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15.11.2012

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Abstraktes Urbild eines Hauses

Pumpenhaus in Bochum von Heinrich Böll umgebaut


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Nachdem es vor acht Jahren stillgelegt worden ist, wäre es fast abgerissen worden – das kleine Pumpenhaus an der Rückseite der Bochumer Jahrhunderthalle. Doch nun wurde es als Cateringküche und Kantine für die Halle und als Besucherzentrum des heutigen Bochumer Westparks umgebaut – von dem Essener Architekten Heinrich Böll, der sich einen Namen durch die Sanierung der Zeche Zollverein gemacht hat. Entstanden ist in Bochum „ein nahezu abstraktes Urbild eines Hauses mit Satteldach“, wie der Architekt sagt.

Zum wesentlichen Gestaltungsthema entwickelte sich der Umgang mit der Außenwand. Die Hauptkonstruktion der Halle besteht aus Fachwerkstützen, die in der Fassadenebene standen und von außen und innen ablesbar waren. Zwischen den Stützen sind Fassadenfelder aus Stahlfachwerk eingebaut, die mit einschaligem Mauerwerk oder Fenstern ausgefacht sind. Ein Erhalt des äußeren Erscheinungsbildes ließ sich im Bereich der großen Fachwerkstützen nicht sinnvoll umsetzen.

Statt dessen stülpten die Architekten dem Volumen eine neue Außenhülle über. Damit wurde das äußere Erscheinungsbild verändert, während die innenseitige Wandoberfläche erhalten werden konnte. Die Atmosphäre des Innenraums wird von der offenen Stahlkonstruktion und den unbehandelten Wandoberflächen geprägt.

Die äußere Fassadenebene aus Trapezblech überzieht sowohl die Wand- als auch die Dachflächen. Vor den Fenstern ist das Metall perforiert, nur wenige der ursprünglichen Fenster wurden als tatsächliche Fassadenöffnungen ausgebildet.

Die Lösung des Grundrisses ergab sich aus der Forderung, Besucherzentrum und Gastronomie unabhängig voneinander betreiben zu können. Eine frei in die Halle gestellte Box für die Sanitärräume trennt beide Funktionsbereiche voneinander, der Sanitärbereich kann beiden Nutzungen zugeschaltet werden.

Das Fazit des Architekten: „Im Ergebnis ergibt sich ein starker Kontrast aus der auf das Minimum reduzierten Formensprache des Hauses und seiner Umgebung aus Relikten der früheren Stahlproduktion.“

Fotos: Thomas Mayer, Neuss


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Kommentare

1

Knut | 16.11.2012 12:20 Uhr

Gut gemacht

Gut gemacht !
Einfache, aber heterogene und deswegen interessante Lösung zum Erhalt einer alten Kubatur.
Nicht alles muss toll durchsaniert werden !
Desto überraschender die Lösung.

Gruß

 
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