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08.08.2019

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Fachwerk im Kontext

Restaurant in Kirchheim unter Teck von KO/OK und .studio berardi


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Prominenter könnte die Adresse kaum sein: Das „Waldhorn“ blickt direkt auf den Marktplatz von Kirchheim unter Teck. Entsprechend groß waren die Erwartung an den Restaurantneubau im idyllischen Fachwerkkontext. Der Vorgängerbau war marode, doch zumindest seine Kubatur sollte erhalten bleiben. Eine sensible und zeitgemäße Neubaulösung wollte der städtische Gestaltungsbeirat. Keine leichte Aufgabe für Fabian Onneken und Jan Keinath, die ihr Büro KO/OK Architektur (Leipzig/Stuttgart) erst 2016 gegründet haben. Sie entwarfen das „Waldhorn“ gemeinsam mit .studio berardi (Stuttgart).

Der neue Stadtbaustein nimmt Konstruktion und Materialität seiner Nachbarn auf: dunkles Ziegeldach, heller Putz, über einem massiven Sockel beginnt eine gestaffelte Fachwerkkonstruktion. Das Erscheinungsbild des Neubaus ist jedoch deutlich schlichter, seine geraden Balken und rechten Winkel stehen im Kontrast zum lebendigen Charme der historischen Handwerkskunst. Eine farbige Hervorhebung würde diesen Kontrast verstärken. Folgerichtig nehmen sich die Balken durch ihre helle Farbigkeit zurück – so betonen die Architekten die Klarheit und Ordnung des Neuen als Charakteristikum.

Der Eingang am Markt führt in einen Gastraum, der den Neubau mit dem Altbau des angeschlossenen Hotels verbindet. Der Veranstaltungsraum im Giebel öffnet sich mit großen Fenstern zum Marktplatz und inszeniert so nicht nur den Ausblick in die Stadt, sondern auch umgekehrt den Einblick in den konsequent offenen Dachstuhl. Auf diesem Wege wird das großzügig verbaute Holz dann doch im Stadtraum sichtbar.

Die Architekten setzen auch im Inneren auf schlichte und langlebige Materialien: Eichenholzdielen treffen auf verputzte Wandflächen, sichtbares Holztragwerk und einzelne dunkle Akzente. Den Holzofen für die „perfekte Hitze“ ließ der Bauherr und Inhaber der Gaststätte aus Neapel importieren. Rustikale Möbel tun ihr übriges, um dem Haus eine wohnliche Atmosphäre zu geben. Der Wunsch „Wohnzimmer der Kirchheimer“ zu werden, könnte sich erfüllen. (dd)

Fotos: Sebastian Schels


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Kommentare

4

Auch ein | 09.08.2019 19:03 Uhr

Architekt

Ich geh mal davon aus dass die kubatur bestand / vorgegeben war.
Sonst ist die üble nicht-proportion schwer zu erklären....

3

gerard | 09.08.2019 11:00 Uhr

auch naja

ich wuerde den daumen waagrecht halten: sowohl fassade (fenster) als auch gaube sind keine glanzstuecke.

2

lollo | 08.08.2019 22:58 Uhr

naja

Die Proportionen scheinen mir doch etwas fremd pro portion - insofern ein dickes Fragezeichen !!!???

1

peter | 08.08.2019 17:24 Uhr

daumen hoch!

herzlichen glückwunsch zu diesem wahren kleinod in historischer umgebung! zeitgemäß und gleichzeitig angenehm bodenständig, ohne piefig, schmalzig oder rückwärtsgewandt zu sein. die architekten haben eine sehr schwierige gratwanderung mit bravour gemeistert. respekt!

 
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