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17.06.2010

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Bahndeckel Theresienhöhe

Quartiersplatz in München fertig


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Man sagt ja, dass viele Köche den Brei verderben. Doch gibt es immer wieder Ausnahmen, die das Gegenteil beweisen: Wenn zum Beispiel Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler zusammen arbeiten, kann es bunt und abwechslungsreich werden. So sieht die Freifläche am Bahndeckel im Süden der Theresienhöhe aus, die seit letztem Samstag für die Öffentlichkeit freigegeben ist.

Gestaltet wurde die rund 16.800 Quadratmeter große Abdeckung über den Bahngleisen zwischen Bavariapark, Theresienwiese und Westpark im Rahmen eines Kunstwettbewerbs von dem Berliner Büro Topotek 1 und der Kölner Künstlerin Rosemarie Trockel sowie der Architektin Catherine Venart (Halifax). Diese Entwurfsgemeinschaft wählte die Thematik der Bahnlinien unter dem großen Betondeckel als Ausgangspunkt für ihre Entwurfsidee.

Die im Untergrund fahrenden Züge spiegeln sich als eine Sequenz aus Spielkisten auf der Oberfläche wider. Die Freizeitfläche auf dem Bahndeckel gliedert sich in drei Teile: eine Spiel- und Liegewiese mit bis zu drei Meter hohen Rasenhügeln, eine bespielbare „Dünenlandschaft“ – beides eingerahmt von einem fünfzig Zentimeter hohen, orange eingefärbten Betonsockel – sowie eine diese „Landschaftsskulptur“ umgebende Bewegungs- und Aufenthaltsfläche, die mit dunklem Basaltsplitt asphaltiert wurde. Im Bereich der Spielwiese sind noch Turngeräte als „Spielpferdchen“ aufgestellt.

Ein Kiefernhain akzentuiert den leicht gebogenen nördlichen Rand der Spielbahn. An beiden Längsseiten der Freifläche wurden begrünte Vorgartenbereiche zur angrenzenden Wohnbebauung hin angelegt. Die Spielbahn ist eine offene, großzügige Fläche, von allen Seiten begehbar, die einerseits über die Phantasie der Bewegung die beidseitigen Wohnquartiere verbindet soll, vor allem aber in wohltuendem Kontrast zur Dichte und Kleinteiligkeit der angrenzenden Wohnbebauung eine weite Ferne bietet.

Alle Fotos: Hanns Joosten


Zum Thema:

Download der Baunetzwoche#147 „Jung und artig – Topotek 1”


Kommentare

1

Theo | 18.06.2010 07:21 Uhr

Form und Funktion

wird hier wirklich was verbunden? wie soll Herr Meyer denn mit dem Rollator von rechts nach links kommen?
die weite Ferne? war ja wohl vorher schon da und wenn der Kiefernhain erst mal gepflanzt und dann 10 Jahre ordentlich gewachsen ist?

 
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