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24.02.2021

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Pavillon im Dorf

Wohnhaus in Buchberg von Gus Wüstemann


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Das Dorf Buchberg zwischen Zürich und Schaffhausen wird von Bauernhäusern mit Satteldächern geprägt. Traditionell verfügen diese Bauten über eine massive Basis aus Stein und eine weit auskragenden Dachkonstruktion aus Holz. Umlaufend entsteht somit eine überdachte Außenzone. Diese historische Typologie adaptierte das Büro von Gus Wüstemann (Zürich/Barcelona) bei ihrem 2020 fertiggestellten Buchberger Neubau zu einem zeitgenössischen Pavillon-Haus – so auch der Name des Projekts. Da allerdings die Architekt*innen für ihr geradezu poetisches Verhältnis zum Baustoff Beton bekannt sind, besteht bei ihrem Wohnhaus die Basis aus diesem Material.

Auf dem 978 Quadratmeter großen Grundstück in Hanglage entstand ein dreigeschossiger Bau mit Satteldach. Im Untergeschoss befindet sich auf 78 Quadratmetern eine Zahnarztpraxis. Darüber dient mit 105 Quadratmetern knapp die Hälfte der überbauten Fläche des Erdgeschosses für Wohnzwecke, während sich der zweite Teil in den Sommermonaten mittels großer Schiebetüren als Terrasse zuschalten lässt. Somit können die Bereiche dieser Etage verbunden und die Wohnfläche verdoppelt werden. Durchlaufende Einbauten aus Beton ebenso wie die Fortsetzung der holzverkleideten Decken verwischen dabei die Grenzen. Es folgen im ersten Obergeschoss im komplett hölzernen Dachstuhl die Schlafräume.

Das Gebäude ist als Hybrid zwischen Holz und Beton geplant. Ein Skelett aus teils recyceltem Beton stützt das vorkonstruierte Holzdach und trägt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei. Durch die Minimierung der technischen Ausstattung soll dieser Anspruch zusätzlich garantiert werden. Für die Architekt*innen steht die Rohheit der verwendeten Materialien für den Pragmatismus des ländlichen Bauens in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Text: Marius Birnbreier
Fotos: Bruno Helbling


Kommentare

4

martin | 24.02.2021 20:22 Uhr

Toll!

Inspirierende Architektur in einem doch recht öden Kontext.

3

Mainzer | 24.02.2021 17:10 Uhr

einfach nur

... bedrückend, dieses optisch überschwer ausgebildete Dach. Da hilft leider auch keine Sonne mehr ...

Auch lassen sich manche Vorhänge nur mühsam an die gewählte Dachform anpassen; Dauer-Gewurschtel ist somit den Bewohnenden garantiert.

2

Frank Robanus | 24.02.2021 16:53 Uhr

@auch ein Architekt

Ich vermute es sind Bild 9+10 gemeint. Nach meiner Interpretation gibt es dort eine Art innenliegenden Balkon. Dieser ist von außen durch die Schalung mit Fugen geschützt. Dessen Aussicht geht auf die 2 Schlafzimmer.

1

auch ein | 24.02.2021 15:48 Uhr

architekt

wohin zum kuckuck führt die treppe aussen in bild 8 und 10 hin ?
ich kapiers nicht...

und ich hätte es bei sonne fotografiert, es läuft mir feuchtkalt den rücken runter, trotz schöner holzschatulle

 
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