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20.02.2020

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Superblock 2.0

Quartierzentrum in Nantes von KAAN


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Auf einem ehemaligen Gärtnereigelände entsteht seit einigen Jahren ein neues Stadtviertel: Bottière Chénaie, im Nordosten von Nantes gelegen. Das 35 Hektar große, gut fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernte Wohnquartier, das auf einem Masterplan von Jean-Pierre Pranlas-Descours basiert, wird von der Stadt als „Ökoviertel“ beworben. An dessen Südende haben KAAN Architects (Rotterdam/Paris) in Zusammenarbeit mit Atelier Forny (Nantes) nun einen 17.200 Quadratmeter großen Wohn- und Geschäftskomplex realisiert.

Das 22 Millionen Euro teure Ensemble basiert auf einem Wettbewerbsentwurf, den KAAN 2013 gewannen. Eingeklemmt zwischen der Straßenbahn im Osten, der Eisenbahntrasse im Westen und einer vielbefahrenen Hauptstraße im Norden liegen die drei Gebäude, die im Auftrag des Immobilienentwicklers Groupe Giboire entstanden. Gegeneinander verschoben schaffen die beiden zur Straße liegenden Wohnbauten – im Erdgeschoss mit Supermarkt und Gastronomie – einen kleinen Quartiersplatz. Ein Hauch von Stadt in der in die Landschaft gepflanzten Neubausiedlung.

Insgesamt 172 Wohnungen, davon 39 Sozialwohnungen, gibt es in dem monumentalen Betonensemble, im Südwesten des Grundstücks ergänzt von einem Büroblock sowie einem Parkhaus. Der auf den ersten Blick monolithisch wirkende Koloss lässt mit außenliegender Erschließung, Laubengängen und dunklen Ecken ein wenig an Großwohnsiedlungen der 1970er Jahre denken – auch wenn KAAN in ihrem Projekttext genau das als offen, transparent und halböffentliche Räume schaffendes Design hervorheben.

Die, typisch KAAN, die Vertikale beziehungsweise Horizontale betonende Fassade basiert auf einer Pfosten-Balken-Konstruktion aus Betonfertigteilen, deren Ecken komplett verglast sind. Auf der Innenseite sind Laubengänge mit grau lackiertem Holz verkleidet – eine ausgewogene Farbbalance für den heimeligen, wohnlichen Touch, wie die Architekt*innen schreiben. (kat)

Fotos: Sebastian van Damme


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Kommentare

6

STPH | 24.02.2020 10:27 Uhr

...

wie kann man sich nur so eine gute und so viele schlechte Fassadenlösungen zusammendenken.
Die Gute ist die loftige gleich vorne groß verglaste.

5

Stefan Lorenz | 21.02.2020 16:18 Uhr

oh max...

...wie beneide ich Leute, deren Argumentation mit "tolles Ding" beginnt und auch schon wieder endet und die genau wissen, wie alle anderen in der Vorstadtidylle wohnen. Toll!

Selbstverständlich ist Ihr Kommentar so überflüssig wie nur was.

4

max | 21.02.2020 11:22 Uhr

...

wie hier alle rumheulen. ist doch ein tolles ding. aber aus der vorstadtidylle mit wdsv katalogfertighaus sieht die welt halt anders aus...

3

Dr. Yikes | 21.02.2020 02:05 Uhr

Lalalala

Die Architekten müssen die zukünftigen Nutzer regelrecht hassen. Eine andere Erklärung gibt es nicht. Oder um es mit meiner Lieblingsband, den Doktoren, zu sagen: "All dein Beton ist nur ein stummer Schrei nach Liebe, deine Fertigteile sehnen sich nach Handarbeit".

2

auch ein | 20.02.2020 16:28 Uhr

architekt

ich hoffe auf viel Efeu, Fahrräder auf den Balkonen, Teppiche die ausgeklopft werden, Farbfolien als Sichtschutz......

1

Davide | 20.02.2020 16:18 Uhr

Ich will ja nicht

... den Spielverderber spielen, aber schon Bild 1 zeigt ein bedenkliches Sammelsorium von rückseitig wirkenden Fassaden, das spontan an im negativen an Großsiedlungen der späten 60er erinnert.
Die Fassade und die Streets in the Sky tun ihr übriges - wobei ich hier nicht per se sagen würden, dass es nicht funktionieren kann.

 
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Insgesamt 172 Wohnungen verteilen sich auf zwei Blöcke, die 39 Sozialwohnungen befinden sich in dem kleineren Gebäude vorn.

Insgesamt 172 Wohnungen verteilen sich auf zwei Blöcke, die 39 Sozialwohnungen befinden sich in dem kleineren Gebäude vorn.

Die Außenhaut bildet eine Pfosten-Balken-Konstruktion aus Betonfertigteilen.

Die Außenhaut bildet eine Pfosten-Balken-Konstruktion aus Betonfertigteilen.

Über Laubengänge werden die beiden Wohngebäude erschlossen.

Über Laubengänge werden die beiden Wohngebäude erschlossen.

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