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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wettbewerb_fuer_Schwimmbad_in_Stuttgart_entschieden_3242353.html

10.07.2013

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Zwei erste Preise und kein Ort

Wettbewerb für Schwimmbad in Stuttgart entschieden


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Da hat man ein Wettbewerbsergebnis mit zwei ersten Preisen und einem dritten, alle Entwürfen für eine Schwimmsporthalle im Stuttgarter Neckarpark werden als „erstklassige Ergebnisse“ bezeichnet – und dennoch ist unklar, ob jemals einer realisiert wird: Es gibt Streit um den Standort. Neben dem anvisierten auf dem Parkplatz zweier Fußballvereine werden gerade vier weitere potentielle – ebenfalls im Neckarpark gelegene – Baugrundstücke geprüft.

Unabhängig von den Standortschwierigkeiten hat die Jury unter Vorsitz des Architekten Eckhart Rosenberger folgende Platzierungen vergeben:


Dem Entwurf der Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft bescheinigt die Jury eine bestechende Funktionalität und Gestaltung der Fassade sowie der Schwimmhalle selbst. Zudem sei der Baukörper gut auf dem (bisher vorgesehehen) kleinen Grundstück platziert, was Eckhart Rosenberg wegen des Raumprogramms mit einem 50- und einem 25-Meter-Becken, einer Sprunganlage sowie einer Tribüne mit 900 Plätzen als „schwierige Aufgabe“ bezeichnet.

Die Stärke des Entwurfs von Kauffmann und Theilig sieht die Jury in der großzügigen Gestaltung des Vorfelds, der Qualität der Eingangssituation, der Innenraumgestaltung und der Wirtschaftlichkeit. Die Gesamtkosten für diesen Vorschlag kalkulieren die Architekten mit 22 Millionen Euro, der konkurrierende liegt drei Millionen darüber.

Sollte der Standort gewechselt werden, müssten die Entwürfe dem neuen Grundstück angepasst werden; das und die Zeitverzögerung würde die Kosten in die Höhe treiben.


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Kommentare

5

Künstler | 12.07.2013 00:34 Uhr

Nicht befriedigend

Alle drei Entwürfe überzeugen in keinster Weise. Grade nach den Stuttgart 21 Debatten, leistet sich Stuttgart solch ein trauriges Ergebnis mit der Jury Besetzung und Wettbewerbsarbeiten.

4

Peter | 11.07.2013 18:45 Uhr

Stuttgartbad

Ja, das ist alles seltsam. Die Entwürfe hauen einen nicht um vor Begeisterung, und irgendwie fragt man sich, ob so ein Badkonzept mit einzig je einem Schwimm- und Sprungbecken überhaupt zeitgemäß ist. Sicher, die Welt braucht auch Sportbäder, aber insbesondere Stuttgart braucht viel dringender mal ein großes, modernes und gut gemachtes Freizeitbad. Die städtischen Bäder sind klein, überfüllt und/oder konzeptionell veraltet, das interessantete Schwimmbad der Stadt ist das auch nicht mehr ganz taufrische Leuze.

Und was ist das hier? Ein neues Bad im Uralt-Format, als hätte die Stadt davon nicht schon genug. Dann auch noch ohne Grundstück, obwohl im Neckarpark Richtung Cannstatt hektarweise Brachfläche vor sich hinödet (ach so, wahrscheinlich ist die für gewinnbringenden Investoren-Wohnbau reserviert). Die Architektur bestenfalls Stuttgart-typisches Mittelmaß.

Oh Stuttgart, was soll nur aus dir werden... Lauter seltsame Projekte von S21 über Gerber und Milaneo bis zum Aus für den Wettbewerbsbeitrag der Cranko-Schule. Mir kommt es so vor, als betreibe Stuttgart die desaströseste und unüberlegteste Stadtentwicklung aller deutschen Großstädte. Da wird falsch gemacht, was man nur falsch machen kann, mit Professionalität hat das rein gar nichts zu tun. Das alles ist geplante Verunstaltung und Entwürdigung einer Stadt, die soviel Potenzial haben könnte. Und wir Steuerzahler füttern diese unfähigen Entscheidungsträger Tag für Tag...

Das Stadbild wird an allen Ecken und Enden dilettantisch verschandelt, die Bauverwaltung verliert sich in absurder Kleinkariertheit, bekommt nichts Sinnvolles auf die Reihe, und die Stadt geht den Bach runter. Die Herrschaft haben Investoren übernommen, und keinen störts. Hauptsache, Daimler, Bosch und Porsche gehts gut, der Rest ist wurscht. Willkommen in Stuttgart!

3

Andrea Palladio | 11.07.2013 13:19 Uhr

Desaströs

Alle drei plazierten Beiträge überzeugen in baukünstlerischer Hinsicht nicht. Alle drei sind triviale Kisten, mal etwas mehr, mal etwas weniger durch banale Spielereien (Schräge in der Fassadenverkleidungen beim Erstplazierten, "spielerische" Verschiebung der Betontafeln beim Zweitplazierten) aufgehübscht. Der Drittplazierte zeigt immerhin in seinem Rendering die ganze Schönheit seiner Parkplatzplanung (am Gebäude kann sich das Auge kaum festhalten).

Im Inneren glänzt der Gewinner durch Zuückhaltung in der Aussage. Wie ist dort die Decke gedacht? Wie soll die Beleuchtung funktionieren? Wenn dieselbige schon nicht dargstellt wird, warum gibt es dann dort fünf höchst seltsame Schlitze? Die Dimensionen der Stützen scheinen zu schlank im Bild, das Tragwerk völlig unklar, ebenso wie die völlig unmotivierte Aufböschung rund um den Neubau.

Leider, man kann es nicht anders sagen, ein schlechtes Zeugnis für die Jury.

2

interessant | 11.07.2013 09:33 Uhr

dass man

bei einem "Ortswechsel" einfach die Entwürfe anpassen möchte. Wie soll das denn möglich sein. Warum wurde die Standort-Diskussion nicht vorher geführt?

1

auch ein | 10.07.2013 15:40 Uhr

architekt

ein schelm wer böses dabei denkt....

rosenberger im preisgericht, riehle als sieger......
ein gschmäckle

und warum ist KTP plötzlich so "grade und kistig" ?
eine reaktion auf die besetzung des preisgerichtes ?

 
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