügiger, verkehrsberuhigter Platzraum. Im Innenbereich definiert die flache Mantelbebauung zusammen mit dem Turm eine langestreckte “Freiraum - Achse“ mit einer spannungsvollen Abfolge von Terrassen, Plätzen und Höfen. Diese Achse ist das Herzstück des neuen Gebäudes. Sie ist ein besonderer Erlebnisraum von eindrucksvoller Klarheit, mit großer atmosphärischer Ausstrahlung in das direkte öffentliche Umfeld und in die angrenzenden Büros. Ein besonderes Augenmerk richtet der Entwurf auf die neuen Arbeitswelten der Mitarbeiter im Bâtiment Jean Monnet 2. Die Gestaltung der Büroebenen ist darauf angelegt, die Kommunikation unter den Mitarbeitern zu fördern. Hierfür sorgt eine Vielzahl von Atrien, die natürliches Licht in die Mittelzonen der Büros lenken und die Blickbeziehungen über mehrere Etagen erlauben. Die Perspektiven zeigen eindrucksvoll, dass es gelingt, eine Büroatmosphäre zu kreieren, die zukunftsorientiertes Arbeiten im Dialog fördert. Auch die Konferenzzone, das Gästerestaurant, die Bibliothek und das Mitarbeitercasino, mit einem Bereich für sportliche Aktivitäten, setzen das Prinzip „Kommunikation im direkten Arbeitsumfeld“ fort. Die Sonderfunktionen sind für jeden Mitarbeiter schnell erreichbar, denn sie sind unmittelbar an die zentrale Freiraumachse angekoppelt. Den hohen Standards der Auslobung im Bezug auf Nachhaltigkeit stehen kluge Konzepte der Architekten und Ingenieure gegenüber. Das Ziel ist es den sogenannten Passivhausstandard, bei dem der Energiehaushalt des Gebäudes auf ein Minimum begrenzt wird, zu erreichen. Bei der Verfolgung dieser Ziele stehen die Nutzerbedürfnisse im Vordergrund. Die Klimatisierung der Büroräume ist beispielsweise weitgehend passé. Die Frischluftzufuhr erfolgt über Fensterlüftung, über die auch die passive Nachtauskühlung des Gebäudes bewerkstelligt wird. Die Erzeugung von Wärme aus Primärenergie ist nur noch bedingt erforderlich. Anstatt dessen werden beispielsweise die hohen Wärmelasten aus dem Rechenzentrum genutzt. Regenerative Energien werden über Solarkollektoren auf den Dachflächen gewonnen. Die Architekten legen großen Wert darauf, dass die Elemente der Gestaltung sich mit den Gedanken zum Energiekonzept verbinden. Ein Beispiel hierfür ist der äußere Sonnenschutz, der das Gebäude vor Überhitzung im Sommer schützt, gleichzeitig aber Wärmegewinne im Winter durch das einfallende Sonnenlicht zulässt. In gestalterischer Hinsicht vermittelt der Sonnenschutz den Eindruck eines filigranen und kleinteiligen Fassadenmantels der die Gebäudestruktur sanft umhüllt und ihr einen Maßstab gibt.
