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28.09.2020

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Stahl im Fluss

Showroom von Lacime in Tianjin


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Wie frisch gerendert steht der neue Ausstellungsraum auf der grünen Wiese, doch die Baustellenfotos beweisen es: Die „Wave“ von Lacime Architects (Shanghai) wurde wirklich gebaut! Die Gebäudeskulptur befindet sich nicht weit von Peking in der nordostchinesischen Hafenstadt Tianjin, wo es schon zahlreiche Signature Buildings beispielsweise von MVRDV, Bernard Tschumi oder gmp gibt. Der Ausstellungsraum von Lacime fällt im Vergleich zu diesen Projekten fast schon zurückhaltend aus. Seine Architektur zeugt aber ebenfalls von der Freude, die technischen Möglichkeiten des heutigen Bauens auszureizen.

Das Gebäude mit seinen rund 3.000 Quadratmetern steht direkt an der Bohai-Bucht im Bezirk Binhai. Der Drohnenblick zeigt aber, dass es sich beim grünen Gras nur um einen sehr kleinen Ausschnitt handelt. Denn umliegend herrscht – zumindest in der Dämmerung – im Moment noch ein eher postapokalyptisches Feeling. Das allerdings wird sich bald ändern, denn auch hier sind neue Viertel geplant. Zusammen mit Peking und der Provinz Hebei bildet Tianjin nämlich eine Art neue Hauptstadtregion – und die wächst zügig. Im Hintergrund sind hier und da auch schon ein paar Hochhäuser zu sehen. Neben dem schebenden Pavillon entstanden außerdem ein Freiluftauditorium und ein kleiner Pavillon im Wasser.

Das fließende Element inspirierte in erster Linie die Form des Volumens. Dieses entstand um einen Betonkern herum als Stahlbau mit einer Hülle aus 13.000 Aluminiumpaneelen. Verwendung fanden nicht nur aktuelle parametrische Entwurfstechniken, sondern auch ein umfassendes Building Information Modeling. Sowohl der Einsatz von BIM in der Planung als auch das slicke Endprodukt stehen dabei in schönem Kontrast zur erstaunlich archaischen Bauphase.

Doch nicht nur die Außenform ist laut Architekt*innen vom nahen Meer inspiriert, auch im Inneren gibt es größere Flächen, die wie Wasser spiegeln. Das eigentliche Ausstellungsprogramm ist auf einen kleinen Teil des Gebäudes beschränkt. Dieses erfüllt ansonsten als Showroom auch kommerzielle Aufgaben – selbst wenn in der Presseerklärung für das Projekt primär von kulturellen Aufgaben gesprochen wird. Nutzer ist mit Shimao Property nämlich ein großer Immobilienentwickler. (sb)

Fotos: CAAI


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Kommentare

6

Alm Öhi | 05.10.2020 21:58 Uhr

Bubble Gum

'S isch scho komisch, wos die do herunt sich ausdenket hän. Kopfgeburte ohne Füaß. 'S müsset einsame Mensche seind, wos da in denne Sessel sitzet.

5

Lutzinger | 28.09.2020 21:24 Uhr

Chapeau

Diese Bilder sind so schamlos überarbeitet, da bekommt selbst Jürgen Mayer H rote Backen.

4

XVM | 28.09.2020 16:55 Uhr

AA

Autokratischer Autist

3

Hans | 28.09.2020 16:05 Uhr

Augen-Anker

wie trostlos das alles ist... diese Luftbilder strahlen eine große Freudlosigkeit aus, das kann man nicht anders sagen;
vielleicht hilft da ja der Bubble mit weißen Lounge-Sofas, dann hat sich das Ding sich ja gelohnt.

2

tiffys g´schichten | 28.09.2020 16:00 Uhr

nachricht von oncle sam:

...E.T. nach hause telefonieren...

1

auch ein | 28.09.2020 15:34 Uhr

architekt

das ist ein lustiger satz:
"...in schönem Kontrast zur erstaunlich archaischen Bauphase."
jede blechnudel mit betonkern fängt mal als sandkörnchen an....

es hätte wirklich gereicht wenn das nur ein rendering geblieben wäre....

 
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