RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Umgestaltung_eines_Forts_bei_Amsterdam_von_Serge_Schoemaker_Architects_7516655.html

26.02.2021

Zurück zur Meldung

Entspann dich, Bunker

Umgestaltung eines Forts bei Amsterdam von Serge Schoemaker Architects


Meldung einblenden

Das Fort bei Hoofddorp ist Teil einer historischen, als UNESCO-Weltkulturerbe gelisteten Verteidigungslinie aus mehreren, teils mit Kanälen verbundenen Stellungen, die sich rund um Amsterdam zieht. Das zwischen 1895 und 1907 gebaute Fort, war als Verteidigungsmaschinerie angelegt und halbseitig in einen Hügel gegraben. Einst waren hier bis zu zweihundert Soldaten stationiert, die durch die Erdschicht und bis zu zwei Meter dicke Betonwände und Decken vor Artilleriebeschuss geschützt werden sollten.

Inzwischen wurden die teils jahrzehntelang leerstehenden Kasematten vieler Stellungen umgenutzt und beispielsweise in Cafés oder Restaurants umgewandelt. Auch das insgesamt 8.100 Quadratmeter Fort Hoofddorp wurde kürzlich in einen Stadtpark mit Platz für ein Restaurant sowie für kulturelle und pädagogische Einrichtungen umgewandelt. Die behutsame Sanierung sollte den originalen Eindruck möglichst erhalten. Die Umbauten erfolgten nach den Plänen des Amsterdamer Büros Serge Schoemaker Architects.

Die Architekt*innen fügten zunächst zwei neue Treppen in den Komplex ein, um den Zugang zu verbessern. Durch das teilweise Aufbrechen der Geschossdecken zwischen Erd- und Obergeschoss entstanden zwei neue, hohe Räume. Um den Eindruck des denkmalgeschützten Gebäudes nicht zu stark zu verändern, wurde der Bestand nur teilweise überarbeitet und stellenweise unverändert erhalten. Die neu hinzugefügten Einbauten sind klar vom Bestand zu differenzieren. Beispielsweise wurden die unbehandelten Betonwände mit warm wirkenden Holzeinbauten sowie minimalistischen Stahlelementen ergänzt. Die notwendigen technischen Anlagen wurden sorgfältig integriert. So wurde das gesamte Gebäude mit einer minimal auftragenden Fußbodenheizung versehen, die in den Estrichboden eingearbeitet wurde. Die Lüftungsanlage nutzt die bestehenden historischen Lüftungskanäle. (tl)

Fotos: MWA Hart Nibbrig


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare

2

lulw | 27.02.2021 18:28 Uhr

-_-

gott sei dank hat es irgendeiner fotografiert, sonst wäre ja die ganze mühe umsonst gewesen..

1

Jürgen Scharlach | 27.02.2021 05:42 Uhr

Qualität

Super !!!!

 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.




Alle Meldungen

<

02.03.2021

Minimalismus in Südschweden

Sommerhaus bei Kvegerö von Norell Rodhe

26.02.2021

Metallisch verkleidet

Wohnhaus in Hagenberg bei Linz von Caramel

>
BauNetz Wissen
Strandgut in der Decke
baunetz interior|design
Monoton monochrom
Baunetz Architekt*innen
Bez + Kock Architekten
BauNetz Xplorer
Ausschreibung der Woche
vgwort