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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Opernhaus_von_gmp_in_China_eingeweiht_1371893.html

29.10.2010

Qingdao Grand Theater

Opernhaus von gmp in China eingeweiht


In China geht alles schneller. Das ist soweit bekannt. Doch bedeutende Leitbauten brauchen auch hier ein gewisses Maß an Zeit: Der Wettbewerb für das gestern eingeweihte Grand Theater in der ostchinesischen Millionenmetropole Qingdao war schon im Jahre 2004 (siehe BauNetz-Meldung), der Baubeginn 2005. Der Neubau entstand nach Plänen von gmp (Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz).

Das Qingdao Grand Theater bietet ein Opernhaus für bis zu 1.600 Besucher, eine Konzerthalle mit 1.200 und eine Multifunktionshalle mit 400 Sitzplätzen. Dazu kommen ein Museum und ein Hotel. Für das Architekturbüro gmp ist die Oper in Qingdao nach der Oper Chongqing, die im Jahr 2009 fertig gestellt wurde, das zweite Bauwerk dieser Art in China.
 
Die Architekten erläutern: „Das Qingdao Grand Theater liegt im Osten der Stadt direkt zwischen einer Bucht am Gelben Meer und dem Laoshangebirge. Die Formensprache des Gebäudes greift die reizvolle Landschaft auf: Das Massive der Berge und die Leichtigkeit der Wolken bestimmen das Erscheinungsbild der Oper. Wie ein Gebirge erhebt sie sich aus der Landschaft – und ein wolkengleiches, scheinbar schwebendes Dach umhüllt die vier Baukörper. Die angehobenen Terrassen im umgebenden Park erinnern an ein Gebirgsplateau und orientieren sich sowohl zum Meer als auch zu den Bergen hin.
 
Das eigentliche Opernhaus liegt im nördlichen Teil des Gebäudekomplexes und bietet direkte Blickbeziehungen zur Küste. Das Publikum kann den Saal über zwei Geschosse betreten. Zum einen über den unteren Bereich, der große Garderoben und Zugänge zu den unteren Rängen bietet, zum anderen über das darüber gelegene Hauptfoyer mit großzügigen Glasfassaden und Blick auf die Terrasse, den Park und das Gelbe Meer. Wände und Boden des Foyers sind mit lokalem Naturstein verkleidet, der den gebirgsartigen Charakter des Gebäudes betont.

Die Bühnen- und Backstagebereiche sind derart flexibel konzipiert, dass verschieden große und verschiedenartige Veranstaltungen aufgeführt werden können, seien es Opern, Musicals, Ballette oder akrobatische Vorstellungen. Die Ränge und die beiden Balkone bieten für alle Zuschauer beste Sichtmöglichkeiten.“



Fotos: Christian Gahl


Zu den Baunetz Architekten:

gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner


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