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16.11.2012

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Pixelpenne

Schule bei Wolfsburg fertig


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Als „Renaissance des Dreiecks“ beschrieben 2008 Augustin und Frank Architekten (Berlin) ihren Wettbewerbsgewinn für den Neubau der Grundschule in der Gemeinde Sassenburg bei Wolfsburg.
Nun ist der Bau des gleichschenkligen Dreiecks fertig und die Konzeptgedanken der Architekten – die Außenkanten des Gebäudes sollen die Bewegungsrichtungen auf dem Grundstück harmonisch aufnehmen, die umliegende, ebene Landschaft sollte zeichenhaft interpretiert werden – lassen sich überprüfen.

Der eingeschossige Baukörper der Schule liegt am Dorfrand zwischen Sportplatz und freier Feldflur und besteht aus wenigen Grundelementen. Die dreiecksförmige Grundrissfigur beinhaltet eine zentrale Erschließungsfläche, von der kurze Wege zu den Klassenräumen führen, die rund um das zentrale Atrium gruppiert wurden. Eine ebene Bodenplatte und tragende Wandscheiben aus Stahlbeton bilden das Grundgerüst der Konstruktion. Auf den Wandscheiben liegt eine Dachdecke aus Holz auf. Sie ist begrenzt von einer umlaufenden Attika, deren Verkleidung mit einem großformatigen, verpixelten Wiesenmotiv laminiert wurde. Die dadurch dominant wirkende Dachplatte überragt die zukünftige Bepflanzung des Grundstücks und wird lediglich akzentuiert durch wenige, markante Auffaltungen, die die Eingänge markieren.

Das neue Schulgebäude ist aus seriellen Einzelteilen der Grundelemente gefertigt und wurde in kurzer Bauzeit realisiert. Ein Umbau oder eine Umnutzung werden durch die einfache Konstruktion leicht möglich sein.

Fotos: Werner Huthmacher


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Kommentare

13

Andreas Kautzsch | 30.08.2013 18:35 Uhr

Gutachten

@Beileider & Peter

Mitterweile gibt es ein Gutachten der Landesschulbehörde, dass das Lüftungskonzept
nicht funktioniert.

"Kleinbürgerliche Kritik" ist also durchaus angebracht!
Sie werden aber wahrscheinlich dieses Gutachten anzweifeln........

12

Peter | 22.11.2012 19:18 Uhr

Kommentare

Was einem hier an kleinbürgerlicher Kritik vermeintlicher Kollegen entgegen schlägt, ist wirklich kaum zu ertragen.
Man sollte die Kommentarfunktion abschalten, Architekten können offensichtlich nicht auf einem akzeptablen Niveau kommunizieren.
Wer sich z.B. über die Farben einer Toilette aufregt, sollte sich bitte überlegen, ob er nicht ein tiefgreifenderes Problem mit sich und seiner Umwelt hat.

11

Beileider | 20.11.2012 18:59 Uhr

@ Andreas Kautzsch

Sie waren offensichtlich von Anfang an gegen diese Schule und deren Standort. Ich bezweifele, dass irgendein gebautes Projekt es Ihnen hätte Recht machen können. Sie sind in den Abstimmungen unterlegen. Auch Ihre Unterschriftensammlung hatte nicht den gewünschten Erfolg. Ihre Kritik an der Architektur kann man wohl unter "Nachtreten" einsortieren.

10

Andreas Kautzsch | 20.11.2012 02:37 Uhr

Gebäude mit dem Charme einer Industriehalle

Dieses Gebäude ist weder praktisch noch funktionell und hat bestenfalls den Charme einer Industrieanlage, die sich nicht in das ländliche Ortsbild einfügen will.

Das es sich bei dem „Motiv“ der Attika um eine Blumenwiese handeln soll, wird sich vermutlich nur ausgewiesenen Kunstexperten erschließen.
Aufgrund der großen Rasterung und Gestaltung wird ein Höchstmass an Phantasie benötigt, um auch nur ansatzweise dies nachvollziehen
zu können. Leider ist es kein Foliendruck sondern
Hartplatten die uns diesen Anblick für mehrere Jahr nicht ersparen werden.

Da in dem Konzept kein Bodenbelag vorgesehen ist, gibt es bereits Probleme mit einem verkratzten, fleckigen und verschmutzten Fußboden. Bereits nach gut 2 Monaten Nutzung sieht dieser teilweise bereits verbraucht aus. In manch einer Industriehalle zeigt sicht der Fußboden deutlich "gepflegter".

Die Belüftungstüren/Klappen in den Klassenräumen lassen sich schwer öffnen oder sind durch Verzug undicht. Da es keine zu öffnenden Fenster in den Klassenräumen gibt, ist die Funktion dieser Türen wichtig. Auch die Funktion der Raumluftsensoren ist unpraktikabel.

