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29.05.2020

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Luxus hinter begrünter Fassade

Sheppard Robson planen Hotel in London


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In der City of London nördlich der St. Pauls Kathedrale laufen mehrere Stränge aktueller Stadtentwicklungspolitik zusammen. In den letzten Jahren entstand hier ein Bürokomplex für Amazon. Unmittelbar nördlich davon liegen die Hallen des Smithfield General Market, die gerade nach den Plänen der Londoner Büros von Stanton Williams, Asif Khan und Julian Harrap zu weitläufigen neuen Räumlichkeiten des Museum of London umgebaut werden. Wenige Gehminuten entfernt ist der Neubau des künftigen Centre for Music projektiert, ein Konzerthochhaus für das London Symphony Orchestra in Form einer geschraubten Pyramide, entworfen vom New Yorker Büro Diller Scofidio + Renfro. Und soeben wurde ein weiterer Bau des Investors und Enwicklers Dominvs Group nach einem Entwurf von Sheppard Robson (London) genehmigt: ein in der Fünf-Sterne-Kategorie angesiedelter Hotelkomplex, der mit seiner begrünten Fassade ökologische Akzente setzen möchte.


Der elfgeschossige Baukörper soll an den westlich gelegenen Bürobau anschließen, und sich dem Grundstück folgend verjüngen. 382 Zimmer, ein Spa, Räume für Konferenzen, Veranstaltungen und Co-Working, Restaurants und eine Skybar werden darin Platz finden, zudem eine öffentliche Terrasse mit Panoramablick. In den beiden unteren Geschossen bilden Rücksprünge Arkaden aus, die sich an der abgerundeten Ostseite  zu einem Eingangsbereich mit Vorplatz erweitern – in gewisser Weise ein Maßstabssprung hin zur benachbarten anglikanischen Kirche St. Sepulchre aus dem 15. Jahrhundert.


Bemerkenswert ist insbesondere die diagonal verstrebte Fassade und die daraus resultierende dreieckige Grundform seiner Fensteröffnungen. An ihrer Außenseite ist eine Bestückung mit Modulen vorgesehen, die sich zu einer durchgängig begrünten Fassade zusammensetzten. Nach Aussagen der Architekt*innen soll die 3.700 Quadratmeter große Grünfassade jährlich bis zu acht Tonnen an CO2 binden, bis zu sechs Tonnen Sauerstoff produzieren, die lokale Temperatur um drei bis fünf Grad senken, und durch das Einfangen von 500 Kilogramm Feinstaub zur Verbesserung der lokalen Luftqualität beitragen. Damit werde der Urban Greening Factor, einem offiziellem Instrument zur Bewertung städtischer Begrünung, die Anforderungen um ein vielfaches übertreffen.


Ob es sich dabei, wie seitens der Projektinitiatoren betont, um ein nachhaltiges Modell zur Begrenzung des Klimawandels und des ökologischen Fußabdrucks eines Fünf-Sterne-Tourismus handelt oder doch eher um grünen PR-Anstrich war übrigens in Kommentar und Diskussion zur Grünfassade der Kö-Bogen II von Ingenhoven Architects in Düsseldorf, vor kurzem schon einmal Gegenstand von Debatten. (hn)


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