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14.05.2018

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Frostige Auster

Stadiondach in Schierke von GRAFT


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Die ersten steckbriefartigen Informationen zu diesem Projekt von GRAFT (Berlin) rufen eine bunte Melange an Bildern vorm inneren Auge wach: Da steht am Fuße des Harzer Barenberges ein Eisstadion, dessen Spielfeld im Winter mit Natureis beschichtet wird, aber als Feuerstein-Arena nach dem Funken spendenden Kieselgestein benannt ist. Und seitdem GRAFT dem Freilichtstadion aus frühen DDR-Zeiten ein konkaves Dach aufgesetzt haben, fühlt man sich zudem an eine ähnliche Konstruktion erinnert: Und zwar an das Kongresszentrum in West-Berlin von Hugh Stubbins. Stubbins kühnes Bauwerk von 1957 kehrte auch als „schwangere Auster” in den Volksmund ein.

In Schierke, im Oberharz, steht also neuerdings diese frostige Auster von GRAFT, die mit ihrer hellen Glasfaser-Beschichtung das Thema Eis und Schnee bildlich weiterzuführen scheint. Dank der leichten Dachkonstruktion soll das Stadion jetzt aber zu jeder Jahreszeit bespielbar sein. Neben dem Eiskunstlauf im Winter, können nun Open-Air-Konzerte, Cricket oder sonstige sportliche wie kulturelle Veranstaltungen in der Feuerstein-Arena stattfinden. Die besondere Konstruktion, bei der GRAFT ein Dachsegel von 2.700 Quadratmetern Fläche zwischen zwei Punkten aufspannt, bietet Schutz vor der Witterung und zugleich eine Aussicht auf die Harzer Landschaft. In Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Schlaich Bergermann Partner (Berlin) haben die Architekten für das konkave Dach zwei Druckringe aus Stahl entwickelt, zwischen denen sie ein Stahlseilnetz aufzogen und es mit einer weißen PTFE-beschichteten Glasfaser-Membran überzogen.

Im Osten und Westen der Dachkonstruktion, direkt an den Fundamenten der Druckringe, platzierten GRAFT zwei Neubauten. Die kleinen Volumen beherbergen Gastronomie und funktionale Nutzungen. Zugleich umschlingen die kantigen Bauten die voluminösen Fundamentblöcke der Dachkonstruktion. Anders als das auffällige Dach fügen sie sich in die Landschaft ein und erwecken einfach mal keine Bildassoziation. (sj)



Fotos: Michael Moser


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Kommentare

8

Johann Maier | 15.05.2018 19:24 Uhr

Lada mit Porschespoiler,

oder was?
Sieht aus wie angeklebt, scheint gleich umzukippen.
Bezug zum Ort? Kann man überall hinstellen.
Den armseligen Holzturm kann man noch abreißen oder in den Wald stellen.
Die Restfläche mit einer weißen Betonschale ausgießen, auf den zugeschneiten Plätzen will eh keiner sitzen.
Im Sommer drehen dann Radfahrer selbstvergessen ihre Runden.

7

L. Frerichs | 15.05.2018 16:51 Uhr

Cool!

Eine Überdachung, die genau das ausdrückt, was dort stattfindet: Dynamik, Bewegung, Eleganz. Es wird sicher für alle Nutzer eine Freude sein, die Fläche bespielen zu dürfen. Ich finde es wichtig und sinnvoll, dass sich Architekten an guten Referenzen - sei es die Schwangere Auster oder eigene Projekte anlehnen dürfen.

6

Max | 15.05.2018 14:06 Uhr

more love

warum muss man immer und ständig haten, warum wird immer nur gemeckert anstatt einfach mal ein schönes projekt auch mal zu würdigen. ich sehe da eine weiterentwicklung von wolfsburg...
und es haben sich die leute sicherlich gedanken gemacht, dass die wäme unten nicht gefangen wird, deswegen auch die form...

also liebe leute: LOVE no hate!

5

.,- | 15.05.2018 09:00 Uhr

versteh ich auch nicht wirklich

Das Hightech Dach an einer unsanierten Dorfeislaufbahn sieht irgendwie komisch aus. Die Proportionen wirken im Verhältnis zur ländlichen Gegend eher Überdimensioniert. Das Dach als solches ist ja schön, nur am falschen Ort. Und mit dem Geld hätte man vielleicht was angemesseneres für den Ort machen können?

4

simpel | 14.05.2018 19:13 Uhr

landeplatz verfehlt

wie peinlich ist das denn? wahrscheinlich wird das das ende der natureisbahn sein. fällt kälte nicht von oben nach unten und hält das dach nicht die wärme der menschen und des flutlichts dort unten fest? keine ahnung, schnee und regen fällt auch selten einfach nur senkrecht runter. irgendwie passt bei dem projekt gar nichts zusammen. wahrscheinlich wird das dach nicht lange so weiß bleiben und ist auch gar nicht mehr als natureisbahn gedacht. vielleicht als weihnachtsmarktgelände?
viel glück

3

maestrow | 14.05.2018 16:55 Uhr

in Zusammenarbeit mit...

Müsste es nicht korrekt lauten: Unter Zuhilfenahme von Architekten haben die Ingenieure ein Dach entwickelt?
Und wie ist eine Natureisbahn nun in unseren Breiten unabhängig von der Jahreszeit bespielbar?
Und wieso ist jedes Wiederverwendungs-Projekt (sh. Kommentar 1) eigentlich berichtswürdig?
War hier Schierker Feuerstein (flüssig) als Imagionationshilfe im Spiel? Bei wem?

2

aficionado | 14.05.2018 16:03 Uhr

interessant:

überdachtes spielfeld,
nicht überdachte tribüne,
vielleicht der richtige weg,
weg von der kommerzialiserung des sports,
hin zum sporteln an sich,

oder auch nicht,
schönes projekt.

1

Anonym | 14.05.2018 15:41 Uhr

schierke

das gleiche dach ahben sie auch schon inder autostadt in wolfsburg aufgestellt.

 
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