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26.07.2019

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Perspektiven erwandern

Panoramaweg bei Innsbruck von Snøhetta


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Ein neuer Wanderpfad mit dem klangvollen Namen Perspektivenweg lädt seit Kurzem zu einem Spaziergang in die Berglandschaft der Innsbrucker Nordkette ein – und zu einer kleinen Reise in die Philosophie Ludwig Wittgensteins. Der von Snøhetta (Oslo/Innsbruck) im Auftrag der Innsbrucker Nordkettenbahn geplante Rundwanderweg in der Nähe der Station Seegrube auf gut 2.000 Metern Höhe erweitert das touristische Angebot an der sich über Innsbruck erhebenden Bergkette am Rande des Karwendelgebirges.

Insgesamt zehn subtile architektonische Interventionen, die Sitzgelegenhieten bieten und Blicke lenken, können auf dem 2,8 Kilometer langem Perspektivenweg erwandert werden. Das Repertoire reicht dabei von Bänken und Sitzgruppen über eine Treppenkonstruktion, die den Übergang zwischen zwei Vegetationsstufen markiert bis zum weit über eine Geländekante auskragenden Aussichtssteg mit Gitterboden. Was die Gestaltung betrifft, gingen Snøhetta, die im Frühjahr ihre Pläne für ein spektakuläres Museum auf einem Berg über Bozen öffentlich machten, in Innsbruck sehr zurückhaltend vor. „Spektakel bietet die dramatische Bergkulisse ohnhin“, erklärt Patrick Lüth, der Leiter des Innsbrucker Büros.

Als Material kam Cortenstahl zum Einsatz, ergänzt um Lärchenholz bei den Bänken, Sitz- und Liegeplattformen. Jedes Element ziert ein auf Deutsch und Englisch angebrachtes Zitat von Ludwig Wittgenstein, dessen Nachlass teilweise im Innsbrucker Brenner-Archiv lagert. Die vom in Innsbruck und Wien lehrenden Philosophieprofessor Allan Janik ausgewählten Sätze sollen die Besucher zur Reflektion über das Sehen und das Gesehene anregen.

Snøhettas Rundweg ist nicht die einzige architektonische Attraktion an der Innsbrucker Nordkette: Die drei Stationen der Nordkettenbahn wurden vom Tiroler Architekten Franz Baumann in den 1920er Jahren entworfen, die Stationen der Hungerburgseilbahn gestalteten Zaha Hadid Architects. (da)

Fotos: Christian Flatscher
, Innsbrucker Nordkettenbahnen/Quirin Müller


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