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26.04.2019

Kommune und Neo-Kommune

Villenanlage der Siebzigerjahre auf Sardinien umgebaut


Vor vierzig Jahren bauten die Turiner Architekten Ferdinando Fagnola und Gianni Francione auf Sardinien einen Villenkomplex mit brutalistischen Anleihen. Fagnola kehrte nun zurück, um zusammen mit PAT (ebenfalls Turin) drei der fünf Villen zu renovieren und um einen neuen Bau zu ergänzen.

Die Villenanlage befindet sich in einem Dorf nahe der Costa Smeralda und überblickt die Nordostküste Sardiniens. In den 1970er Jahren konzipierten Fagnola und Francione die Anlage als eine Art dörfliche Wohngemeinschaft für eine Großfamilie – ein Ehepaar, seine fünf Kinder, deren Familien und Gäste. Entstanden war damals eine offene Anlage, in der sich ursprünglich fünf keilförmige Betonbauten locker um einen zentralen Gartenbereich anordneten.

Die Familie verließ ihre Wohnanlage, das Konzept der Gemeinschaft zerfiel und die einzelnen Wohnbauten erhielten unterschiedliche Besitzer. 2011 erwarb jedoch eine Privatperson drei der fünf Einheiten und wandelte die Anlage jetzt gemeinsam mit Ferdinando Fagnola und PAT neu um.

In der Villa 1 richteten die Architekten die Hauptwohnung mit Wohnraum, Küche und Schlafräumen unter den drei Bestandsbauten ein. Für die Villa 2 fügten sie zwei ursprünglich getrennte Baukörper zusammen. Gästezimmer als auch Erholungsräume wie ein Spa, Ruhezonen und ein Swimming Pool sind in dem fusionierten Bau untergebracht. Villa 3 ist ein Neubau. Über eine Treppe und Gehwege ist er mit den anderen beiden Bauten verbunden.

Obwohl als Villa bezeichnet, wird im Neubau ein Montessori-Zentrum eingerichtet. Die Architekten planten dafür einen weiteren Essbereich, Schlafzimmer für Gäste und Räumlichkeiten für den Unterricht sowie Workshops zum Malen oder Töpfern. Zur Neugestaltung des Gartens gehört auch ein Abenteuerweg, auf dem die Kinder des Montissori-Zentrums die Pflanzen der maritimen Umgebung kennenlernen können. Ein bißchen Siebzigerjahre-Hippie-Feeling wird also wieder in die Anlage zurückkehren. Oder Yuppie-Feeling, wenn man einmal auf den neuen Swimming Pool schaut. (eb)

Fotos: Pino dell’Aquila


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