Im Betrieb sind massive Probleme mit der Be-/Entlüftung bzw. Sonneneinstrahlung / Raumtemperaturen zu verzeichnen.

Auch durch nächtliche Lüftungen wird es durch die kleinen Lüftungstüren/Lüftungsklappen nicht erreicht, das Gebäude abzukühlen.

Auch die nach langer Wartezeit installierten Vorhänge bieten keinen ausreichenden Sonnenschutz. Hinzu kommt, dass sich die Vorhänge bei stärkerem Wind durch die Zugluft zwischen Verglasungen bewegen, auch wenn die bereits vorgesehenen Lochbleche montiert worden.

Es wird immer mehr offensichtlich, dass man bei dem Konzept mehr den Schwerpunkt auf ein eingenwilligen Design statt auf Funktionalität gelegt hat.

Alles in Allem wird nun offenbar, wie grundsätzlich problematisch die
Ausführung und Nutzung des eigenwilligen Konzeptes ist.

Eine Erweiterung wie im Artikel beschrieben, ist nahezu unmöglich.

Andreas Kautzsch
oppositioneller Ratsherr in der
Gemeinde Sassenburg

9

lars k | 19.11.2012 20:52 Uhr

ach so:

was mich mehr interessieren würde: wie ist denn die akustik innen? ich seh da lauter harte materialien, industrieglas, metall, glas.... fühlt sich beim fotos durchblättern irgendwie ziemlich LAUT an -- oder ist das ne (sehr gute) akustikdecke oben?

8

lars k | 19.11.2012 20:50 Uhr

ich sage ja!

zu diesem bau. sieht grossartig aus, es ist ÜBERHAUPT nichts dagegen zu sagen, eine schule mit farbe zu gestalten! auch wenn manche kommentatoren hier stets mit dem instant-argument kommen, kinder brauchen keine farbe, sie sind ja selbst bunt genug. stimmt auch, dass muss dann aber eben nicht zu neutralen kinder-räumen führen.

mir gefällt der unschärfe-effekt ausgesprochen gut, ebenso das groß geöffnete erdgeschoss und die vorhänge. oh, ach so, die könnten natürlich shcmutzig werden. ui ui. was dann?

7

Mario Mertens | 19.11.2012 15:40 Uhr

Bunt

mein Gott warum nicht. Zurücknehmen? warum denn? Muss jedes Gebäude eine weisse nichtsagende Box sein?
Wichtig ist was die Nutzer und Anwohner denken und nicht neidische Kollegen.

6

eon | 19.11.2012 14:33 Uhr

...

Die Toilettenfarben sind Mint und Flieder. Vielleicht mal die Monitoreinstellungen testen. Schönes Haus, die Schüler werden es lieben, da bin ich sicher

5

Goanna | 17.11.2012 18:16 Uhr

Details

Zu dem Thema, ob Schule zwingend wie eine Farbfabrik aussehen müssen wurde wohl schon genug gesagt.
Wenn Gebäude von weitem nicht besonders viel zu sagen haben, hofft man ja auf interessante Details ...

und findet eine Barbie-Toilette ?!?!?

Ich fühle mich an die Olympischen Spiele erinnert, wo irgendwer ernsthaft dafür gesorgt hat, dass das deutsche Team hübsch aufgeteilt in himmelblau und hellrosa einmarschierte. In welcher Zeit leben wir denn???

4

remko | 16.11.2012 16:27 Uhr

da ist...

...ganz klar die Handschrift von Katharina Grosse zu erkennen! Hat wohl etwas abgefärbt, für sie zu arbeiten...

3

karin renner | 16.11.2012 16:08 Uhr

pixelpenne

ein tolles ungewöhnliches Schulprojekt, herzlichen glückwunsch !

2

Oli | 16.11.2012 16:04 Uhr

Grauenhaft

Was wir mittlerweile wissen: Grundschulen müssen nicht genauso bunt sein wie das Leben der Grundschüler. Grundschulen dürfen sich baulich zurücknehmen.

Was ich noch nicht wusste: Lochblechdecken, Metallbandrasterdecken, Edelstahlstahltüren, Grünglaswände sind geeignete Materialien für Grundschulen. Krakenleuchten, voll sichtbares Möblierungsdurcheinander und Rosengarten als Ergänzung.

Ich werde das schnell wieder vergessen, genau wie diese, aus meiner Sicht, architektonisch ganz grauenhafte Schule, siehe nur Bild 18.

1

auch ein | 16.11.2012 15:46 Uhr

architekt

hat man da die renderings des wettbewerbs (wenns einer war...) auf die fassade geklebt ? oder gedruckt ?

ist ja furchtbar.....

hoffentlich ist es nur folie, da kann man analog zur momentanenmatte-folie-mode bei autos in paar jahren alles abziehen und neu drucken....

dann vielleicht in besserer auflösung

 
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