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01.02.2021

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Eingepasste Sandwichplatten

Regiegebäude von Simon Freie Architekten


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Beim Auszug Donald Trumps aus dem Weißen Haus wurde bekannt, dass er in einem Zimmer des Regierungssitzes einen hochmodernen Golfsimulator installiert hatte. In dem abgedunkelten Raum schoss man die Golfbälle auf eine Videoleinwand. Der Schlag war echt, den Rest erledigte der Computer. Er zeigte die Flugbahn in einer projizierten Simulation. Ähnlich muss man sich die modernen Schießbahnen vorstellen, an denen heutzutage trainiert wird. Für eine solche Anlage bauten Simon Freie Architekten kürzlich das sogenannte Regiegebäude, das Technik und Steuerung der modernisierten Schießbahnen aufnimmt.

Das langgezogene Gebäude wurde in die 10 x 56 Meter große Freifläche eingepasst, die zwischen den beiden 300 Meter langen, bestehenden Schießbahnen zur Verfügung stand. Trotz der meterhohen Betonwände zum Schutz vor Querschlägern wird es hier recht laut, weshalb der Schallschutz ein wichtiger Punkt bei der Konzeption des Hauses war. Auf Grund der entsprechenden Anforderungen und des beengten Bauplatzes wurde die Gebäudehülle aus vorgefertigten Beton-Sandwichelementen konstruiert. Diese bestehen aus einer 25 Zentimeter starken, tragenden Innenwand mit flügelgeglätteter Sichtbetonoberfläche, einer 20 Zentimeter starken Dämmschicht und einer Vorsatzschalung aus 10 Zentimeter starkem Beton mit glatt geschalter Oberfläche. Um die bis zu 108 Dezibel hohen Lärmimmissionen in den Besprechungsräumen auf maximal 55 Dezibel zu dämpfen, reduzierten die Architekt*innen die Anzahl der Fenster auf sieben zweischalige Kastenfenster.

Neben den Serverräumen für die Computertechnik befinden sich der Regieraum, von dem aus die gesamte Anlage gefahren wird, sowie ein Besprechungsraum und eine Teeküche in dem 6,50 x 47,50 Meter messenden Baukörper. Weitere Details dürfen nicht verraten werden, denn die hochmoderne Anlage liegt in einem Sicherheitsbereich. (tl)

Fotos: Brigida González


Kommentare

7

Vertikaldenker | 02.02.2021 13:37 Uhr

Provokation?

Alles richtig gemacht, wenn so ein kleines, zudem noch verstecktes Gebäude zu so viel Resonanz und Fragen führt. Wie muss sich eine Kita in ihrer Ästhetik von einer Schießanlage unterscheiden? Wäre eine Holzfassade hier nachhaltiger gewesen? Brauchen Gebäude starke Farbkontraste? Ist grün besser als grau?
Alle die hier einfache Antworten liefern, bevorzugen Dogmen statt individuellem Denken.

6

Horst | 02.02.2021 09:46 Uhr

Beton gefährdet das Weltklima

Bei solchen Gebäuden müßte im Grunde immer ein Warnhinweis eingeblendet werden: Beton verursacht 4-8 % des Welt-CO2 Ausstoßes. Und ein Bild von einem ertrinkenden Eisbären.

5

peter | 01.02.2021 19:50 Uhr

speziell

ein sehr spezielles bauvorhaben, vor allem inhaltlich, aber in der folge auch formal. offenbar ist alles so vertraulich, dass weder standort noch der genaue sinn der anlage auf den fotos ersichtlich sind.
von wo nach wo führt die treppe? gibt es eine topographie? wozu dient die hubplattform? wie wird das gebäude genutzt?
wenn das alles so geheim ist, sollte man es vielleicht lieber gar nicht veröffentlichen. so wirkt es unverständlich, zusammenhanglos, unangenehm.

4

Jenatsch | 01.02.2021 18:00 Uhr

Sorgfalt

Ich finde das eine sorgfältige Lösung für eine spröde Aufgabe an einem knappen und etwas reizarmen Bauplatz. Trotz des diskreten Grautons scheint sich das Gebäude durch diese Sorgfalt in Proportionen, Fügungen und Raumbildung von den anderen Bauwerken, soweit ersichtlich, wohltuend abzuheben.
Erfreulich, dass hier überhaupt Architekten zum Zuge kamen. Der Ort ist jetzt, so mein Eindruck, besser als vorher. Das ist schon eine ganze Menge.

3

Baukultur | 01.02.2021 17:47 Uhr

Schießkultur

Ein Haus was auf ehrliche und entsprechend entsetzliche Weise Form und Inhalt zusammen bringt.
Ein Schießhaus (was der Nutzer anscheint als "Regie" umschreibt und die Architekten auf ihrer Website als"Steuerzentrale").

Absurd der Blick auf die Website der Verfasser auch deshalb, weil dem Schießhaus ein ganzer betonierter Blumenstrauß an ästhetischen Ähnlichkeiten folgt.

Egal ob Kindergarten oder Haus der Musik.

Vermutlich verstehe ich die Ländle Architektur nur nicht, denn: (...) "der neue Kindergarten in Aichtal bei Stuttgart lässt sich durch seine monochrome Farbgebung ganz auf die Reize der umgebenden Landschaft ein.

Die Bilder von Brigida Gonzales sind natürlich handwerklich sehr gut gemacht.

2

Peck | 01.02.2021 16:37 Uhr

Schweigen ist Gold

Was will uns dieser Beitrag sagen? Dass sich Betonsandwichplatten akkurat verarbeiten lassen und gute Schalldämmwerte bieten. Ist das eine Meldung im Baunetz wert?

1

auch ein | 01.02.2021 15:55 Uhr

architekt

gut dass diese kiste irgendwo versteckt ist

wie langweiliges grau in grau

 
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