RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sanaa_planen_Maritimes_Museum_7599492.html

03.05.2021

Zurück zur Meldung

Schaumige Blasen für Shenzhen

Sanaa planen Maritimes Museum


Meldung einblenden

Das Tokioter Büro Sanaa wird das neue Shenzhen Maritime Museum planen. Es ist als wolkenartiges Wahrzeichen mit Kuppelbauten visualisiert, die sich über die durchgehende Dachkonstruktion zu einem Konglomerat von Ausstellungsräumen und semi-offenen Bereichen verbinden. Baugrundstück ist ein Areal zwischen den Bergen der Dapeng-Halbinsel und dem Meer der Longqi-Bucht. Auf gut 58.000 Quadratmetern wird sich das Museum auf zwei überirdischen und einer unterirdischen Ebene erstrecken. Sie bilden eine zusammenhängende Museumslandschaft, die den Besucher*innen individuelle Routen anbietet. Die semitransparente Hülle will die umgebene Landschaft – mit der Meeresbucht, den angelegten Seen und dem Park – einbeziehen. Insofern kann der Entwurf als sanfte Hügellandschaft oder auch als schäumende Blasen auf der Meeresoberfläche interpretiert werden. Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa von Sanaa wollen ihn mit geradezu klassischer japanischer Haiku-Poesie als „Wolken, die aus dem Meer auftauchen“ verstanden wissen.

Vielleicht ließe sich das Projekt aber auch politisch deuten. Während der „renitente“, große Bruder Hongkong auf eine jahrhundertealte maritime Tradition zurückblicken kann, hat der vor 40 Jahren geplante Freihandelszonen-Doppelgänger Shenzhen in dieser Hinsicht recht wenig vorzuweisen. Ein Umstand, der sich für die vor Selbstbewusstsein strotzende Stadt mit einem spektakulären architektonischen Großprojekt offensichtlich gut kaschieren lässt.

Das Museum entsteht im Auftrag der Stadt. Es ist damit Teil einer Bauoffensive von kulturellen Institutionen, die in Shenzhen entstehen oder kürzlich fertig gestellt wurden. Darunter fallen das Wissenschafts- und Technologiemuseum von Zaha Hadid Architects mit angeschlossenem Masterplan, ein Natural History Museum des Planungskonsortiums 3XN, B+H und Zhubo Design oder das Museum of Contemporary Art & Planning Exhibition von Coop Himmelb(l)au als Teil des Cultural District im Bezirk Futian. (stu)


Kommentare

8

architektin | 05.05.2021 15:14 Uhr

...

@7
es scheint, dass Sie gar kein Problem damit haben. Sind Sie Arbeitgeber, der nur an Geschäfts denken muss? Meine Frage ist, ob wir Architekten überleben können, wenn wir NUR für Gemeingut arbeiten, nicht für solche Regie. Ist die Frage blöd?

7

... | 05.05.2021 12:52 Uhr

@ 6

Am Ende ist es halt auch ein Geschäft und eine Dienstleistung für den Kunden... Aber Sie können ja in Zkunft auf Ihr Gehalt verzichten vielleicht kann Ihr Chef dann einen Auftrag für einen zu vermögenden Bauherren ablehnen...

6

architektin | 05.05.2021 11:40 Uhr

...

@5
als eine kleine angestellte habe ich keine Fähigkeiten Projekte auszuwählen. Ich fühle mich aber nicht wohl, wenn ich für die Millionär bauen muss, um mich zu ernähren, zum Glück noch keine Regie... Ist es NUR mein Problem? Warum können die großen Architekten nicht NEIN sagen? Weil sie uns kleine Angestellten füttern müssen?

5

... | 04.05.2021 16:49 Uhr

@architektin

Na dann ... nächstes mal einfach nicht mitmachen ... oder wurden Sie etwa gar nicht gefragt ob Sie mitmachen wollen?

4

Lars K | 04.05.2021 15:50 Uhr

Gähn

Weckt mich, falls es gebaut wird.

3

auch ein | 04.05.2021 10:29 Uhr

architekt

@1: was ist das problem?
ein weiteres museum in der pampa....

sehr gross und der sinn an der stelle sei dahingestellt.

architektenzoo zum dreiundzwanzigsten.

aber ist das so viel anders in europa?

2

Schwups! | 03.05.2021 21:02 Uhr

Die Aufzählung am Ende...

...Integrität sollte ein Pflichtfach an der Uni werden

1

architektin | 03.05.2021 16:29 Uhr

politisch

zu dem Punkt würde ich mich fragen, ob wir Architekten wirklich mitmachen sollen, wenn wir bereits wissen, wofür das Projekt gebraucht ist...

 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.










Alle Meldungen

<

03.05.2021

Backstein in der Schwebe

Andachtsraum im Flughafen Berlin-Brandenburg von gmp

03.05.2021

Impulse für privates Bauen

KfW Award Bauen 2021 ausgelobt

>
Baunetz Architekten
ATELIER 30 Architekten
BauNetz Wissen
Feines im Gewerbegebiet
baunetz interior|design
Gerettete Ruine
BauNetz Themenpaket
Aktualisierte Moderne
Stellenmarkt
Neue Perspektive?
vgwort