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05.02.2019

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Zeughaus wird Fakultät für Design

Umbau von Staab Architekten in München


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Mit Beginn des Wintersemesters 2018/19 hat die Fakultät für Design der Hochschule für angewandte Wissenschaften München ihre neue Heimat bezogen: das historische Zeughaus in der Lothstraße 17. Morgen wird das Haus, das nach Plänen von Staab Architekten aus Berlin umgebaut und um einen Pavillon erweitert wurde, offiziell eröffnet. Die Planungs- und Bauzeit hatte sich von den ersten Überlegungen, das Zeughaus umzunutzen bis zum Einzug der Fakultät über zehn Jahre hingezogen, die Gesamtbaukosten liegen bei 62 Millionen Euro.

Die Architekten, die nach einem Verhandlungsverfahren beauftragt wurden, wollten die verloren gegangene Raumkomposition des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1866 wiederherstellen und mit wenigen gestalterischen Mitteln an die neue Nutzung anpassen. Das Haus bietet nun Platz für einen großen und einen kleinen Hörsaal, Projekträume, Gemeinschaftsbüros, Holz-, Metall- und Druckwerkstätten, Claystudio, Fotostudio, einen großen Multifunktionsraum und jede Menge Ausstellungsflächen. Drei Materialien dominieren den Umbau: rustikaler Dielenboden, Einbaumöbel aus zementgebundenen Holzwerkstoffplatten und roh belassene Aluminiumoberflächen an Brüstungen und Türen. Sie kontrastieren mit den weiß verputzten Innenräumen und sollen zum kreativen Arbeiten anregen.

Der neu hinzugefügte, verglaste Pavillon im Ehrenhof ist einerseits für Ausstellungen, Präsentationen und als temporärer Arbeitsplatz konzipiert. Andererseits ermöglicht er Sichtachsen durch die gesamte Gebäudetiefe und dient als Verteiler, der die beiden Flügel mit den Projekträumen im ersten Obergeschoss durch eine Brücke verbindet. Sein mehrfach gefaltetes Dach kragt über die umlaufende Glasfassade aus und lässt die Raumgrenze zum Campus und zum Hof des Altbaus verschwimmen, so die Architekten. Für die Freiraumplanung sind Levin Monsigny Landschaftsarchitekten aus Berlin verantwortlich.

Die Fakultät für Design der Hochschule München gilt als die größte staatliche Institution für akademische Designforschung und -lehre in München. Sie ging aus drei Vorgängerinstitutionen hervor. Mit dem Umzug in die Lothstraße 17 sind nun erstmals alle Studiengänge und Studienrichtungen unter einem Dach vereint. Nördlich des neuen Standortes plant die Stadt München auf dem 20 Hektar  großen Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne das Kreativquartier, ein Stadtviertel, in dem Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissenschaft verknüpft werden. (fm)

Fotos: Oliver Jaist, Antonia Wolf, Franz Schmid


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Kommentare

10

boyle | 08.02.2019 07:55 Uhr

bin kein

"Staab Mitarbeiter".
Auch kein Schriftsteller

9

Dimitri Suchin | 07.02.2019 04:08 Uhr

Clay

Wird da in einem Studio General Lucius D. Clay verehrt? Oder wollte wer unseren Lehm glorifizieren durchs Englisieren?

8

T.C. | 06.02.2019 18:09 Uhr

@Staab-Mitarbeiter boyle und andere hier

Industriedesign pur - was soll das sein?
Warum dann keine Nieten an der Decke?
Eine Brüstung hat ja auch haptische Eigenschaften, ist das Material und die Ausführung dem Vandalismus geschuldet?
Die Decke hatte ich eigentlich vergessen zu erwähnen - sie scheint irgendwie einem Kühlhaus entlehnt zu sein und das Dach des Pavillons wird auch nicht besser, wenn es nicht der Haupteingang ist.

