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08.12.2020

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Schwimmen mit Panoramablick

Sport- und Kulturzentrum in der Westschweiz von GNWA


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Kultur und Sport werden in der Gemeinde Romont im Schweizer Kanton Freiburg offenbar groß geschrieben – den 5280 Einwohnern stehen gleich mehrere Kultur- und Sportstätten zur Verfügung. Aktueller Neuzugang ist das im September dieses Jahres eröffnete Epicentre. Das vom Zürcher Büro GNWA entworfene Multifunktionsgebäude beherbergt ein Schwimmbad, ein Fitnesscenter mit Wellnessbereich – inklusive Sauna und Hammam – eine Cafeteria und nicht zuletzt die Übungsräume des örtlichen Konservatoriums unter einem Dach. Die Firmierung GNWA steht für die Initialen der Gründer des jungen Büros, Cristina Gonzalo Nogués, Marco Neri und Markus Weck.

Der Neubau liegt an einer der Erschließungsachsen Romonts, zwischen dem Gebäude der Sekundarschule und dem Bicubic Centre sportif et culturel, einer Sporthalle, in der noch ein Theater und Ausstellungsräume untergebracht sind. Die auffallend quadratische Form des Baukörpers orientiert sich an der Abfolge dieser umgebenden Bebauung, die überwiegend kubisch gestaltet ist. Die kantigen Boxen sind am Hang unterhalb der historischen Altstadt Romonts gestaffelt, zu der sie einen spannenden Kontrast bilden. Die kompakte Würfelform des Gebäudes nutzt laut den Architekten das abfallende Baugrundstück effizient aus und stellt eine gute Besonnung sicher. Die Hanglage und Position des Schwimmbads im Gebäude sorgen dabei ganz von selbst für von außen nicht einsehbaren Badespaß bei gleichzeitig bestem Blick über die Voralpen.

Programmatisch ist das Volumen in drei Teile gegliedert: Im Sockel sind das Schwimmbecken mit zugehöriger Technik untergebracht, darüber liegen auf dem Niveau der Straße das Bad und zur Straße hin die öffentlichen Nutzungen wie Cafeteria, Foyer und Theorieraum. Das Obergeschoss nimmt den Sportbereich und die Räume für das Konservatoriums auf. Die Innenräume, eine Agglomeration aus Kuben, die als Gesamtform ein Quadrat bilden, sind mit verschiedenen Raumhöhen angelegt. Das Programm generiert Räume doppelter Höhe oder gestapelte Nutzungen, sodass beide Schwimmbecken und das Foyer zenital belichtet werden können. Im Schwimmbad dominieren geschosshohe Wandscheiben aus Stahlbeton. Die Decke besteht aus mit Holz verkleideten Unterzügen. Dank der in die Tragstruktur integrierten Lüftungskanäle bleiben die Oberlichter im Dach frei von Kondensat.

Auch über einen nachhaltigen Betrieb haben sich die Planer Gedanken gemacht: Die Wärmeversorgung des Komplexes erfolgt über ein nahe gelegenes Blockheizkraftwerk, das mit lokal gewonnenem Holz betrieben wird. Die Filteranlage der Schwimmbecken ist außerdem mit einer effizienten Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird mit dem angrenzenden Schulhaus im Verbund genutzt. Sämtliche Beleuchtungselemente sind mit energiesparenden LEDs ausgestattet. Die Dachflächen sind größtenteils begrünt, aufgesammeltes Regenwasser wird als Brauchwasser genutzt und im Untergeschoss gesammelt. (tl)

Fotos: Rasmus Norlander
Juan Fabuel



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Kommentare

3

Paula | 09.12.2020 14:20 Uhr

Mein Vorschlag zur Nachhaltigkeit

den beton einfach grün anstreichen. dann hat jeder was davon.

beton ist sowieso überbewertet.

badekleidung auch. wäre auch nachhaltiger ohne.

wie wäre es mit einem schönen holzschwimmbad. mit industrieparkett statt fliesen. da freut sich dann auch der doktor.

drum herum ist sowieso der raum, dazwischen.

2

Max Putzke | 09.12.2020 11:44 Uhr

zu cool

Eigentlich fehlt jetzt nur noch die Kleiderordnung:
Nur weiße Badekleidung erlaubt!
Dann wirds ganz kalt.
Ich kenne Leute die sich am Ende noch schnell ein Farbkonzept machen lassen haben.
Alles in allem zu cool...

1

Harald Voigt | 08.12.2020 16:56 Uhr

Nachhaltigkeit

Die Architektur und das Bauen unterliegen einer generalistischen Betrachtungsweise. In diesem Artiklel wird von Nachaltigkeit gesprochen. Davon kann aber angesichts der verbauten Betonmengen nicht die Rede sein. Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf den täglichen Betrieb. Wärmerückgewinnung, PV, LEDs, begrünte Dächer etc. sind derzeitiger Standard. Der ökologische Schaden, der durch den Bau angerichtet wird, kann dadurch nicht annähernd kompensiert werden.

 
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