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25.07.2014

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Umarmung aus Beton

Wettbewerb für Museum am Genfer See entschieden


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Nyon liegt direkt am Genfer See. Die Gemeinde ist ein regionales Industriezentrum und bietet mit Festivals und Museen jede Menge Kultur. Für das bekannteste Museum der Stadt war eine Sanierung und Umstrukturierung schon lange fällig, denn das Musée du Léman ist zum Teil in einem ehemaligen Krankenhausgebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Vor kurzem entschied das Büro FHV – Fruehauf, Henry & Viladoms Architectes aus Lausanne den geladenen internationalen Wettbewerb für sich. Folgende Preise wurden vergeben:

  • 1. Preis: FHV – Fruehauf, Henry & Viladoms Architectes (Lausanne)
  • 2. Preis: Rudy Ricciotti Architecte (Bandol)
  • 3. Preis: Studio Mumbai (Mumbai, Mailand)
  • 4. Preis: Morger + Dettli Architekten (Basel)
  • Anerkennung: Kengo Kuma & Associates (Tokio,Paris)

Die Herausforderung bestand darin, die vorhandenen Museumsräume zu überdenken und zusätzlich neue Ausstellungsräume zu schaffen. Die äußere Wahrnehmung spielte eine nicht minder wichtige Rolle, schließlich sei laut den Juryanforderungen die Lage am Genfer See relevant. Aus dem vorhandenen heterogenen Bild soll ein markanter Kulturort entstehen.

Die Kelten nannten Nyon einst Noviodunum. Mit diesem Namen betiteln FHV – Fruehauf, Henry & Viladoms ihren Entwurf. Wie eine „Mauer, die sich um den historischen Bau legt, als hielte sie diesen, wie einen alten guten Freunde im Arm“, beschreibt die Jury das Siegerprojekt. Massiv und schützend zugleich ordnet die Mauer mit ihrem Verlauf den Ort neu. Aus dem Boden wachsend geht sie in das kantige Gebäude neben dem Altbau über, dessen Hauptfassade den Vorplatz bestimmt. Der gewollte Kontrast zwischen Alt- und Neubau in Beton überzeugte die Jury. Weiterhin lobte sie die „herausragende Genauigkeit und Stimmigkeit der Details, sowohl gegenüber der städtebaulichen Aufgabe als auch hinsichtlich der musealen Anforderungen“. Der Entwurf füge sich wunderbar in die Landschaft am Genfer See ein.

Die Entwürfe von Rudy Ricciotti und Kengo Kuma schlagen auf unterschiedliche Weise eine Art Wahrzeichen für den Ort vor. Die ineinander verschlungene Dächerlandschaft Sailing Roofs von Kengo Kuma beeindrucke, und biete trotz „visueller Verwirrung“ gute Erschließungsmöglichkeiten, sagte die Jury. Allerdings sei die Verbindung zum Altbau dabei etwas untergegangen. Studio Mumbai schlug vor, die Ausstellungsräume einer Werft gleich zu gestalten und Morger + Dettli versehen ihre Neubauten mit markanten Satteldächern. (pg)


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1. Preis: FHV - Fruehauf, Henry + Viladoms Architectes

1. Preis: FHV - Fruehauf, Henry + Viladoms Architectes

2. Preis: Rudy Ricciotti Architecte

2. Preis: Rudy Ricciotti Architecte

3. Preis: Studio Mumbai

3. Preis: Studio Mumbai

4. Preis: Morger + Dettli Architekten

4. Preis: Morger + Dettli Architekten

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