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04.04.2017

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Yin und Yang im Zoo

Pandahaus von BIG in Kopenhagen geplant


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Um große Gesten ist Bjarke Ingels bekanntlich nie verlegen. Doch verglichen mit vielen Projekten seines Büros BIG ist der nun vorgestellte Entwurf für ein Pandahaus im Kopenhagener Zoo vergleichsweise unspektakulär. Auch wird das Büro  dieses Mal vermutlich keinen Film produzieren, in dem der Meister wie mit Zauberhand digital animierte Baumassen verschiebt, zerschneidet und verformt. Denn ein Tiergehege bleibt schlussendlich doch eine eher flache Angelegenheit. Hinzu kommen die diversen Auflagen und Vorgaben, die gerade bei einem Bau für die seltenen und schwierig zu haltenden Großen Pandas zu beachten sind.

Trotzdem bleibt sich Ingels natürlich treu: Eine bestechend einfache, formale Logik bestimmt den Entwurf. In diesem Fall geht es allerdings fast schon ins klischeehafte: Da männliche und weibliche Pandas fast das ganze Jahr hinweg als Einzelgänger leben und sich nur für wenige Tage zur Paarung zusammenfinden, muss das Panda House eine Doppelstruktur haben, die es erlaubt, die beiden schwarz-weißen Tiere getrennt und gleichberechtigt zu halten. Lange dürfte das Brainstorming im Kopenhagener Büro nicht gedauert haben, bis man auf die Lösung kam: Yin und Yang! Das klingt plakativ, macht aber Sinn. Denn abgesehen von der offensichtlichen symbolischen Bedeutung erlaubt die gerundete Form des Yin-Yang-Zeichens eine elegant fließende Führung der Besucherströme um die beiden Teilgehege. Indem die Form zusätzlich auch in der Höhe differenziert wird, entsteht erstens eine bewegte Topographie für die Tiere und zweitens können die notwendigen Räume leicht in die landschaftlich konzipierte Gesamtform integriert werden.

Gebaut wird übrigens in prominenter Nachbarschaft. Direkt neben dem Panda House steht nämlich das 2008 eröffnete Elefantenhaus von Norman Foster. Auch um Effekt und Inszenierung ist man nicht verlegen im Kopenhagener Zoo: Als Bestandteil des Panda House wird ein Restaurant entstehen, das seinen Besuchern Ausblicke auf Pandas und Elefanten bieten wird. (gh)


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Kommentare

1

Querdenker | 05.04.2017 11:20 Uhr

Am Tier vorbei

Ich verstehe niocht, wieso sich BIG immer wieder mit Zooanlagen beschäftigt, wo jeder einzelne Entwurf, für Givskud ebenso wie die anderen, nur zu deutlich zeigt, dass man keine Ahnung von Zootieren hat und völlig artfremde Kunsthabitate plant. Ich hoffe, kein Zoo fällt darauf herein.

 
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