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16.04.2018

Fabrik in der Wohnstraße

Produktionsgebäude von TRANS architectuur in Gent


Sachlich, fast schon spröde und dabei doch immer auch poetisch in der gezielten Auswahl und spannungsvollen Zusammensetzung architektonischer Referenzen: Was für viele junge belgische Büros gilt, zeigt sich auch beim kleinen Fabrikneubau des Genter Büros TRANS architectuur am Stadtrand ihrer Heimatstadt.

Der Auftrag: Ein in die Jahre gekommenes Produktionsgebäude, an dem langsam aber sicher der Verfall nagte, wieder flott zu machen. Für das Unternehmen gab es  zwei Möglichkeiten: Den langjährigen Produktionsort für einen Neubau in einem Industriegebiet aufzugeben oder aber die Herausforderung anzunehmen. Bedeutete: Die alte Fabrik teilweise abzureißen und an derselben Stelle einen Neubau zu errichen. Man entschied sich für Letzteres – und blieb. Was unter anderem den Vorteil hat, dass die Angestellten weiterhin in gewohnter Umgebung ihrer Arbeit nachgehen können.

Warum das erwähnenswert ist? Weil es sich bei Ryhove VZW nicht um ein normales Unternehmen oder hippes Start-up handelt. Ryhove ist gemeinnützig und gibt Menschen mit Behinderung Arbeit. Seit 55 Jahren schon stellen die Angestellten unter anderem Verpackungen für große belgische Chocolatiers her.

Das Unternehmen beauftragte TRANS architectuur auf direktem Weg mit dem Umbau der 2.000 Quadratmeter großen Anlage, zu der neben Büroarbeitsplätzen auch eine Werkstatt, eine Tiefgarage und zwei Laderampen gehören. Trotz effizienterer Abläufe, die durch den Umbau möglich wurden, sollte die sichtbare industrielle Erneuerung in dem Wohngebiet in Grenzen gehalten werden. Die Architekten orientierten sich beim Entwurf deshalb an den umliegenden Wohnbaustrukturen. Sie gliederten den Neubau in fünf Meter breite Abschnitte und setzten dem Haus ein einfaches Spitzdach auf. Zum Hof hin verdreifachten sie das Dach, um den Lade- und Entladebereich in der Mitte des Grundstücks mit abzudecken.

Das Gebäude selbst besteht aus standardisierten, vorgefertigten Elementen: Betonstützen, CLT-Paneele und Metall-Sandwich-Elemente wurden zu einer Konstruktion zusammengefügt, deren Charakter zwischen einem städtischen und einem peripheren Gebäude changiert. Im Herbst letzten Jahres wurde der Bau mit seinen neuen hellen Arbeitsplätzen übergeben. (kat)

Fotos: Stijn Bollaert


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Die drei Gibel des weit auskragenden Dachs sind das neue Markenzeichen des ansonten unspektakulären Fabrikkomplexes.

Die drei Gibel des weit auskragenden Dachs sind das neue Markenzeichen des ansonten unspektakulären Fabrikkomplexes.

An der Straße liegt die lange Reihe der neuen Räume, im Hof befindet sich der Lade- und Entladebereich.

An der Straße liegt die lange Reihe der neuen Räume, im Hof befindet sich der Lade- und Entladebereich.

Die Architekten orientierten sich beim Entwurf an den umliegenden Wohnbaustrukturen.

Die Architekten orientierten sich beim Entwurf an den umliegenden Wohnbaustrukturen.

Im Inneren entstanden helle, freundliche Arbeitsplätze unter einer offenen Dachkonstruktion.

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