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07.06.2000

Wunden schließen

Grundstein für das neue Museum der bildenden Künste Leipzig gelegt


Am 7. Juni wurde auf dem Sachsenplatz in Leipzig der Grundstein für den Neubau des Museums der bildenden Künste gelegt, das nach Plänen des Berliner Architekturbüros Hufnagel-Pütz-Rafaelian entsteht.
Der neue Komplex wird künftig auf rund 11.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 3.000 Gemälde aus der Zeit vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart, 850 Plastiken vorwiegend des 19. und 20. Jahrhunderts und eine graphische Sammlung mit über 55.000 Blättern aufnehmen. Notwendig wurde den Neubau durch den Umzug des Bundesverwaltungsgerichts in das ehemalige Reichgerichtsgebäude, dem bisherigen Sitz des 1837 gegründeten Museums der bildenden Künste.
Im November 1997 hatten Hufnagel-Pütz-Rafaelian den von der Stadt Leipzig aufgeschriebenen internationalen Wettbewerb für sich entscheiden können. Besonderen Wert legte der Auslober des Wettberbes auf Ideen für das städtische Umfeld des Sachsenplatzes im Sinne einer Innenstadtreparatur. Die Aufgabe bestand darin, den Entwurf einerseits in die Maßstäblichkeit der Leipziger Innenstadt einzufügen und das Museum - seiner Nutzung entspechend - gleichzeitig als markantes und eigenständiges Gebäude erscheinen zu lassen.
Der jetzt realisierte Entwurf nimmt mit seiner kubischen Glashülle die Fluchten des einst dichtbebauten Quartiers auf, um „die Wunde“ im städtischen Gewebe zu schließen und so einen Impuls für die Reperatur des Sachsenplatzes zu geben. Hinter seiner gläsernen Hülle wird das Museum im skulpturalen, steinernen Baukörper angemessene Räume für die Sammlungen bieten. Die Präsentation soll - so formulieren es die Architekten - „rückschauend zurückgezogen" sein. Gleichzeitig soll das Museum über großmaßstäbliche öffentliche Terrassen, Höfe, Dach- und Skulpturengarten und Höfe Verbindung nach außen mit der Stadt aufnehmen.
Der Baubeginn hatte sich wegen der späten Finanzierungszusage des Bundes verschoben. Die Hälfte des 120-Million-Mark-Projekts finanziert die Kommune, während sich der Bund und das Land Sachsen mit je 30 Millionen Mark beteiligen.

Seit Mai letzten Jahres können sich Besucher auf dem Sachsenplatz in einem eigens zu diesem Zweck von den Architekten entworfenen Pavillion über den Entwurf, die verschiedenen Bauphasen, die Geschichte des Museums und die auf dem Grundstück ausgegrabenen archäologischen Funde informieren. Im Sommer 2002 soll der der erste Museumsneubau in den neuen Bundesländern seine Pforten öffnen.

Zeichnung: Hufnagel-Pütz-Rafaelian

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