RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Temporaere_Weihnachtsinstallation_von_Sam_Jacob_7493190.html

15.12.2020

Zurück zur Meldung

Illuminierter Treffpunkt in London

Temporäre Weihnachtsinstallation von Sam Jacob


Meldung einblenden

In London hat das ortsansässige Büro Studio Sam Jacob den Granary Square nahe King’s Cross mit einer temporären weihnachtlichen Leuchtskulptur bereichert. Der als The Electric Nemeton betitelte Pavillon mit Illumination knüpft an die Ursprünge der Weihnachtsbaum-Tradition an und verweist auf heilige Waldhaine, auch „Nemeton“ genannt, die in der keltischen Kultur als Versammlungsorte dienten. Dennoch schaffen es die Planer*innen, mit ihrer symbolisch aufgeladenen Intervention nicht in den Kitsch abzudriften.
 
Das Projekt umfasst ein aus geometrischen Formen konstruiertes, transluzentes Leuchtobjekt – ein pavillonartiges Dach, das einen Raum zum Durchschreiten, eine Bühne für soziale Interaktion oder einfach einen öffentlichen Treffpunkt schafft. Dabei stellt es stolz seine durchaus simple Materialität zur Schau: Die Konstruktion besteht aus einer Reihe modularer Pyramiden in drei verschiedenen Größen, die an Tannenbaumwipfel erinnern. Sie werden von einer metallenen Stützenkonstruktion in vier Metern Höhe über dem Boden gehalten. Die Pyramiden sind aus Holzbalken zusammengeschraubt, zwischen denen verschiedenfarbige Gerüstnetze gespannt sind. Lichteffekte und in der Bodenplatte eingebaute Strahler akzentuieren die transluzenten Eigenschaften. Bewegt man sich unter dem Electric Nemeton, wirkt die Struktur mal durchsichtiger, mal solider.
 
Die im Auftrag der King’s Cross Central Limited Partnership entstandene Intervention steht in einer Reihe winterlicher Baumtraditionen, die in ihrer Symbolik gemeinhin die Dunkelheit abwehren und die Hoffnung auf die Rückkehr der Sonne ausdrücken sollen. Mit dem Electric Nemeton wollen die Planer*innen eigenen Angaben zufolge aber angesichts der aktuellen Situation auch noch einer weiteren Hoffnung Ausdruck verleihen: Auf die Rückkehr des öffentlichen Soziallebens. Auch wenn dem öffentlichen Raum speziell in Zeiten von Corona eine neue Bedeutung zukommt, musste die soziale Skulptur allerdings zeitweise wegen der neuerlichen Kontaktbeschränkungen abgesperrt werden. Es ist gerade so eine Sache mit den Treffpunkten ... (tl)

Fotos: Jim Stephenson


Dieses Objekt & Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:
BauNetz-Maps


Kommentare

2

Slate | 16.12.2020 10:09 Uhr

Meine Zustimmung

Genau das denke ich bei Ihren Kommentaren auch immer.

1

auch ein | 16.12.2020 08:41 Uhr

architekt

im innenhof einer architektur-fakultät find ich sowas als versuch "erstsemester-studenten bauen" ja noch spannend, hier ist es etwas peinlich, vor allem wenn man noch die story dazu liest....

 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.




Alle Meldungen

<

15.12.2020

Wo Technikerin und Tänzer leben

Wohnanlage von archis am Europa-Park in Rust

15.12.2020

Buchtipp: Die Umwelt sind wir

Habitat. Ecology Thinking in Architecture

>
BauNetz Wissen
Unter Fichten
baunetz interior|design
Adventsverlosung
BauNetz Themenpaket
Rückkehr des Glasbausteins
BauNetz Maps
Architektur entdecken
vgwort