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03.09.2021

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Olympisches Dorf 2026

SOM planen in Mailand


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Aus den Ausstellungsräumen der Fondazione Prada im Südwesten Mailands eröffnet sich den Besucher*innen über große Fenster ein weiter Ausblick auf eine riesige Brache. Genau hier, auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Porta Romana, soll bis Juli 2025 eine Unterkunft für die Teilnehmer*innen der Olympischen Winterspiele 2026 errichtet werden. Die Spiele werden in der norditalienischen Metropole und dem Skiort Cortina d’Ampezzo stattfinden.

Wenig verwunderlich also, dass auf Investorenseite neben Coima und Covivio auch die Prada Holding involviert ist und mit der Stadt Mailand und der Region Lombardei für dieses Bauprojekt zusammenarbeiten. Den Auftrag für das olympische Dorf sicherte sich in einem Wettbewerbsverfahren mit insgesamt 27 Teams das New Yorker Architekturbüro Skidmore, Owings & Merril SOM.

Dem Entwurf von SOM liegt ein Masterplan der Büros Diller Scofidio + Renfro (New York), PLP Architecture (London) und Carlo Ratti Associati (Turin) zugrunde, der neben dem olympischen Dorf auch einen großzügigen Stadtpark vorsieht. Das Projekt umfasst eine Reihe öffentlicher Grünflächen, die Umgestaltung zweier historischer Gebäude sowie die Planung von sechs Wohnbauten. Zunächst wird der Komplex den Athlet*innen zur Verfügung stehen, nach den Spielen sollen hier Studierende und Familien einziehen.

Der Sockel der neuen Gebäude bietet Platz für flexible Nutzungen, die sich mit dem Dorf weiterentwickeln. Während der Olympischen Spiele wird es hier Erholungs- und Versorgungsangebote für die Sportler*innen geben. Danach sind studentische oder öffentliche Einrichtungen denkbar. Letztere sollen an den Ecken des Geländes drei Anlaufpunkte mit unterschiedlichen Schwerpunkten bilden: Medien- und Kulturveranstaltungen, Coworking und soziale Räume sowie Fitness und Wellness.

Zum Rand des Geländes schirmt ein Gerüst aus Gemeinschaftsterrassen die privaten Wohneinheiten ab. Es fungiert als Brücke zwischen den Gebäuden und erweckt den Eindruck einer durchlaufenden Fassade. SOM schreiben, dass innerhalb dieser Pufferzone auch Gewächshäuser für lokale Lebensmittelproduktion angedacht sind. Außenhülle und Dächer der zwei historischen Bauten, die im Südwesten des Geländes den Eingang markieren, wollen SOM vollständig sanieren lassen. Die innere Struktur wird freigelegt, um die Verwandlung vom Industriezentrum zum modernen Stadtviertel zu veranschaulichen. (tp)


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Kommentare

3

genius loci | 07.09.2021 22:10 Uhr

Ruhig Blut, meine Herren..

Ich finde die Kritik an dem Projekt ist gerechtfertigt, wenn auch Italiener Qualität ein Blödsinn ist.. Schöne Holzbauten, passen jedoch überhaupt nicht dorthin? Ich sehe den Bezug nicht.. muss auch schwer sein, als US Büro in Italien zu planen. Oder haben die Ablegerbüros in der EU? Trotzdem, mein Name lässt grüßen - ich persönlich finde, es passt dort nicht hin.

2

solong | 06.09.2021 13:41 Uhr

... oh - jetzt zeigt sich ...

... ihre "qualifikation" ... mit verlaub ... "dummes, absolut oberflächliches deppen gequatsche" ... sie haben sich ... a. das projekt offensichtlich nicht richtig angeschaut ... um "so einen mist von sich zu geben" ... und b. "in italiener qualität" ?? !! ... das geht ja wohl garnicht .... af...ler oder noch weiter rechts ? ... oder gar "querdenkender reichsbürger" - ja dann wohl so ein "hirnloser" ... und auf die menschheitsgeschichte bezogen auch völlig falsch ... mal den einfluss roms auf die entwicklung der bautechniken studieren ... ??!! + enturf ist von SOM - mal googelen ... internationales büro mit stammsitz in chicago und weltweiter expertise ..

1

auch ein | 04.09.2021 12:44 Uhr

architekt

früher (zb in münchen) hat man das olympische dorf als stadtentwicklung verstanden, auch die u-bahn dorthin. so dass auch heute noch dort gewohnt werden kann.

bei diesem terrassenbau gefummel (in italiener-qualität) bezweifle ich dass es nach der olympiade noch nutzbar ist.
auch zu wenig dicht.

der olympische gedanke ist ein mist!

 
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Die zwei historischen Bauten am südwestlichen Eingang des Gebiets werden modernisiert.

Die zwei historischen Bauten am südwestlichen Eingang des Gebiets werden modernisiert.

Das Projekt umfasst eine Reihe öffentlicher Grünflächen, die Umgestaltung zweier historischer Gebäude sowie die Planung von sechs neuen Wohnbauten.

Das Projekt umfasst eine Reihe öffentlicher Grünflächen, die Umgestaltung zweier historischer Gebäude sowie die Planung von sechs neuen Wohnbauten.

Die Gemeinschaftsterrassen dienen als Brücke zwischen den Gebäuden und erwecken den Eindruck einer durchlaufenden Fassadenschicht.

Die Gemeinschaftsterrassen dienen als Brücke zwischen den Gebäuden und erwecken den Eindruck einer durchlaufenden Fassadenschicht.

Bei den Fassaden der Wohngebäude setzen die Architekt*innen auf das nachwachsende Material Holz.

Bei den Fassaden der Wohngebäude setzen die Architekt*innen auf das nachwachsende Material Holz.

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