in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et Associés, Paris und a+a Bertrand Schmit, Luxemburg
Auslober: Le Ministère du Developpement Durable et des Infrastructures; Administration des Bâtiments Publics in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Fond d´ Urbanisation et d´ Aménagement du Plateau de Kirchberg
Das Bâtiment Jean Monnet 2 folgt den Leitgedanken des Masterplanes für das Gebiet des Plateau de Kirchberg. Die 6-8 Geschosse hohe Bebauung des 1. Bauabschnitts schafft dabei große Qualitäten hinsichtlich der Gestaltung des öffentlichen Raumes. Der 24 - geschossige Hochpunkt und der 8 – geschossige gegenüberliegende Baukörper wird im 2. Bauabschnitt realisiert. Vor dieser Kulisse entsteht ein großzügiger, verkehrsberuhigter Platzraum. Im Innenbereich definiert die flache Mantelbebauung zusammen mit dem Turm eine langestreckte “Freiraum - Achse“ mit einer spannungsvollen Abfolge von Terrassen, Plätzen und Höfen. Diese Achse ist das Herzstück des neuen Gebäudes. Sie ist ein besonderer Erlebnisraum von eindrucksvoller Klarheit, mit großer atmosphärischer Ausstrahlung in das direkte öffentliche Umfeld und in die angrenzenden Büros. Ein besonderes Augenmerk richtet der Entwurf auf die neuen Arbeitswelten der Mitarbeiter im Bâtiment Jean Monnet 2. Die Gestaltung der Büroebenen ist darauf angelegt, die Kommunikation unter den Mitarbeitern zu fördern. Hierfür sorgt eine Vielzahl von Atrien, die natürliches Licht in die Mittelzonen der Büros lenken und die Blickbeziehungen über mehrere Etagen erlauben. Die Perspektiven zeigen eindrucksvoll, dass es gelingt, eine Büroatmosphäre zu kreieren, die zukunftsorientiertes Arbeiten im Dialog fördert. Auch die Konferenzzone, das Gästerestaurant, die Bibliothek und das Mitarbeitercasino, mit einem Bereich für sportliche Aktivitäten, setzen das Prinzip „Kommunikation im direkten Arbeitsumfeld“ fort. Die Sonderfunktionen sind für jeden Mitarbeiter schnell erreichbar, denn sie sind unmittelbar an die zentrale Freiraumachse angekoppelt. Den hohen Standards der Auslobung im Bezug auf Nachhaltigkeit stehen kluge Konzepte der Architekten und Ingenieure gegenüber. Das Ziel ist es den sogenannten Passivhausstandard, bei dem der Energiehaushalt des Gebäudes auf ein Minimum begrenzt wird, zu erreichen. Bei der Verfolgung dieser Ziele stehen die Nutzerbedürfnisse im Vordergrund. Die Klimatisierung der Büroräume ist beispielsweise weitgehend passé. Die Frischluftzufuhr erfolgt über Fensterlüftung, über die auch die passive Nachtauskühlung des Gebäudes bewerkstelligt wird. Die Erzeugung von Wärme aus Primärenergie ist nur noch bedingt erforderlich. Anstatt dessen werden beispielsweise die hohen Wärmelasten aus dem Rechenzentrum genutzt. Regenerative Energien werden über Solarkollektoren auf den Dachflächen gewonnen. Die Architekten legen großen Wert darauf, dass die Elemente der Gestaltung sich mit den Gedanken zum Energiekonzept verbinden. Ein Beispiel hierfür ist der äußere Sonnenschutz, der das Gebäude vor Überhitzung im Sommer schützt, gleichzeitig aber Wärmegewinne im Winter durch das einfallende Sonnenlicht zulässt. In gestalterischer Hinsicht vermittelt der Sonnenschutz den Eindruck eines filigranen und kleinteiligen Fassadenmantels der die Gebäudestruktur sanft umhüllt und ihr einen Maßstab gibt.
Flagship-Store Telekom Frankfurt a.M.
Auftraggeber: Telekom Deutschland GmbH
in Zusammenarbeit mit Interbrand
November 2011
Die Deutsche Telekom hat in Frankfurt am Main ihren bundesweit ersten Flagship-Store im Multi-Marken-Center MyZeil, eine von Deutschlands umsatzstärksten Einkaufsmeilen, eröffnet. Die Werbeagentur Interbrand entwickelte für den Frankfurter Telekom Shop ein völlig neues Konzept als städtischer Treffpunkt für alle Telekommunikations- und Erlebnis-Interessierte. Das Büro JSWD Architekten setzte das neue Shop-Konzept baulich um. Das neue Ladenbaukonzept stärkt die Sichtbarkeit des Telekom Shops MyZeil nach Außen und schafft auf den beiden Etagen ein neues Einkaufserlebnis aus individueller Beratung, Produkt- und Angebotspräsentation sowie einer vielfältigen Service-Erlebniswelt. Der Service und die Kunden werden in den Mittelpunkt gestellt.
in Zusammenarbeit mit Interbrand
November 2011
Die Deutsche Telekom hat in Frankfurt am Main ihren bundesweit ersten Flagship-Store im Multi-Marken-Center MyZeil, eine von Deutschlands umsatzstärksten Einkaufsmeilen, eröffnet. Die Werbeagentur Interbrand entwickelte für den Frankfurter Telekom Shop ein völlig neues Konzept als städtischer Treffpunkt für alle Telekommunikations- und Erlebnis-Interessierte. Das Büro JSWD Architekten setzte das neue Shop-Konzept baulich um. Das neue Ladenbaukonzept stärkt die Sichtbarkeit des Telekom Shops MyZeil nach Außen und schafft auf den beiden Etagen ein neues Einkaufserlebnis aus individueller Beratung, Produkt- und Angebotspräsentation sowie einer vielfältigen Service-Erlebniswelt. Der Service und die Kunden werden in den Mittelpunkt gestellt.
