Behles & Jochimsen
Gesellschaft von Architekten BDA mbH
Nürnberger Straße 8
D-10787 Berlin
T +49 (0)30 325 94 83 60
F +49 (0)30 325 94 83 80
eingang@behlesjochimsen.de
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Biomedizinisches Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität
Schubertstraße 81, 35392 Gießen
Bauherr: Land Hessen, vertreten durch das Hessische Baumanagement
Das Forschungszentrum besetzt die verkehrsreiche Ecke Aulweg/Schubertstraße und soll eine stufenweise Entwicklung des Campus initiieren, der vorhandene und zukünftige Hochschulbauten um einen neuen Hügel (Landschaftsarchitekten: Topotek 1, Berlin) versammelt.
Im Erdgeschoss verbindet eine Passage unter dem zentralen Atrium Stadt und Campus. Diese erschließt in den anliegenden vier Gebäudefüßen die öffentlicheren Funktionen sowie den gesicherten Institutseingang. Eine weitere, offene Passage zwischen Campus und Klinikgelände dient auch der Anlieferung.
Die Institute sind in den Obergeschossen rings um das Atrium angeordnet. Die flexible Grundrissstruktur ermöglicht das Nebeneinander von Laboren und Büros und erlaubt zukünftige Nutzungsänderungen. Um das Atrium herum sowie an den "Fingerspitzen" befinden sich Kommunikationsflächen.
Ein Farbkonzept, das den einzelnen Fingern innen wie außen Leitfarben zuweist, erleichtert die Orientierung. Die geschuppte Fassade ist mit farbig eloxiertem Alumimium verkleidet, der Sockel aus Betonsteinen in einem gebänderten Verband gemauert. Sichtbeton, kräftige Farben und eine offene Installationsführung prägen das Innere des Hauses.
Bauherr: Land Hessen, vertreten durch das Hessische Baumanagement
Das Forschungszentrum besetzt die verkehrsreiche Ecke Aulweg/Schubertstraße und soll eine stufenweise Entwicklung des Campus initiieren, der vorhandene und zukünftige Hochschulbauten um einen neuen Hügel (Landschaftsarchitekten: Topotek 1, Berlin) versammelt.
Im Erdgeschoss verbindet eine Passage unter dem zentralen Atrium Stadt und Campus. Diese erschließt in den anliegenden vier Gebäudefüßen die öffentlicheren Funktionen sowie den gesicherten Institutseingang. Eine weitere, offene Passage zwischen Campus und Klinikgelände dient auch der Anlieferung.
Die Institute sind in den Obergeschossen rings um das Atrium angeordnet. Die flexible Grundrissstruktur ermöglicht das Nebeneinander von Laboren und Büros und erlaubt zukünftige Nutzungsänderungen. Um das Atrium herum sowie an den "Fingerspitzen" befinden sich Kommunikationsflächen.
Ein Farbkonzept, das den einzelnen Fingern innen wie außen Leitfarben zuweist, erleichtert die Orientierung. Die geschuppte Fassade ist mit farbig eloxiertem Alumimium verkleidet, der Sockel aus Betonsteinen in einem gebänderten Verband gemauert. Sichtbeton, kräftige Farben und eine offene Installationsführung prägen das Innere des Hauses.
Institutsgebäude für Iberoamerikanistik der FU Berlin - Umbau und Sanierung
Boltzmannstraße 1, 14195 Berlin-Dahlem
Bauherr: Freie Universität Berlin, Technische Abteilung
2009-2010
Das ehemalige Institut für Biologie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wurde 1913 von Ernst v. Ihne errichtet und bestand aus Hauptgebäude und Direktorenvilla. Im Zuge der Sanierung der Direktorenvilla wurde die Fassade weitgehend wieder hergestellt, zwischenzeitlich geschlossene Fenster wurden rückgebaut. Der jahrzehntelang zur Toilette degradierte Haupteingang wurde reaktiviert.
Diesem ist nun ein Bauwerk aus sandgestrahltem Sichtbeton vorgelagert, das Behindertenrampe, Treppe, Lichtstelen sowie eine Bank integriert und sich formal aus dem Gebäudesockel entwickelt. Ein kleiner, gepflasterer Vorplatz lädt zum Verweilen ein. Man betritt das Gebäude über ein getäfeltes Entrée, das diverse Servicefunktionen integriert. Bunte Craquelé-Fliesen nobilitieren das Treppenhaus. Das Erdgeschoss wurde behindertengerecht ausgebaut.
In Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde der mehrmals überformte Wintergarten nicht rekonstruiert; er erhielt eine neue Fassade aus Schiefer mit großen Fenstern und wird nun als Besprechungsraum genutzt.
Bauherr: Freie Universität Berlin, Technische Abteilung
2009-2010
Das ehemalige Institut für Biologie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wurde 1913 von Ernst v. Ihne errichtet und bestand aus Hauptgebäude und Direktorenvilla. Im Zuge der Sanierung der Direktorenvilla wurde die Fassade weitgehend wieder hergestellt, zwischenzeitlich geschlossene Fenster wurden rückgebaut. Der jahrzehntelang zur Toilette degradierte Haupteingang wurde reaktiviert.
Diesem ist nun ein Bauwerk aus sandgestrahltem Sichtbeton vorgelagert, das Behindertenrampe, Treppe, Lichtstelen sowie eine Bank integriert und sich formal aus dem Gebäudesockel entwickelt. Ein kleiner, gepflasterer Vorplatz lädt zum Verweilen ein. Man betritt das Gebäude über ein getäfeltes Entrée, das diverse Servicefunktionen integriert. Bunte Craquelé-Fliesen nobilitieren das Treppenhaus. Das Erdgeschoss wurde behindertengerecht ausgebaut.
In Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde der mehrmals überformte Wintergarten nicht rekonstruiert; er erhielt eine neue Fassade aus Schiefer mit großen Fenstern und wird nun als Besprechungsraum genutzt.
Wohnung im Haus See-Eck - Umbau
Lietzenseeufer 10, 14057 Berlin-Charlottenburg
Bauherr: privat
2010
Die Teilung der herrschaftlichen Wohnungen in dem Baudenkmal am Lietzensee (Hart und Lesser, 1809) führte zu unbefriedigenden Grundrissen. So krankte auch die Wohnung im 4. OG daran, dass der seeorientierte Wohnraum nur über die Küche betreten werden konnte. Ziel der Umplanung war eine großzügigere Raumfolge, bei der man aus der Diele direkt in einen Wohnbereich gelangt, der nunmehr eine offene Küche einschließt.
Der neue Wohnraum wird durch drei raumhohe Schrank-Wände gegliedert. Die Einbauten nehmen Bezug auf den Bestand, sind jedoch auch als zeitgenössische Interventionen kenntlich. Diese sind durch unterschiedlich proportionierte horizontale Einschnitte charakterisiert. Ein frei stehender Raumteiler integriert eine Küchenzeile auf, stellt sich zum Wohnbereich hin jedoch als geschlossener Schrank dar. Die zweite Schrankwand beinhaltet die Spüle und weitere Küchenfunktionen. Die dritte Schrankwand verkleidet einen Mauervorsprung in der Aussenwand und nimmt einen offenen Kamin auf. Durch die räumliche Anordnung der drei Schränke ergeben sich reizvolle Durchblicke, die die Tiefe des Hauses und die Lage am See-Eck bereits von der Diele aus erahnen lassen.
Die Oberfläche der neuen Schrankwände mit ihrer stark vertikalen Gliederung wurde in demselben Farbton lackiert wie Türen und Fenster im Bestand. Die horizontalen Einschnitte sind mit Edelstahl verkleidet. Gelaugtes Eichenparkett in durchgängigem Fischgrät-Verband unterstützt die räumliche Kontinuität.
Das neue, mit grünlich schimmerndem Glasmosaik versehene Badezimmer verfügt über einen hohen Bereich in der Mitte, an den verschieden tiefe Raumnischen anlagern. Travertin am Boden korrespondiert mit dem Eichenparkett.
Bauherr: privat
2010
Die Teilung der herrschaftlichen Wohnungen in dem Baudenkmal am Lietzensee (Hart und Lesser, 1809) führte zu unbefriedigenden Grundrissen. So krankte auch die Wohnung im 4. OG daran, dass der seeorientierte Wohnraum nur über die Küche betreten werden konnte. Ziel der Umplanung war eine großzügigere Raumfolge, bei der man aus der Diele direkt in einen Wohnbereich gelangt, der nunmehr eine offene Küche einschließt.
