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06.08.2021

Erdbebensichere Leichtigkeit

Wohnhaus in Osaka von Yasuyuki Kitamura Architects


Ein schlichtes Haus im Einklang mit der umgebenden Landschaft, dabei schön und zugleich möglichst günstig – so lautete der Wunsch eines jungen Paares hinsichtlich ihres neuen Heims im nördlichen Teil von Minoh City in der Präfektur Osaka. Der japanische Architekt Yasuyuki Kitamura hat ihn mit einem Entwurf erfüllt, der Minimalismus und Wirtschaftlichkeit in eine kompakte wie einfache Form gießt. Sein Einfamilienhaus kommt scheunenartig und fast schon provisorisch daher: Es besteht aus einer leichten Holzstruktur und umfasst nur einen 81 Quadratmeter großen Raum, in den vier kleinere Boxen für etwas Privatheit eingelassen wurden.

Das eingeschossige Gebäude mit weit nach unten gezogenem, über das Volumen auskragendem Satteldach liegt am Rand einer neuen Siedlung, wo die Stadt immer mehr in Landschaft übergeht. Im Hintergrund ragt der Berg Aogai empor, der Wald rückt nahe an das Grundstück heran, davor verläuft zu beiden Seiten jeweils eine schmale Straße. Von hier aus gesehen erscheint der Innenraum außergewöhnlich exponiert: Große Verglasungen öffnen den Bau sowohl an den Längs- als auch an den Querseiten. Außen, an den tiefen Traufen, können transluzente Vorhänge aus Ginseng angebracht werden, die dann als wehender Sonnen- und Sichtschutz dienen.

Auch wenn das Haus luftig wirkt – gebaut wurde es in rustikaler Holzbauweise und entspricht der in dieser Region Japans  essenziellen Erdbebensicherheitsklasse 3. Die einfache, symmetrische Rahmenkonstruktion besteht aus einem Längsträger, der auf einer Reihe schmaler Stützen ruht. Die eingebauten Boxen – sie beherbergen zwei Schlaf- und zwei Badezimmer – besetzen die vier Ecken des Hauses. Der offene Innenraum mit einer Höhe von bis zu 3,80 Metern dient als Küche und Wohnzimmer. Über dem Esstisch wurde ein großer Bereich des Daches mit Polycarbonat gedeckt, sodass hier eine Art integrierter Wintergarten entstand. (da)

Fotos: Masashige Akeda


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