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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Zollverein_in_Essen_ist_jetzt_Weltkulturerbe_10229.html

14.12.2001

Die schönste Zeche der Welt

Zollverein in Essen ist jetzt Weltkulturerbe


Am 14. Dezember 2001 beschloß die UNESCO auf ihrem 25. World Heritage Meeting in Helsinki, die Zeche Zollverein in Essen in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen. Die Gebäude und Anlagen seien, so die Begründung des Komitees, „herausragende Beispiele für die Anwendung der Gestaltungsprinzipien der Bauhaus-Architektur im industriellen Kontext“. Die Zeche ist neben der Grube Rammelsberg erst die zweite deutsche Stätte aus der Bergbaugeschichte, die mit der begehrten Auszeichnung bedacht wird (siehe UNESCO-Liste).
Für das Ruhrgebiet ist die Entscheidung ein wichtiges Zeichen: Wie der Minister für Städtebau und Wohnen, Michael Vesper, betonte, werde mit Zollverein das gesamte Netz der Industriekultur im Ruhrgebiet „geadelt“. Der Titel Weltkulturerbe, den übrigens auch das Tadsch Mahal in Indien und die ägyptischen Pyramiden tragen, sei „eine große Freude und Herausforderung zugleich“, so der Minister.
Die Voraussetzung für die Aufnahme in die Liste ist neben „Einzigartigkeit“ und „Authentizität“ auch ein überzeugender Erhaltungsplan für das Denkmal. Der in diesem Jahr vorgelegte Managementplan und die Gründung der Entwicklungsgesellschaft Zollverein (EGZ) im Juli 2001 erfüllen auch dieses letzte Kriterium.
Die „schönste Zeche der Welt“ (Pressetext), 1932 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer entworfen und in den 50er Jahren erweitert, wurde nach der Stillegung 1986 von dem Essener Architekturbüro Böll und Krabel behutsam saniert. Seit Anfang der 90er Jahre haben sich auf Zollverein zwei Dutzend renommierte Institutionen und Unternehmen aus dem Bereich Neue Medien, Kunst und Design angesiedelt, unter anderem das Design Zentrum NRW, das in einem von Norman Foster 1997 umgebauten Kesselhaus untergebracht ist. Derzeit arbeitet Rem Koolhaas im Auftrag der Entwicklungsgesellschaft Zollverein an einem Masterplan für das rund 100 Hektar große Areal im Essener Norden. Die Vorschläge aus Rotterdam sollen „in den nächsten Monaten erörtert werden“, so Vesper.

Weitere Infomationen zur Zeche finden Sie im Webauftritt der Stiftung Zollverein.
Weitere BauNetz-Meldungen zu diesem Projekt finden Sie in der News-Datenbank unter dem Suchbegriff Zollverein.


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