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08.03.2018

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Feines Foyer für Alexander

Ortner&Ortner-Turm in Berlin hat die Baugenehmigung


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Das Auf und Ab der Hochhauspläne am Alexanderplatz ist inzwischen ähnlich berüchtigt wie andere Dauerthemen der Berliner Statdplanung. Der Masterplan von Hans Kollhoff zur Umgestaltung des Alexanderplatzes von 1993 sah zehn Hochhäuser vor – bisher wurde keines davon gebaut. Jetzt aber – gewissermaßen zum 25. Jubiläum des Kollhoff-Plans – gibt es einen ersten Erfolg zu vermelden: Für den „Alexander Berlin Capital Tower“, den Ortner&Ortner Baukunst (Wien/Berlin) für die russische Immobiliengruppe MonArch konzipierten, liegt endlich die Baugenehmigung vor.

Das Projekt selbst blickt ebenfalls auf eine schon etwas längere Planungsgeschichte zurück. Bereits 2003 hatten Ortner&Ortner den Wettbewerb für das Ensemble aus Hochhaus und Einkaufszentrum gewonnen, doch nur das Alexa wurde seither fertiggestellt. 2014 kam dann wieder Schwung in das Projekt, als eine aktualisierte Fassung des Turms im Baukollegium unter Regula Lüscher diskutiert wurde. Ein Jahr später erfolgte dann eine öffentliche Präsentation des geplanten Hochhauses, dessen Fertigstellung damals für 2019 avisiert war. Seiterher hat es noch mal ein wenig gedauert, weshalb man nun auf 2021 hofft.

Insbesondere die architektonische Herleitung des Turms mit seinen gestapelten Gebäudemodulen zeugte damals von einer gewissen Imaginationsfreude der Projektmacher. Weil der Alexanderplatz nach dem Zaren Alexander I. benannt ist, plane man Bezüge sowohl zum „deutschem Rationalismus” als auch zum „russischem Konstruktivismus“.

Umgesetzt wird hier ein Luxusbauvorhaben von über 40.000 Quadratmeter auf 35 oberirdischen Geschossen, das eine Hotelnutzung mit Wohnungen kombiniert. Bei rund 150 Metern wird der Turm das bisher höchste Wohnhochhaus der Stadt sein. Auf zwei Etagen entstehen außerdem eine Club-Lounge, ein Kino, ein Schwimmbad, sowie Konferenz-Räume und ein Restaurant. (sb)


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Kommentare

8

Johann Maier | 10.03.2018 17:49 Uhr

Nichts gegen die Architekten

Für ein Luxusbauvorhaben ist das Umfeld doch irgendwie...

ungeeignet???

An dieser Stelle (Alex) beschleicht einen immer das ungute Gefühl, dass der Städtebau langsam aber sicher vollkommen entgleist. Ganz zu schweigen von der Verkehrssituation.

7

Twelvedegrees | 09.03.2018 17:07 Uhr

Wohnungsbedarf

Na, die Luxuswohnungen werden ja auf jeden Fall dabei helfen, die Wohnungknappheit in Berlin zu verringern. Am unteren Ende des "Marktes" zu entwerfen und zu bauen, ist einfach nicht glamurös genug.

6

Tius | 09.03.2018 16:17 Uhr

Grotesk

Eine Invertor baut sein Türmchen und die ganze Stadt muss sich den Mist anschauen...
Zumindest ist man hier so ehrlich mit der Perspektive zu werben, die das Behäbige und Groteske der verschobene Kubatur ungeschönt offenlegt.

Peter Behrens, dessen Berolina- und Alexanderhaus für die Fassaden offenbar Pate standen, wird sich im Grab umdrehen.

5

sven | 09.03.2018 15:54 Uhr

nur die halbe Warheit

die wichtigste Perspektive wurde vergessen: von der Frankfurter Allee aus ist derzeit der Fernsehturm exakt in der Mitte der Perspektive - und genau davor soll der Turm stehen? Habe ich es richtig verstanden?

4

bg | 09.03.2018 15:45 Uhr

Grundrisse

Hat sich jemand schon mal die Grundrisse angesehen?

3

solong | 09.03.2018 11:04 Uhr

... ziemlich uncool ...

... unter annektion ... des names eines wahren architekten ... hier völlig unreflektiert ... seine zitate zu verwenden ... für ein hochhaus ... in dem städtebaulichen kontext ... ja erstmal kein schlechter entwurf ... wenn es dann noch in der ortner &ortner qualität umgesetzt wird ...

2

Nils | 09.03.2018 10:02 Uhr

Städtebau

Den Entwurf finde ich persönlich gut, aber städtebaulich ist doch da irgendwas schief gelaufen mit dem Alexa zusammen .... oder?

1

Frank Lloyd Wright | 09.03.2018 08:47 Uhr

Wein oder Turm

Frank Lloyd Wright: "Der Arzt kann seine Kunstfehler verbrennen. Der Architekt muß seine Kunden veranlassen, Wein und Efeu zu pflanzen."...oder zuerst einen Turm. Und wenn das wieder schiefgeht, dann hilft nur noch viel Wein.

 
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