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21.08.2015

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Stadtland Gespräche

Neues von der IBA Thüringen


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Die Probleme Thüringens sind die Probleme vieler neuer Bundesländer: Leerstand in gründerzeitlichen Innenstädten, eine von landwirtschaftlichen Großbetrieben geprägte Kulturlandschaft und die Frage nach Lebensqualität in sogenannten strukturschwachen Regionen. Die IBA Thüringen will aus dem Leid eine Tugend zu machen und die besonderen Potentiale gerade dieser „Strukturschwäche“ aufzeigen. Deshalb ist das Programm ungewohnt für die Sehgewohnheiten der Architekturberichterstattung. Nicht im repräsentativen Neubau spiegelt sich die „Zukunftsarbeit“, sondern vielfach im neuen Blick auf den Altbau.

Gerade Thüringen bietet hohe Lebensqualität: die malerische Landschaft der Täler von Saale, Unstrut und Ilm brachte mit der Weimarer Klassik eine einzigartige Kulturszene hervor. Die einheimischen Architekten wissen um die Qualitäten ihres Landes und so zeigen die IBA-Kandidaten ihre Konzepte zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Erbes. Die Umnutzung von Kirchen oder des Bahnhofs der ehemals bedeutenden Industriestadt Apolda kommen in der IBA mit Wohnkonzepten und nachhaltiger Landwirtschaft zusammen. Die Rundumschau ermöglicht den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren und Interessengruppen und kann beispielgebend für andere Regionen sein.
 
Wer sich unter der IBA Thüringen noch keine richtige Bauausstellung vorstellen kann, ist eingeladen sich an den Veranstaltungen vor Ort zu beteiligen. Diesen Sommer gibt es unter dem Titel „Stadtland“ Ausstellungen, Gespräche und Workshops in ganz unterschiedlichen Formaten an unterschiedlichen Orten zu sehen. Auffällig ist, wie stark Studenten einbezogen werden, um wirklich frische Ideen in Thüringen zu etablieren. Selbstverständlich werden Ergebnisse von Planungswettbewerben gezeigt und Energieeffizienz auch auf Quartiersebene diskutiert.

Ein besonderes Highlight ist der Besuch bei den IBA-Kandidaten und ihren Projekten. Der Auftakt zur Reihe „Stadtland Gespräch“ findet am 28. August 2015 im Schloss Bedheim statt. Hier kann mit dem Architekten und Schlossherrn Florian Kirfel über die Möglichkeiten individueller und gemeinschaftlicher Wohnformen im ländlichen Raum diskutiert werden. Die Idee auf einem alten Gutshof zu leben ist nicht einzigartig. Der Ansatz der theoretischen Reflektion über die Erfahrungen der denkmalgerechten Wiederherstellung des Schlosses sowie die Projektentwicklung an diesem besonderen Ort ist deshalb so interessant, weil es beispielhaft für eine größere Entwicklung steht. Das wird im Programm der IBA deutlich.

Weitere Veranstaltungen der IBA Thüringen sind ständig im Kalender auf der Webseite einzusehen. Jährlich erscheint ein IBA-Magazin, das Projekte in Text und Bild vorstellt.


Zum Thema:

www.iba-thueringen.de


 
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Landschaft in Mittelthüringen

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Stadtland Gepräch Bedheim

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Stadtland Gepräch Bechstedt

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