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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Schule_und_Freizeitzentrum_von_Atelier_56S_in_der_Bretagne_7081470.html

09.01.2020

Betonquader mit Holzstreben

Schule und Freizeitzentrum von Atelier 56S in der Bretagne


Drei Klassenzimmer, dazu Räume für die nachmittägliche Freizeitgestaltung – das war die Bauaufgabe für das französische Büro Atelier 56S architectes aus Rennes. In Elven, einem bretonischen Städtchen westlich von Rennes und Nantes gelegen, galt es, das bestehende Grundschulgebäude sinnvoll zu ergänzen. Auf der anderen Seite des Pausenhofs, aber noch auf dem Grundstück der Schule, steht seit kurzem der 740 Quadratmeter große Neubau.

Die beiden Bereiche Unterricht und Freizeit sind räumlich klar getrennt – hier half die Topografie des Geländes. Im unteren Teil, mit Anbindung an den öffentlich zugänglichen und bislang nur wenig genutzten Innenhof, liegt das Freizeitzentrum. In seiner reduzierten Erscheinung reiht es sich in eine ganze Riege französischer Freizeitzentren ein, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen. Auch wenn dieses speziell auf die Belange der Kinder der örtlichen Schule ausgerichtet ist.

Oberhalb des Freizeitzentrums sind die drei neuen Unterrichtsräume angeordnet, die zum bestehenden Schulhof orientiert sind. Eine Verbindung zwischen oben und unten innerhalb des Gebäudes gibt es nicht. Der Neubau, der im Auftrag der Gemeinde und in Zusammenarbeit mit dem lokalen Projektentwickler EADM entstand, wurde in einer Mischkonstruktion aus Beton und Holz errichtet. Rund 1,2 Millionen Euro investierte die knapp 6.000-Seelen-Gemeinde Elven dafür.

Für die Außengestaltung des Freizeitzentrums wählten die Architekt*innen Materialien, die den Neubau optisch in Einklang mit der Bestandsschule, einem modernen Sichtbetonbau mit Flachdach, bringen sollen. Die aus gegeneinander verschobenen Quadern bestehende Form beschreiben sie selbst als mineralisch und monolithisch, sie solle sich von der vorhandenen Topografie abheben. Die Innenräume leben vom Licht des Hofes, die verwendete Holzverkleidung soll zudem für eine warme Atmosphäre sorgen. Ob das reicht, um im Winter die Kälte abzuschütteln, wenn man für die nächste Unterrichtsstunde einmal quer über den Schulhof laufen muss?

Fotos: Jeremias Gonzalez


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