Der neue Wohnraum wird durch drei raumhohe Schrank-Wände gegliedert. Die Einbauten nehmen Bezug auf den Bestand, sind jedoch auch als zeitgenössische Interventionen kenntlich. Diese sind durch unterschiedlich proportionierte horizontale Einschnitte charakterisiert. Ein frei stehender Raumteiler integriert eine Küchenzeile auf, stellt sich zum Wohnbereich hin jedoch als geschlossener Schrank dar. Die zweite Schrankwand beinhaltet die Spüle und weitere Küchenfunktionen. Die dritte Schrankwand verkleidet einen Mauervorsprung in der Aussenwand und nimmt einen offenen Kamin auf. Durch die räumliche Anordnung der drei Schränke ergeben sich reizvolle Durchblicke, die die Tiefe des Hauses und die Lage am See-Eck bereits von der Diele aus erahnen lassen.
Die Oberfläche der neuen Schrankwände mit ihrer stark vertikalen Gliederung wurde in demselben Farbton lackiert wie Türen und Fenster im Bestand. Die horizontalen Einschnitte sind mit Edelstahl verkleidet. Gelaugtes Eichenparkett in durchgängigem Fischgrät-Verband unterstützt die räumliche Kontinuität.
Das neue, mit grünlich schimmerndem Glasmosaik versehene Badezimmer verfügt über einen hohen Bereich in der Mitte, an den verschieden tiefe Raumnischen anlagern. Travertin am Boden korrespondiert mit dem Eichenparkett.
Kindertagesstätte in Berlin-Oberschöneweide - Umbau und Erweiterung
Griechische Allee 21-25, 12459 Berlin
Bauherr: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abt. Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft
2003-2006
Von der U-förmigen Anlage aus den frühen Fünfziger Jahren wird das mittige, zweigeschossige Hauptgebäude erhalten. Zwei neue, bruchlos anschließende Anbauten ersetzen die niedrigeren Seitenflügel. Eine lange Mauer vervollständigt die Gebäudefigur und grenzt den Garten (Landschaftsarchitekten: Topotek 1, Berlin) vom öffentlichen Raum ab. Die alten Bäume werden so buchstäblich umbaut. Angestrebt wird nicht die didaktische Trennung von Bestand und Neubau, sondern die Transformation des Vorhandenen in ein neues Ganzes.
Das neue Kopfgebäude wendet sich dem Griechischen Park zu. Über einen kleinen, bunt bemalten Vorplatz betritt man das Gebäude und gelangt in eine hohe, introvertierte Eingangshalle mit einem Wandbild des Künstlers Ekrem Yalcindag, die durch Oberlichtgauben belichtet wird.
Alle Gruppenräume sind nach Süden orientiert. Die aus der unbelichteten Mittelzone an die nördliche Außen- wand verlegten Flure sind einseitig mit Schultafelfarbe beschichtet und laden die Kinder zur Aneignung ein. Aus dem Obergeschoss führt eine Rampe längs der Mauer in den Garten, aus der heraus sich eine Vielzahl von Spielgeräten entwickeln. Durch Sandstrahlen erhält der Sichtbeton eine haptische Oberfläche.
Teil der Baumaßnahme waren eine Altlastensanierung von Bauwerk und Baugrund sowie die energetische Ertüchtigung des Altbaus auf Neubauniveau.
Bauherr: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abt. Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft
2003-2006
Von der U-förmigen Anlage aus den frühen Fünfziger Jahren wird das mittige, zweigeschossige Hauptgebäude erhalten. Zwei neue, bruchlos anschließende Anbauten ersetzen die niedrigeren Seitenflügel. Eine lange Mauer vervollständigt die Gebäudefigur und grenzt den Garten (Landschaftsarchitekten: Topotek 1, Berlin) vom öffentlichen Raum ab. Die alten Bäume werden so buchstäblich umbaut. Angestrebt wird nicht die didaktische Trennung von Bestand und Neubau, sondern die Transformation des Vorhandenen in ein neues Ganzes.
Das neue Kopfgebäude wendet sich dem Griechischen Park zu. Über einen kleinen, bunt bemalten Vorplatz betritt man das Gebäude und gelangt in eine hohe, introvertierte Eingangshalle mit einem Wandbild des Künstlers Ekrem Yalcindag, die durch Oberlichtgauben belichtet wird.
