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14.04.2014

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Ein lockerer Knoten

Wettbewerb für Wiener Kreisverkehr


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Acht Architekturbüros waren am geladenen Wettbewerb zur städtebaulichen Aufwertung des Verkehrsknotens Verteilerkreis Favoriten in Wien beteiligt. Heraus kam ein Knoten, der es in sich hat: „Ein offenes und entwicklungsfähiges Prinzip“, wie die Architekten Froetscher Lichtenwagner ihren mit dem ersten Preis dotierten Entwurf umschreiben. Ebenso überzeugten die Jury unter Vorsitz Marta Schreiecks zwei weitere Architekturbüros - die Preisträger im Überblick:

  • 1. Preis: Froetscher Lichtenwagner
  • 2. Preis: the next ENTERprise architects
  • 3. Preis: Architekt Martin Kohlbauer ZT GmbH

Tatsächlich erforderte die städtebauliche Situation um den 37.800 Quadratmeter großen, im Durchmesser etwa 200 Meter breiten Verkehrsknotenpunkt im Südosten Wiens eine bedachte und vorausschauende Herangehensweise. Das tägliche Aufkommen von etwa 85.000 Fahrzeugen sowie einer Straßenbahnlinie wird 2017 von der U1-Linie ergänzt, was sich nur noch mit der Fertigstellung der Autobahn A23 im selben Jahr steigern lässt. Eine Erweiterung des FH Campus Wien zum drittgrößten Universitätsstandort Österreichs ist ebenfalls in Planung. Der Eigentümer ASFINAG wird hier schließlich seine Standorte in einem Neubau zusammenfügen, was den Umzug von 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedeuten wird.

Im Umgang mit diesen komplexen Gegebenheiten sollten laut Juri hauptsächlich „die großräumigen städtebaulichen Zusammenhänge und die lokalen Randbedingungen“ beachtet werden, die „zu den sehr unterschiedlich geprägten und in ihren Nutzungsrhythmen auch sehr unterschiedlich funktionierenden Teilgebieten rund um den Verteilerkreis kontextuell korrekt in Dialog treten“.

Die Wettbewerbsgewinner überzeugten dabei genau deshalb, weil ihr Entwurf das größte Potential zur Reaktion auf zukünftige städtebauliche Entwicklungen aufweist, denn „die vorgeschlagenen Funktionslayouts sind gut betreibbar und nachverdichtbar“, so die Jury. Ebenso wird im gleichen Atemzug die „poetische Verspieltheit“ gekoppelt mit „adäquater Stringenz“ gelobt.

Die in lockerer Anordnung um den Verkehrsknotenpunkt angebrachten 24-70 Meter hohen, schlichten Kubaturen mit Glasfassaden vergleichen Froetscher Lichtenwagner mit „Partygästen, die in einer Runde zusammenstehen und sich wechselweise miteinander unterhalten“. Locker, wechselbar, nachverdichtbar, unhierarchisch, reaktions- und anpassungsfähig mutet der Entwurf an. In Anbetracht der Aufgabe, den Verkehrsknotenpunkt für jeglichen Aufenthalt attraktiv zu gestalten, sind dies die besten Attribute.


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1. Preis: Froetscher Lichtenwagner

1. Preis: Froetscher Lichtenwagner

2. Preis: The next ENTERprise architects

2. Preis: The next ENTERprise architects

3. Preis: Architekt Martin Kohlbauer

3. Preis: Architekt Martin Kohlbauer

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