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14.06.2022

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Hochhaus mit Kapelle

Stadtblock in Lyon von ITAR und SUD


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Lyon wird bereits seit einigen Jahrzehnten konsequent umgestaltet, aber viele Entwicklungen betreffen eher postindustrielle Gegenden wie die Flussinsel La Confluence. Mitten in der Innenstadt unweit des Bahnhofs Part-Dieu konnten die Büros ITAR architectures (Paris) und SUD Architectes (Lyon) nun allerdings einen wegweisenden Stadtblock fertigstellen. Das Projekt, das in Kollaboration mit Wilmotte & Associés Architectes (Paris) realisiert wurde, könnte ein Vorbild für die Transformation des zentralen Geschäftsviertels auf der anderen Seite des Gleisstrangs sein. Das trägt ebenfalls den Namen Part-Dieu und ist derzeit noch von einer gewissen Monofunktionalität geprägt.

Der Komplex namens Émergence Lafayette entstand auf einem früheren Areal der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF direkt am Schienenstrang. Er ist Teil eines größeren Masterplans des Pariser Büros l’AUC zur Erneuerung des Geschäftsviertels, zu dem auch ein Projekt von MVRDV gehört. Neben 8.600 Quadratmetern Bürofläche in einem Riegel von Wilmotte & Associés umfasst der Block 5.500 Quadratmeter bezahlbare Wohnfläche im Eigentum und auf rund 2.500 Quadratmetern Sozialwohnungen für jüngere Menschen. Letzterer Teil des Projekts bietet sogar einen eigenen Co-Working-Bereich. Im Sockel gibt es außerdem Gewerbeeinheiten und eine Kapelle.

Die Architekt*innen versammeln das Programm in drei Volumen, die sich einen geschützten Zugangshof teilen. Das Diözesanzentrum, zu dem die Kapelle gehört, belegt dabei die unteren Geschosse des niedrigeren Volumens. Der höhere Turm ist wiederum dem Wohnen vorbehalten. Und gearbeitet wird im halbhohen Riegel entlang der Gleise. Trotz des guten Verkehrsanschlusses musste außerdem eine zweigeschossige Tiefgarage in das Projekt integriert werden.

Die Gestaltung der drei Volumen erfolgte in enger Absprache der beteiligten Büros, die schließlich eine gemeinsame Baugenehmigung einreichen konnten. Nichtsdestotrotz zeichnet sich jeder Teil des Blocks durch eine gewisse Eigenständigkeit aus. Insbesondere der hohe Turm mit seiner teils mehrgeschossig organisierten Balkonstruktur gibt dem Ensemble einen starken Charakter. (sb)

Fotos: Sergio Grazia, Gaëla Blandy


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