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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Entscheidung_fuer_den_Bau_des_Kunsthauses_Aargau_von_Herzog_de_Meuron_7237.html

22.06.2000

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Nur Mut!

Entscheidung für den Bau des Kunsthauses Aargau von Herzog & de Meuron


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Mit 125 gegen lediglich 15 Stimmen votierte der Große Rat in Aarau (Kanton Aargau / Schweiz) am 20. Juni 2000 mit großer Mehrheit für die Realisierung des vom Baseler Büro Herzog & de Meuron mit Remy Zaugg geplanten Erweiterungsbaus des Kunsthauses Aargau. Die Architekten hatten bereits 1997 einen Wettbewerb für sich entschieden, da jedoch die Finanzierung des 17-Millionen-Projektes lange nicht geklärt war, war seine Ausführung bisher ungewiss (siehe BauNetz-Meldung vom 9.7.1997). Mit der jetzigen Ratsentscheidung hat das Projekt nun die letzte Hürde genommen und der Erweiterung des Museums steht nichts mehr im Wege. Bis zum Kantonsjubiläum 2003 wird sich die Ausstellungsfläche des Kunsthauses nahezu verdoppeln, statt bisher 3.300 Quadratmeter stehen dann rund 6.300 Quadratmeter Fläche für Ausstellungen zur Verfügung. Das Kunsthaus, das als Museum und Kunsthalle zugleich genutzt wird, verfügt über einen Bestand von rund 6.000 Originalen und 10.000 Druckgrafiken. Da die unterschiedlichen Funktionen des Hauses - Wechselausstellungen und Präsentation des Sammlungsbestandes - sich aufgrund des Platzmangels zunehmend in die Quere kamen, musste ein Großteil der Sammlung, die als die bedeutendste der Schweiz gilt, in Kellern gelagert werden.
Der Entwurf von Herzog & de Meuron überzeugte die Jury vor allem durch die raffinierte städtebauliche Einbindung des Baus. Auf dem Platz zwischen Kunsthaus und Regierungsgebäude bildet das Dach des oberirdischen Teiles des Erweiterungsbaus einen öffentlich begehbaren Platz aus. Dieser ist die nördliche Verlängerung des Großratsplatzes und führt mit einem direkten Abgang auf den Aargauerplatz. Der sichtbare Teil der Erweiterung füge sich so gut in die bestehende Architektur des Kunsthauses und der Kantonsbibliothek ein, dass das erweiterte Kunsthaus als eine organische architektonische Einheit erscheine, lobte der Regierungsrat Peter Wertli.
Das Innere des Kunsthauses soll so organisiert werden, dass die bestehenden und neuen Räume eine einzige Folge von Räumen bilden, die sich um einen Hof herum gruppieren.
Mit dem Projekt habe der Kanton Aargau die Chance, mit verantwortbarem finanziellem Einsatz etwas Mutiges zu tun, erklärte der Regierungsrat weiter. Sein Appell an die Ratsmitglieder: "Tut um Gottes Willen etwas Mutiges" fand offenbar Gehör.

Simulation: Hochbauamt Aargau


 
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