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24.09.2021

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Dachlinienspiel

Wohnhaus in der Präfektur Kanagawa von OSO


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Michael Sypkens und Esteban Ochogavia lernten sich während ihrer Arbeit bei Kengo Kuma & Associates kennen und gründeten 2017 ihr eigenes Büro OSO mit Sitz in Tokio. Gegen Ende des Jahres ist mit einem Bürokomplex in Vancouver die Fertigstellung ihres bislang größten Projektes zu erwarten. Das bisherige Portfolio des jungen Büros umfasst hingegen nur einige Ladenlokale und kleinere Wohnhäuser – darunter auch das K House in der japanischen Präfektur Kanagawa. Das eingeschossige Haus entstand für einen Bauherren, der sich auf dem Grundstück an den Bahngleisen, das bereits seit Generationen seiner Familie gehört, einen Alterswohnsitz wünschte.

Angesichts der hohen Lärmbelastung der Nachbarschaft wäre eine in sich gekehrte, dichte Kapsel erwartbar gewesen. Das Wohnhaus öffnet sich jedoch und rahmt in diversen Formaten gezielt Ausblicke, die die Unruhe des Standorts im Hausinneren vergessen lassen: den Himmel über der Bahntrasse, den halb geschlossenen Garten, die Grünflächen an den niedrigen Fenstern. Überproportional große Oberlichter und die aussteifenden, in verschiedene Richtungen geneigten Dachflächen bestimmen die Form des mit geflammtem Holz verkleideten Hauses. Das Projekt wirkt im Resultat eher wie eine Abfolge kunstvoll arrangierter Ebenen denn als eindeutig definiertes Volumen.

Innen erzeugt die von Öffnungen durchzogene Dachlandschaft Großzügigkeit auf 96 Quadratmetern und verleiht den in hellem Holz getäfelten Räumen jeweils einen eigenen Charakter. Einziges sichtbares Konstruktionselement sind die Fachwerkträger in den Fenstern, die bis zu 5,4 Meter überspannen und den offenen Grundriss der Wohnräume ermöglichen. Von Außen gehen die dünnen, verspringenden Metalldächer ein Linienspiel mit den Dachkanten der angrenzenden Häuser und den Oberleitungen der Bahngleise ein. (kms)

Fotos: Vincent Hecht


 
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