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06.01.2021

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Schwungvoller Ziegelrhythmus

Sporthalle in Barcelona von barcelóbalanzó


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Sant Andreu ist eine der wenigen Ecken Barcelonas, die vom Tourismus weitgehend verschont sind. Der im Nordosten gelegene Stadtteil wird von einer Bahntrasse durchschnitten, an deren Rändern aktuell umfangreiche Baumaßnahmen zur Stadtverdichtung unternommen werden. Unweit dieser Trasse gab der Stadtrat der katalanischen Hauptstadt eine Sporthalle in Auftrag, die in einer projektbezogenen Kollaboration der lokal ansässigen Büros barcelóbalancóarquitectes, AIA Activitats Arquitectòniques und Gustau Gili Galfetti entworfen und realisiert wurde. Sie ergänzt das bereits bestehende Fußballstadion und den Bedarf an Sportflächen im Stadtviertel abdecken.
 
Aufgrund des hohen Raumvolumens von insgesamt drei Spielfeldern samt Tribünen und Nebenräumen, das auf dem Grundstück untergebracht werden sollte, entschied man sich dazu, einen Teil des insgesamt 7.237 Quadratmeter umfassenden Hauses halbunterirdisch anzuordnen. Die beiden abgesenkten Spielfelder lugen so weit über das Straßenniveau hinaus, dass sie genügend Tageslicht erhalten und auf natürliche Art und Weise belüftet werden können. Darüber hinaus erhält die ohnehin schon dicht bebaute Nachbarschaft damit einen öffentlichen Platz, der auch eventuell anströmende Besuchermassen aufzunehmen vermag. Die Spielfelder werden unter anderem von lokalen Sportclubs genutzt, deren Spiele nun von insgesamt 800 Tribünenplätzen aus verfolgt werden können.

Mit seiner abwechslungsreichen, teils halbtransparenten Hülle aus Ziegeln und den gerundeten Dachabschlüssen bezieht sich der Neubau auf die umliegenden Fabrikgebäude. Im Inneren präsentiert er sich zeitgenössisch aufgeräumt. Neben der kompakten Optik im Stadtbild bringt die teils unterirdische Anordnung des Komplexes einen weiteren Vorteil mit sich: Die der Sonne ausgesetzten Flächen reduzieren sich, einer Aufheizung des Volumens wird so vorgebeugt. Hinzu kommen eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen, die den Energieverbrauch niedrig halten sollen: Sonnenschutz vor den Fenstern, Möglichkeiten des Querlüftens und der natürlichen Belichtung – und natürlich die Verwendung erneuerbarer Energiequellen. (tl)

Fotos: Simón García,
José Hevia


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Kommentare

2

Stefan Frischauf | 07.01.2021 22:51 Uhr

@Peter

Entschiedene Gegenrede. Die Fassade spielt großartig mit Themen des Sonnenschutzes, der Querlüftung und der Belichtung. Und natürlich der Verschattung. Die horizontalen Betonstreifen und die umgekehrten "(Segment-) Tonnendachbögen" fassen das Ganze höchst souverän. Auch städtebaulich ist das ein sehr schön ausgespieltes Haus. Das sicher auch schön zu bespielen ist.

1

Peter | 07.01.2021 19:23 Uhr

Zu viel

Ein paar Themen weniger, hätten der Fassade gut getan.

 
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