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25.03.2019

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Zipfelmützenfuturismus

Peter Pichler plant Hotelhütten in den Dolomiten


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Auf den ersten Blick scheinen Miniaturversionen der Raumschiffe aus Denis Villeneuves Science-Fiction-Film Arrival in den waldbehangenen Bergen der Dolomiten gelandet zu sein, die mit konischen Kopfbedeckungen gekleidet sind. Hinter dem Zipfelmützenfuturismus verbirgt das Mailänder Architekturbüro Peter Pichler ein durchdachtes Konzept für einen nachhaltigen Ökotourismus. Das im Entwurfsstadium befindliche Projekt Tree Houses in den norditalienischen Alpen setzt nahezu autonome Wohnkapseln in den Wald.

Nachhaltig sind die Tree Houses in mehrerlei Hinsicht. Sie sind nahezu vollständig aus Hölzern der Region gefertigt: Die Fassade besteht aus schwärzlichem Lärchenholz, die mit dem warmen Tannenholz des Innenraums kontrastiert. Die Isolierung ist mit natürlichen Materialien gelöst, die Vollverglasung der beiden Etagen dagegen ermöglicht spektakuläre Ausblicke in die Landschaft. Für die Konstruktion griff Peter Pichler auf Fichtenholz zurück, nur im kleinen Fundament findet sich außerdem Beton. Der sich nach unten verjüngende Bau belegt so nur eine minimale Grundfläche in der ansonsten naturbelassenen Landschaft.

Überwiegend nachwachsende Rohstoffe setzte der aus Bozen stammende Architekt Pichler schon bei einer anderen südtiroler Berghütte mit moderner Interpretation der baulichen Landestradition ein. Im Fall der Tree Houses wird der Fokus jedoch auch auf ein möglichst autonomes Leben der Gäste gelegt. Ein Tank sammelt Regenwasser für die Toiletten und eine kleine geothermische Wärmepumpe befeuert im Winter mit erneuerbarer Energie die Heizung.

Die zwischen 35 und 42 Quadratmeter großen, bewusst bescheiden ausgestatteten Innenräume besitzen im unteren Stockwerk einen Lese- und Aufenthaltsbereich. Darüber befindet sich das Schlafzimmer mit kleinem Bad. Eine intern verlaufende Treppe verbindet beide Etagen.

Die luxuriös-spartanischen Baumhäuser wollen ein neues Erlebnis für das Leben im Wald mit maximaler Anbindung an die Natur schaffen. Sie sind Ergänzungen zu einem schon bestehenden, nicht offiziell benannten Hotel (womöglich das von Pichler umgebaute Hotel Schgaguler?) – falls die Verbindung zu den Urkräften also zu intensiv zu werden droht, ist Ablenkung nicht weit. (stu)


Kommentare

7

Fritz S. | 26.03.2019 16:16 Uhr

Wieso.weshalb.warum.....

Ich finde die Dinger sehr elegant.....
(aber ich fahr auch einen Diesel).

6

jwb | 26.03.2019 14:50 Uhr

Rendering/Pläne

Wieso weichen eigentlich Rendering und Pläne so stark voneinander ab?

5

Archi Tekt | 26.03.2019 09:41 Uhr

Nachhaltig?

Es ist schon sehr bedauerlich, dass auch die sog. Fachleute immer wieder "Ökologie" mit "Nachhaltigkeit" gleichsetzen. Das ist sehr traurig.
Zur "Nachhaltigkeit" braucht es dann doch erheblich mehr als nur ein paar Öko-Merkmale und das erfüllt der Entwurf dann mitnichten.

4

@Robert | 25.03.2019 18:48 Uhr

das ist nicht nachhaltig...

...die betonung von nachhaltigkeit hat hier reinen greenwashing-charakter. nachhaltig wäre es, wenn da keine schicken ferienapartments gebaut werden würden.

3

Robert | 25.03.2019 17:29 Uhr

Zoo

Dann können sich die Vögel und Eichhörnchen mal ansehen, wie zivilisierte Menschen leben (wahrscheinlich vollklimatisiert).
Wer sowas machen möchte, bitteschön. Aber ist es nicht zu kurz gedacht, hier Nachhaltigkeisaspekte heraus zu heben?

2

peter | 25.03.2019 17:00 Uhr

nette sache,

aber noch netter wäre es, wenn es nur eine zipfelhütte gäbe oder zumindest gegenseitige einblicke durch dazwischen liegende bäume o.ä. wirkungsvoll unterbunden würden.

1

Rudi | 25.03.2019 15:49 Uhr

Interessant

finde sehr interessante Entwürfe, bin auf die Ausführung gespannt.

problematisch finde ich nur dass mittig ein Pfosten angebracht ist und die Aussicht stören könnte.

 
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Peter Pichlers kristalline Tree Houses sind eindrucksvoll in den Berghang gerückt

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Die Bauten sollen fast gänzlich mit nachwachsenden Rohstoffen errichtet und erneuerbaren Energiequellen ausgetattet werden

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Die Innenräume sind bewusst spartanisch gestaltet

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Die nach unten spitz zulaufenden Bauten nutzen nur minimalen Baugrund im Waldstück

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