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26.01.2010

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Nest im Loft

Wettbewerb für Baugemeinschaft in Hamburg entschieden


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Nachdem bereits vier andere Baugemeinschaften in der Hamburger Hafen-City an den Start gegangen sind, gibt es dort nun auch die – nach Eigeneinschätzung – „erste eigen initiierte und selbst organisierte“ Baugemeinschaft – und zwar für ein Gebäude an der Shanghaiallee gegenüber dem Prototyp-Museum. Jetzt wurde der Wettbewerb für das Projekt entschieden, das sich mit der Bezeichnung „Nidus-Loft HafenCity“ allerdings verdächtig nah am Marketing-Sprech der gewerblichen Developer orientiert. Nidus ist lateinisch und bedeutet „Nest“. Die Jury kürte jetzt den Entwurf des Architekturbüros spine architects zum Sieger.

Nidus sei „eine Gruppe von Familien und Freunden, die ihr Zuhause und das neue Stadtquartier aktiv mitgestalten und prägen will. In der Gründung einer Baugemeinschaft sahen wir die Chance, unseren Wunsch nach Wohnen und Arbeiten unter einem Dach zu realisieren. Unser Nutzungskonzept aus Wohnen, Kreativität, Kunst und Kultur soll Synergien zwischen den Bewohnern und dem Umfeld im Elbtorquartier schaffen“, teilte ein Sprecher mit. Die Nidus-Baugemeinschaft organisiert sich selbst und verzichtet auf Baubetreuer oder Projektentwickler. Dadurch kann sie Kosten sparen, sodass die Wohnungen zwischen 2.900 und 3.100 Euro pro Quadratmeter kosten sollen.

Die Baugemeinschaft plant 30 Einheiten mit teilweise bis zu fünf Meter hohen Räumen. Die Grundrisse sind offen gestaltet und sowohl für Singles als auch für Familien flexibel nutzbar. Im Erdgeschoss sollen Geschäfte, Ateliers und Showrooms den boulevardartigen Charakter der Shanghaiallee prägen.
Neben einer Galerie sind Ladenwohnungen geplant, die ein Anziehungspunkt im Elbtorquartier werden sollen.

Der Entwurf von spine architects nimmt Motive der New Yorker Loftarchitektur auf und soll mit seiner Material- und Detailgestaltung die Tradition der Speicherstadt fortsetzen. Die Architekten erläutern: „Die Lochfassade generiert ein minimalistisches Formenspiel durch die Variation des immer gleich proportionierten Fensters (Quadrat) in verschiedenen Größen: Je nach Wohnungstypus und -größe werden den Einheiten die verschiedenen Formate zugeordnet. Die größten Öffnungen werden auf die Duplexwohnungen verteilt und bilden durch ihr Auftreten als Quartett Schwerpunkte in der Fassade.
Durch das Übertragen der inneren Struktur auf die Fassade entsteht innerhalb eines an sich sehr rationalen, gerasterten Fassadensystems ein spielerisches Pulsieren. Der gewählte Ziegel unterstützt das gewünschte Ergebnis durch sein flaches, liegendes Format und seine haptische Qualität.

Die Südfassade ist dagegen weitgehend verglast. Integrierte Loggien laden zum Aufenthalt ein. Auch auf der Südseite wird mit wenigen Elementen (Putz, Glas, Geländerbänder) eine eigenständige, rhythmische Fassade erzeugt.“


Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2011 geplant.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten noch bis zum 17. Februar 2010
Ort: Hafen-City-Infocenter im Kesselhaus, Am Sandtorkai 30, Hamburg


Kommentare

7

ulrike | 28.01.2010 23:42 Uhr

unspektakulär

... und so was von unwichtig. Als Stadtbenutzer ´renn ich einfach ´dran vorbei- böööhhh. Langweilig und ohne Belang. Nichts, was man in sexy renderings darstellen müsste. Das kann der gewählte Generalunternehmer des Vertrauens (oder des niedrigen Preises) auch ohne Malerei. Sind ja nicht alle im Kunstverein, gelle? keine nachricht wert, eigentlich.

6

Raster-T | 27.01.2010 14:51 Uhr

Fassade

gelungener Entwurf, Glückwunsch dazu.

@Mad scientist:
einfach die Isometrie angucken, da geht Innen und Außen sowas von zusammen - wenn man denn Zeichnungen lesen kann.

5

O.M.Ungers | 27.01.2010 09:47 Uhr

meint:

Grasshopper rules!

4

NoLoft | 26.01.2010 22:28 Uhr

...

man kann ALLES mit netten Worten umschreiben ... warum nicht einfach mal zugeben das eine andere (bessere?) Fassade im Budget nicht drin war oder die Rahmenbedingungen so "streng" waren das die Fassade einfach genauso "streng" (Bürofassade) werden musste ..

3

solong | 26.01.2010 20:46 Uhr

schön ...

schön das bauherrengemeinschaften aktiv an der entwicklungs des quartiers teilhaben wollen ... die neuen gestaltungsversuche in ein eigentlich gleiches raster dann eigentlich völlig unlogisch gezoomte fensterformate einzusetzen ... ist ein netter versuch ... mehr nicht und auch nichts neues ... wozu das ganze und dann noch bei entstehungskosten für die nutzer ... für die ich bei gleichen preis noch mehrere investoren / bauträger hätte die das gerne errichten und dafür verkaufen würden ... also weder innovativ noch günstig ... eher von "laien" für "laien" ...

2

Mad Scientist | 26.01.2010 17:57 Uhr

Architektenblabla...

Die Fassadenidee ist nett aber wirklich nicht aus der inneren Struktur ableitbar. Das "Übertragen der inneren Struktur auf die Fassade" müsste doch eher zu einer Ablesbarkeit der zweigeschossigen Räume führen.

1

flashback | 26.01.2010 16:36 Uhr

Quadratloft

Wahnsinn, Quadrat-Ungers lässt grüßen! Möchte man so eine Schwarze-Loch-Fassade wirklich im Stadtbild sehen?

 
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