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25.01.2023

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Modulare Lackfabrik

Produktionsstätte in Erlenbach am Main von ALAS


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Das Berliner Büro ALAS, gegründet von Carlos Alarcón und Axel Linde, konnte kürzlich eine neue Produktionsstätte für den Lackhersteller und Technologieentwickler Hemmelrath Technologies (HTC) in Erlenbach am Main fertigstellen. Als Basis für den Entwurf des überwiegend in Holz ausgeführten Industriegebäudes diente die sogenannte Modulare Fabrik (MoFa). Dabei handelt es sich um ein Konzept, das Kund*innen eine schlüsselfertige Lösung anbietet, die sowohl die Technologie als auch das Gebäude selbst umfasst.

Das Bauvorhaben sei als Pilotprojekt realisiert worden und solle in Zukunft als „Gesamtpaket“ vermarktet werden, erklären ALAS. Sowohl bei den Produktionsanlagen als auch bei dem Gebäude habe man einen hohen Anspruch an Nachhaltigkeit gehabt. Ziel sei es gewesen, ein nachhaltiges, flexibles Gebäude zu schaffen, das auf veränderte Bedürfnisse reagieren könne, leicht rückbaubar und recyclebar sei und gleichzeitig eine inspirierende Arbeitsatmosphäre erzeuge, sagen die Architekt*innen.

ALAS entwarfen eine kompakte Hülle aus Holz. Insgesamt besteht der Baukörper aus drei Raummodulen, die unterschiedliche Funktionen und Bereiche beherbergen: Eine Einheit umfasst Labore und Büros, eine zweite den Logistikbereich sowie eine dritte die Produktion. Den Einsatz von Beton reduzierten die Architekt*innen, so gut es ging, lediglich für die Brandschutzwände und die Industriebodenplatte verwendete man das nicht nachhaltige Material.

Das modulare System des Gebäudes ist durchaus flexibel – es ermöglicht mehrere Gebäudegrößen und -konfigurationen. Außerdem erlaubte die Kompaktheit des Volumens, nur die Hälfte des Grundstücks zu bebauen, sodass das Gebäude mit 2.820 Quadratmetern Bruttogeschossfläche bisher nur die Hälfte des Areals einnimmt, der Rest wurde größtenteils als Grünfläche belassen. Die Nachhaltigkeit des Projekts spiegelt sich auch in seiner Realisierung wider, die durch zwei lokale Betriebe umgesetzt wurde: Die Deutsche Projektbau aus Alzenau übernahm als Generalübernehmer die Ausführungsplanung, Hess Timber aus Kleinheubach wirkte bei der Planung des Holzbaus mit, stellte die verschiedenen Elemente her und montierte sie vor Ort.

In der Fassade finden sich drei Materialien wieder: schwarzes Wellblech, Naturholz und Polycarbonat. Die warmen und kalten Farben sowie die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien setzen verschiedene Kontraste, robuste Metall- und Holzoberflächen stehen der Leichtigkeit und Lichtdurchlässigkeit des Polycarbonats gegenüber. Im Inneren setzt ein kräftiges Gelb-Orange Akzente, das an Tür- und Fensterrahmen, Treppengeländern sowie dem Laufband, das Labore und Büros mit dem Produktionsbereich verbindet, zu finden ist. (iva)

Fotos: 
Ronald Patrick


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Kommentare

2

auch ein | 26.01.2023 11:09 Uhr

architekt

bild 4 macht etwas stutzig....
das gebäude steht halt horizontal, irgendwo knarzt es dann mit dem schiefen winkel.

lustiger effekt aussen, im detail dann eher mager

1

Copy | 25.01.2023 16:04 Uhr

paste

Die Meldung der Architekten ist wohl eins zu eins von der Baunetzredaktion übernommen worden. Glückwunsch an ALAS.

Das Gebäude hat seine Qualitäten, definitiv.

Nur dass quasi der 2. Bauabschnitt als nachhaltig verkauft wird, oder die Beschreibungen zu Modular und Flexibilität, ... solche Ausführungen sollten vielleicht ein wenig von der Redaktion gefiltert werden. Wie wohl Fritz Haller das einschätzen würde?

 
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