7

boyle | 06.02.2019 15:27 Uhr

@ T.C.

Wenn jemand verdeckt befestigen kann dann Staab, glaube nicht, dass das hier gewollt war. Das blanke Alu ist genietet, Industrie Design pur. Und der Haupteingang ist auf der anderen Seite, der Pavilion nach hinten raus. Finde das Projekt sehr gelungen, möcht gern dort nochmal studieren ;)

6

denkste | 06.02.2019 15:09 Uhr

Zeughaus

Ist schon sehr schön geworden.
Ich frage mich:
Ist der Pavillon robust genug um studentischen Alltag auszuhalten?
Das Dach des eingestellten Baukörpers ist für mich etwas Besonderes. Chapeau.

5

T.C. | 06.02.2019 12:10 Uhr

Details..

..eigentlich ist es wirklich sehr schön geworden!

Einzige Kritikpunkte sind das Dach des Eingangsfoyers, wo der Konflikt zwischen dünner Dachkante und kontruktiver Höhe nicht gut gelöst wurde als auch die Brütungsdetails mit den sichtbaren Schrauben auf der Oberseite der Wangen und ja, das Licht könnte statt 4000K vielleicht auch 3000K haben, der Rest ist super!

4

schlawuki | 06.02.2019 10:53 Uhr

schön

wer die gesamtsituation um die fachhochschule kennt, weiss das das ergebnis hier sehr gut ist.

vor vielen jahren musste das wunderbare landesversorgungsamt der gebrüder luckhardt dem jetzigen unsäglichen neubau weichen.
umso schöner ist es das renovierte zeughaus nun in alter respektive neuer pracht gegenüber erstrahlen zu sehen.

und das neue innenleben ist der neuen nutzung angemessen und massgeschneidert.

3

Santa Maria | 06.02.2019 10:37 Uhr

unbedingt Weitermachen

Ein sehr gelungenes Projekt vom Kollegen Staab! Trauerspiel? Der Umgang mit dem Bestand ist äußerst respektvoll. Natürlich sind die Räume reduziert: Der Punk kommt mit den Studenten, wie von allein! Bleibt nur zu hoffen, dass die Fakultätsleitung nicht zu pingelig mit ihrem neuen Objekt ist und so den Studenten womöglich ein Stück weit der Raum genommen wird.

@Dr.Yikes: In ihrem nächsten Beitrag wünsche ich mir etwas mehr konstruktive Kritik. Ihr Kommentar ist belanglos und öde.

2

Mr. Hyde | 06.02.2019 09:12 Uhr

Weitermachen

Also nun aber mal halblang! Findet so ein Diskurs über Architektur statt? Einfach seine Meinung in die Tastatur hacken ohne das Gesehene zu reflektieren?

Ich habe große Achtung vor diesem Projekt, dem würdigen Umgang mit dem Bestand und der sauberen Detailierung!
Die kühle Atmosphäre transportiert sehr gut den Werkstattcharakter. Wenn man sich dann noch die belebten Bilder während der Nutzung anschaut, hat man auch den Beweis dafür, dass hier nicht nur designed wurde sondern Räume geschaffen worden, die noch Luft lassen zur Aneignung.

Weiter so!

1

Dr. Yikes | 05.02.2019 22:59 Uhr

Aufhören

Was für ein Trauerspiel. Da wirken skandinavische Gefängnisse einladender und inspirierender als diese Depressionsmaschine.

Wie das Land, so das Je... die Fakultät für Design.

 
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Ende 2018 zog die Fakultät für Design in das vom Büro Staab Architekten renovierte Zeughaus.

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Der neue, verglaste Pavillon im historischen Ehrenhof wird vom alten Gebäude eingefasst.

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Er ist das Zentrum der Fakultät für Unterricht und Ausstellungen.

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Im Treppenhaus dominiert eines der prägenden Materialien des Umbaus: Aluminium.

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