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14.08.2019

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Hüpfspiel und Jurakalk

Pädagogik-Institut in Frankfurt am Main von K9 Architekten


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Das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation DIPF steht in der Tradition der Reformpädagogik und hat seine Ursprünge in der Nachkriegszeit. Im letzten Jahr wurde in Frankfurt am Main der neue Sitz der Einrichtung eröffnet, die zur Leibniz-Gemeinschaft gehört. Zumindest auf architektonischer Ebene ist jedoch nicht allzu viel reformerischer Geist spürbar. Dafür verfügt das Institut nun über einen effizienten Neubau, der am Rand des heterogenen Westend-Campus der Goethe-Universität eine gewisse gravitätische Ruhe ausstrahlt.

Entworfen und umgesetzt haben das Projekt K9 Architekten aus Freiburg im Breisgau, die sich 2012 im Wettbewerb durchsetzen konnten. An der Umsetzung beteiligt waren außerdem Ernst² Architekten, die unter anderem ein Büro in Stuttgart unterhalten. Der Sockel des Neubaus umfasst alle Sonderfunktionen wie Konferenzbereich, Testräume, Bibliothek und Kita. Ein gebäudehohes Foyer und ein Lichthof für die Bibliothek strukturieren das Volumen. Dessen Haupteingang ist in Richtung Campus orientiert. Die zusätzlich benötigte Bürofläche befindet sich im Turm, der sieben Geschosse über den Sockel hinausragt.

Nach außen zeigt sich der Institutsbau, der neben weiteren Räumlichkeiten in Berlin als Hauptstandort fungiert, recht streng mit einer Hülle aus Jurakalkstein. Die quadratischen Fensterformate der Sockelzone und die schmalen Fenster in den oberen Geschossen werden konsequent durchgehalten. Das Innere präsentiert sich hell und offen, auch Sichtverbindungen in die Gebäudetiefe werden geboten. Eine Spindeltreppe führt Besucher – unter anderem Eltern und Kinder, die in den Testräumen die empirische Forschung des Instituts unterstützen – in die oberen Geschosse.

Geradezu extravagant wirkt schließlich das Foyer mit Flügel, in dem auch Veranstaltungen stattfinden können. Der Boden zeigt hier sogar ein spielerisches Element: Als Kunst am Bau haben dort Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt kreuz und quer Himmel und Hölle-Hüpffelder eingelassen. (sb)

Fotos: Oliver Rieger


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Kommentare

9

Max | 21.08.2019 12:29 Uhr

Drei Punkte

Erbärmlich welche Kollegenschelte hier in den Kommentaren eimmal mehr ausgegossen wird. Und welche inhaltlichen, grammatikalischen und interpunktuellen Fehler dabei noch gemacht werden. Vom Stil und Ausdruck gar nicht zu schreiben. Ich schäme mich für meine Profession...

8

Karlsruher | 15.08.2019 15:49 Uhr

Gähn...

Mal eben 1 zu 1 die Fassade des Technischen Rathauses in Karlsruhe aus dem Vorgängerprojekt übernommen. Hoffentlich mit verbesserter Detailierung.

7

Johannes | 15.08.2019 12:30 Uhr

Banale

Rasterfassaden. Die Ansicht des Gebäudes steht exemplarisch für die Mutlosigkeit vieler, deutscher, Architekten. Die Aufgabenstellung hätte sicher auch mehr Freiheiten ermöglicht. Und so fragen sich noch manche Architekten, wieso wir ein Akzeptanzproblem in der Gesellschaft haben.?

6

Santa Maria | 15.08.2019 11:34 Uhr

@Solong

Wie sollte Ihrer Meinung nach ein Gebäude aussehen, dass der Forschung dient und dessen Grundrisse Einzel- und Doppelbürostrukturen hat?

Soll das Inetriör jetzt bunt und abgerundet sein? So ein Denken ist im Übrigen extreme Klischeebedienung!

Wo kommen wir denn hin, wenn das Interiör Aspekte der Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und damit auch Nachhaltigkeit ignoriert?

Die Aufgabe wurde von den Architekten sehr wohl verstanden: Das Haus ist keine riesige KITA!

5

Ruinenarchitekt | 15.08.2019 11:22 Uhr

Lob der Ordnung

Die BND Zentrale (hier häufig als Vergleich genannt) ist ohne Frage ein beeindruckendes Gebäude ob es einem nun gefällt oder nicht. Beeindruckend auch der Mut zur Stringenz und Ordnung aus der nach manchen Lehren ja auch Schönheit resultieren soll (Shaker/Funktionalismus etc.)

Der Ruf nach Abwechslung und Unterbrechung gilt für Architekten ohne Mut zur Stringenz und aus Angst vor den wahren Dimensionen der Gebäude, welche sie bauen müssen.

Bei diesem Projekt muss auch der Vereis auf den Kontext gemahnt werden, der im Artikel so nonchalant übergangen wird. Das IG Farben Haus als architektonischer Hauptkörper bildet einen fixen Ankerpunkt und mit der Orientierung der meisten Gebäude hin zu einer Natursteinfassade und strenger Fensterordnungen entsteht keinensalls ein heterogenes Ensemble wie im Artikel suggeriert wird.

Mit der Bitte um mehr Tiefgang in den Kommentaren und weniger "Bashing" der Kollegen.

4

solong | 15.08.2019 09:08 Uhr

... hoffen wir mal ...

... das die pädagogik die dort inziert wird ... nicht so clean + kalt ist ... wie das interieurdesign ... aufgabe offensichtlich nicht verstanden ....

3

mages | 15.08.2019 09:03 Uhr

BND

schön zu lesen, dass ich offensichtlich nicht der Einzige bin, der die BND-Hauptsitz-Assoziation hat!
Ich frage mich, ob es der Fassade nicht gutgetan hätte, die tatsächliche, pro Geschoss halbversetzte Fensterteilung auch vollständig nach außen abzubilden?

2

Lars K | 14.08.2019 17:58 Uhr

vs. Berlin

Die einzige Stadt in Detuschland, die es in Sachen furzlangweilige Rasterfassade mit Berlin aufnehmen kann, ist.... FRANKFURT!

Ob man dazu gratulieren soll?

Ist das eine Bewerbung um den neuen BND-Hauptsitz?

1

peter | 14.08.2019 15:55 Uhr

pädagogikkasten

sauber und ordentlich gemacht, das ganze, solide sache. stilistisch etwas outdated, später wird man denken, es sei aus den nullerjahren, aber sei's drum.

vor allem ist das eine unglaublich deutsche architektur, durch und durch. jetzt ganz ohne hintergedanken oder wertung, einfach nur sowas von deutsch!

 
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