KiTa ThyssenKrupp Quartier Essen
Auftraggeber: ThyssenKrupp AG
BGF: 2.100 m²
Fertigstellung: 08.2012
Auf dem Gelände des ThyssenKrupp Quartiers in Essen entsteht eine betriebliche Kindertagesstätte, genannt „Miniapolis“. Die Einrichtung hat Platz für 105 Kinder. Die Erscheinung der KiTa berücksichtigt den für das Quartier formulierten Campusgedanken: die Begrifflichkeiten der „Metallischen Außenhaut“ und die „warme Innenwelt“ sind im Rahmen der Planung ein Schritt zu einer materiellen Einheitlichkeit der Architektursprache auf dem Campus.“ Dem Gestaltungsprinzip des Quartiers folgend stellt sich die KiTa geometrisch klar dar. Die Fassadenflächen werden durch Rücksprünge im Erdgeschoss sowie durch Loggien im Obergeschoss gegliedert. Die „rauhe Schale“ als Bild der für das Quartier formulierten Gestaltungsgrammatik einer metallischen Außenhaut wird durch dreidimensional verformte, in einer vertikalen Wellenbewegung verlaufende Edelstahlbleche erzeugt, die eine Lochung erhalten und sich wie ein „Gewand“ über die äußere Kontur des Baukörper legen. Hierzu sind die 1 mm starken Paneele aus Edelstahl mit einer Abmessung von jeweils 65 x 130 cm so angeordnet, dass „fließende“ Übergänge an den vertikalen und horizontalen Stoßpunkten der einzelnen Paneele entstehen. Hierzu wurde eine Matrize für das dreidimensionale Tiefziehen der Bleche entwickelt, die eine variierende und über die komplette Gebäudehöhe und Länge durchlaufende Anordnung ermöglicht. Im Kontrast zur bewegten Haut des Gebäudes sind helle und glatte Flächen im „ warmen Kern“, d.h. im Gebäudeinneren geplant. Dies gilt sowohl für die Boden-, als auch für die Wand- und Deckenflächen.
BGF: 2.100 m²
Fertigstellung: 08.2012
Auf dem Gelände des ThyssenKrupp Quartiers in Essen entsteht eine betriebliche Kindertagesstätte, genannt „Miniapolis“. Die Einrichtung hat Platz für 105 Kinder. Die Erscheinung der KiTa berücksichtigt den für das Quartier formulierten Campusgedanken: die Begrifflichkeiten der „Metallischen Außenhaut“ und die „warme Innenwelt“ sind im Rahmen der Planung ein Schritt zu einer materiellen Einheitlichkeit der Architektursprache auf dem Campus.“ Dem Gestaltungsprinzip des Quartiers folgend stellt sich die KiTa geometrisch klar dar. Die Fassadenflächen werden durch Rücksprünge im Erdgeschoss sowie durch Loggien im Obergeschoss gegliedert. Die „rauhe Schale“ als Bild der für das Quartier formulierten Gestaltungsgrammatik einer metallischen Außenhaut wird durch dreidimensional verformte, in einer vertikalen Wellenbewegung verlaufende Edelstahlbleche erzeugt, die eine Lochung erhalten und sich wie ein „Gewand“ über die äußere Kontur des Baukörper legen. Hierzu sind die 1 mm starken Paneele aus Edelstahl mit einer Abmessung von jeweils 65 x 130 cm so angeordnet, dass „fließende“ Übergänge an den vertikalen und horizontalen Stoßpunkten der einzelnen Paneele entstehen. Hierzu wurde eine Matrize für das dreidimensionale Tiefziehen der Bleche entwickelt, die eine variierende und über die komplette Gebäudehöhe und Länge durchlaufende Anordnung ermöglicht. Im Kontrast zur bewegten Haut des Gebäudes sind helle und glatte Flächen im „ warmen Kern“, d.h. im Gebäudeinneren geplant. Dies gilt sowohl für die Boden-, als auch für die Wand- und Deckenflächen.
