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31.07.2018

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Schwabens Beste

Thomaswechspreis 2018 vergeben


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Immer wieder stehen Juries von Architekturpreisen und jene, die das Ergebnis lesen, vor der gleichen Frage: Ist es wirklich möglich, das eine herausragende Projekt zu nennen, das den Preis mehr verdient hat als andere Einreichungen? Beim diesjährigen thomaswechspreis, der am 20. Juli 2018 im Rahmen des BDA-Sommerfestes im Architekturmuseum Schwaben in Augsburg verliehen wurde, antwortete die Jury pragmatisch und erfand spontan, neben Preisen und Anerkennungen, noch eine dritte Kategorie. Mit der „Engeren Wahl“ würdigten die diesjährigen Preisrichter Bernardo Bader (Vorarlberg), Armando Ruinelli (Graubünden) und Michaela Wolf (Südtirol) fünf Einreichungen, die nach der Besichtigungsrunde nicht weiter berücksichtigt werden konnten. Als regionaler Architekturpreis des BDA Bayern zeichnet der thomaswechspreis nun bereits zum neunten Mal herausragende Projekte im Regierungsbezirk Schwaben aus. Er wird alle drei Jahre an Bauherren und Architekten gemeinsam verliehen für Bauten, deren Fertigstellung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt.

Die drei Preise gehen an drei Bauten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bei der von Braunger Wörtz Architekten errichteten sozialen Wohnbebauung in Neu-Ulm rückt die Jury die Materialwahl in den Vordergrund ihrer Bewertung, die natürlich daherkomme und demonstriere, wie längst überfällige Alternativen zu Wärmedämmverbundsystemem aussehen können. Knerer und Lang Architekten wurden für ihr Werkstoff- und Straßenreinigungsdepot in Ausgburg gewürdigt, das in den Augen der Preisrichter vorbildlich mit der peripheren Lage umgeht und die Abläufe und Organisation des Straßenreinigungsbetriebs gut unter der bewegten Dachlandschaft löst. Die Architekten von 17A Architektur bauten in eigener Sache, indem sie eine ehemalige Betongarage mit einer Massivholzaufstockung versahen und dadurch 108 Quadratmeter Bürofläche generierten. Die Jury beeindruckte die städtebauliche Einbindung in Anlehnung an die steilen Dächer im Projektort Augsburg und den Umgang mit knappem Budget.

Eine von drei Anerkennungen geht an den kleinen kammverputzten Wohnturm von Eberle Architekten, dessen Einfachheit viel Anklang unter den Preisrichtern fand. Mit Besinnung auf wenige Materialien komponierten die Architekten ein sehr funktionales Haus für eine große Familie in Mering. Ebenfalls überzeugt von der guten Materialwahl, würdigte die Jury das von Hermann Kaufmann und Florian Nageler geplante Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf für die „konsequente und stimmige Holzbauweise, die durch das Farbkonzept eine wohltuende Eleganz erhält.“ In Memmingen fand das Büro SoHo Architektur mit dem uF-Haus eine Antwort auf den Umgang mit dem alten Baumbestand auf einem kleinen Grundstück. Die Jury lobte den experimentellen Entstehungsprozess gemeinsam mit den Bauherren sowie den präzisen Umgang mit Material, Raum und Öffnung.

Fünf Einreichungen würdigten die Preisrichter mit der neuen Kategorie „Engere Wahl“. Das sind ein zwischen ehemaligen Bauern- und Siedlungshäusern platziertes, in schwarzes Wellblech gehülltes Wohnhaus in Ungerhausen von Christian Groß Architektur, der Ausbau eines ehemaligen Mustergutes zum Europazentrum einer Buddhismus-Stiftung in Immenstadt von Dietrich Untertrifaller Architekten und das Gipfelrestaurant am Nebelhorn in Oberstdorf von Hermann Kaufmann + Partner, außerdem ein die Typologie der umgebende Siedlungshäuser aufnehmendes Wohnhaus von Johannes Hiller in Augsburg und das Wasserkraftwerk mit Sommerbar in Kempten von F64 Architekten.

Text: Elisabeth Haentjes


Zum Thema:

Detaillierte Informationen zu Auslobung, Shortlist und Preisträgern unter: www.thomaswechspreis.de


Kommentare

1

helu | 05.08.2018 21:23 Uhr

"Schwabens Beste"

An jämmerlicher, nicht zu übertreffender notdürftiger Architektur, präsentiert BauNetz 46 Bilder zu (Bayrisch) Schwabens bester Architekten! Thomas Wechs würde sich im Grabe abwenden.

 
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