Alle Gruppenräume sind nach Süden orientiert. Die aus der unbelichteten Mittelzone an die nördliche Außen- wand verlegten Flure sind einseitig mit Schultafelfarbe beschichtet und laden die Kinder zur Aneignung ein. Aus dem Obergeschoss führt eine Rampe längs der Mauer in den Garten, aus der heraus sich eine Vielzahl von Spielgeräten entwickeln. Durch Sandstrahlen erhält der Sichtbeton eine haptische Oberfläche.
Teil der Baumaßnahme waren eine Altlastensanierung von Bauwerk und Baugrund sowie die energetische Ertüchtigung des Altbaus auf Neubauniveau.
2Raumwohnung im Haus des Kindes - Umbau
Strausberger Platz 19, 10243 Berlin-Friedrichshain
Bauherr: privat
2006
Das „Haus des Kindes“ von Hermann Henselmann (1953) bildet mit seinem Pendant ein Tor zur Stalinallee. Die Bauherrin erstand eine 11/2 Zimmer-Wohnung im 7. Obergeschoss mit Südterrasse. Sie wünschte sich eine kleine Wohnung mit der Perfektion einer Hotelsuite und dem Charakter eines Refugiums.
Durch Hinzunahme eines ehemaligen Flurs standen zwei gleichwertige Zimmer zur Verfügung. Nicht tragende Wände wurden entfernt und die Öffnungen in den tragenden Querwänden erweitert. Durch die mit breiten Leibungen gerahmten Durchbrüche steckt ein langes Schrankmöbel, das Kochdiele und Bad trennt; beide Bereiche bleiben über eine transluzente Wand verbunden. Rückseitig mit Spiegeln versehene Türen dienen sowohl dem Raumabschluss als auch dem Zugang zum Schrankinneren. Das Möbel integriert Geräte, Medienanschlüsse und diverse Beleuchtungsmöglichkeiten.
Die Räume bleiben nutzungsoffen und werden in Farbe und Materialität vereinheitlicht. Mit dieser Neutralität kontrastiert das Möbel als komplexes und spezifisches Objekt, dem auch eine erhöhte optische Präsenz gestattet ist: Das Äußere ist glänzend rosa, das Innere matt dunkelrot lackiert.
Auf nur 50 qm verbindet sich ein zeitgenössischer Lebensentwurf mit der Aura eines historischen Ortes; die Großzügigkeit eines Lofts trifft auf die räumlichen Qualitäten einer klassischen Enfilade.
Bauherr: privat
2006
Das „Haus des Kindes“ von Hermann Henselmann (1953) bildet mit seinem Pendant ein Tor zur Stalinallee. Die Bauherrin erstand eine 11/2 Zimmer-Wohnung im 7. Obergeschoss mit Südterrasse. Sie wünschte sich eine kleine Wohnung mit der Perfektion einer Hotelsuite und dem Charakter eines Refugiums.
Durch Hinzunahme eines ehemaligen Flurs standen zwei gleichwertige Zimmer zur Verfügung. Nicht tragende Wände wurden entfernt und die Öffnungen in den tragenden Querwänden erweitert. Durch die mit breiten Leibungen gerahmten Durchbrüche steckt ein langes Schrankmöbel, das Kochdiele und Bad trennt; beide Bereiche bleiben über eine transluzente Wand verbunden. Rückseitig mit Spiegeln versehene Türen dienen sowohl dem Raumabschluss als auch dem Zugang zum Schrankinneren. Das Möbel integriert Geräte, Medienanschlüsse und diverse Beleuchtungsmöglichkeiten.
Die Räume bleiben nutzungsoffen und werden in Farbe und Materialität vereinheitlicht. Mit dieser Neutralität kontrastiert das Möbel als komplexes und spezifisches Objekt, dem auch eine erhöhte optische Präsenz gestattet ist: Das Äußere ist glänzend rosa, das Innere matt dunkelrot lackiert.
Auf nur 50 qm verbindet sich ein zeitgenössischer Lebensentwurf mit der Aura eines historischen Ortes; die Großzügigkeit eines Lofts trifft auf die räumlichen Qualitäten einer klassischen Enfilade.






