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28.04.2015

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Vertikale Reise

SHL bauen Bibliothek in Christchurch


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Jedes Jahr eine neue Bibliothek – so lautet, könnte man meinen, das Programm des dänischen Büros schmidt hammer lassen. Aberdeen, Edmonton und Halifax waren Stationen der letzten Jahre, und auch für die Zukunft ist gesorgt. Letztes Jahr konnten sie sich zusammen mit dem lokalen Büro Architectus den Auftrag für die neue Zentralbibliothek von Christchurch sichern; jetzt wurden erste Pläne vorgestellt.

Der Neubau soll nahe der alten Bibliothek entstehen, die beim schweren Erdbeben 2011 zerstört wurde. Diese lag nördlich der ebenfalls zerstörten Kathedrale, mitten im Zentrum der bis heute schwer gezeichneten Stadt. Im Gegensatz zu den umstrittenen Plänen für das Kirchengebäude sicherte man sich allerdings bei der Planung der Bibliothek dank einer ausgiebigen Beteiligung der Bürger von Anfang an deren Unterstützung.

Laut der Architekten waren die sozialen und kulturellen Traditionen der Māori Vorbilder für den Entwurf. Dazu gehören ein „städtischer Teppich“, der das Erdgeschoss mit seinen öffentlichen Funktionen in der Nachbarschaft verankert, des Weiteren eine „Gemeinschaftsbühne“ im ersten Obergeschoss des Gebäudes sowie, darüber, das sogenannten Pataka, das sich auf historische Lagerhäuser bezieht und das die Sammlung samt Leseräumen beherbergt.

Auch sonst ist die Gestaltung reich an mehr oder weniger klangvollen Referenzen. So ermögliche das Atrium eine vertikale Reise, die „Mother Earth“ mit „Father Sky“ verbindet, während die gefaltete Fassade an das Flachs erinnern soll, das überall in Neuseeland wächst. Da bleibt nur zu hoffen, dass zumindest der Blick von der Dachterrasse ein zeitgenössischeres Lebensgefühl aufkommen lässt. (sb)


Zum Thema:

Artgerechte Buchhaltung: Mehr Bibliotheken in der Baunetzwoche#401


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Kommentare

1

DasHolzspatel | 28.04.2015 15:49 Uhr

Aussen määäh | innen yay

Ich frag mich nur wann die Typologie des eckigen Abflussrohs (schwülstig "Das Fernglass" "Das erleben der Landschaft durch die Panoramafassade)
endlich mal wieder in der versenkung verschwindet.
Ein entwurfliche Sünde der Post-Postmoderne die ich gestalterisch nicht verstehe.

Dafür scheint der Innenraum + die Austritte ganz schick zu werden.

 
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