Center for Wind Power Drives
Auslober: BLB NRW
Verfahrensart: VOF-Verfahren
1. Preis, Dezember 2012
BGF: 3.400 m²
Der Neubau des „Center for Wind Power Drives“ legt sich als klarer und sehr einfacher Baukörper in das Baufeld Cluster D der Hochschulerweiterung Campus Melaten der RWTH Aachen. Er belässt einen großen Teil des Grundstücks unbebaut und damit offen für künftige Entwicklungen in diesem Cluster. Die Forderungen des Bebauungsplans bezüglich der GRZ/GFZ und der Höhenentwicklung von mindestens 18.50 Meter am Boulevard werden eingehalten. Der Grundstückszuschnitt ist so gewählt, dass eine Anlieferung über Sattelschlepper/ Tieflader ohne Inanspruchnahme fremder Grundstücke möglich ist.
Baukörperform und Fassadenstruktur spiegeln die innere Organisation und die dynamischen Prozesse des CWD wider. Die Basis des Neubaus bildet ein massiver Sockel, der sich aus der Hangsituation schiebt und zum Boulevard hin weit verglast und einladend öffnet. Auf diesen Sockel legt sich ein scheinbar schwebender Baukörper. Er ist bekleidet mit Aluminium-Paneelen, die, wie von Wind und Windkraft dreidimensional geformt, die dynamische Baukörperform noch unterstreichen. Analog zur Erdgeschosssituation öffnet sich diese „Haut“ auf der Kopfseite und wird hier zum großen Boulevardfenster.
Im Wesentlichen setzt sich das Gebäude aus zwei Nutzungsbausteinen zusammen, die zeitlich unabhängig voneinander errichtet werden und flexibel auf sich ändernde Vorgaben reagieren können. Der Hallenteil wird definiert durch den Versuchsstand mit entsprechender Technik/Technikräumen und dem Montagebereich mit Lagerflächen und Anlieferzone. Eine Kranbahn überspannt den gesamten Hallenbereich. Der Kopfbau besteht aus einer der Halle zugewandten „Pufferzone“ mit Haupterschließung und Nebenräumen. Zum Boulevard orientieren sich die Eingangssituation mit angeschlossenem Seminarraum und in den Obergeschossen Büros und Projekträume.
Verfahrensart: VOF-Verfahren
1. Preis, Dezember 2012
BGF: 3.400 m²
Der Neubau des „Center for Wind Power Drives“ legt sich als klarer und sehr einfacher Baukörper in das Baufeld Cluster D der Hochschulerweiterung Campus Melaten der RWTH Aachen. Er belässt einen großen Teil des Grundstücks unbebaut und damit offen für künftige Entwicklungen in diesem Cluster. Die Forderungen des Bebauungsplans bezüglich der GRZ/GFZ und der Höhenentwicklung von mindestens 18.50 Meter am Boulevard werden eingehalten. Der Grundstückszuschnitt ist so gewählt, dass eine Anlieferung über Sattelschlepper/ Tieflader ohne Inanspruchnahme fremder Grundstücke möglich ist.
Baukörperform und Fassadenstruktur spiegeln die innere Organisation und die dynamischen Prozesse des CWD wider. Die Basis des Neubaus bildet ein massiver Sockel, der sich aus der Hangsituation schiebt und zum Boulevard hin weit verglast und einladend öffnet. Auf diesen Sockel legt sich ein scheinbar schwebender Baukörper. Er ist bekleidet mit Aluminium-Paneelen, die, wie von Wind und Windkraft dreidimensional geformt, die dynamische Baukörperform noch unterstreichen. Analog zur Erdgeschosssituation öffnet sich diese „Haut“ auf der Kopfseite und wird hier zum großen Boulevardfenster.
Im Wesentlichen setzt sich das Gebäude aus zwei Nutzungsbausteinen zusammen, die zeitlich unabhängig voneinander errichtet werden und flexibel auf sich ändernde Vorgaben reagieren können. Der Hallenteil wird definiert durch den Versuchsstand mit entsprechender Technik/Technikräumen und dem Montagebereich mit Lagerflächen und Anlieferzone. Eine Kranbahn überspannt den gesamten Hallenbereich. Der Kopfbau besteht aus einer der Halle zugewandten „Pufferzone“ mit Haupterschließung und Nebenräumen. Zum Boulevard orientieren sich die Eingangssituation mit angeschlossenem Seminarraum und in den Obergeschossen Büros und Projekträume.
